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SOULFLY Omen Roadrunner Records 40.32 Das siebte Album von Max Calvaleras Hauptband SOULFLY stellt im Großen und Ganzen eine Fortführung des "CONQUER"
Albums dar. Großartige Veränderungen finden nur Minimal statt. World-Musik und Ethno-Elemente hat der Gute deutlich in den Hintergrund gestellt und es gibt überwiegend die volle Breitseite Thrash-Metal,Hardcore und Punk
Attitüde. Richtig schnörkellos donnern schnelle Riffsalven, fette Grooves und filigrane Solis über einen her. Böse Zungen würden jetzt sagen das SOULFLY die Abwechslung abhanden gekommen ist und stagniert. Da muss ich
aber deutlich wieder sprechen, auch wenn Soulfly sich nicht gerade weiterentwickelt haben (muss man das denn immer) ist "Omen" ein eindeutiges Bekenntnis zu seinen musikalischen Wurzeln und der liegt nun mal
im Thrash Metal und Hardcore. Ich finde es klasse und bekomme von dem Album gar nicht genug. Max klingt fast schon mehr nach Sepultura als die Band selbst. Gleich beim Opener "Bloodbath and Beyond" gibt es
kein Intro sondern man ist mit einem Schlag im Song drin und das ist das volle Punk-Thrash Gebolze mit Crustcore Feeling und melodischem Breakdown. "Rise of the Fallen" ist ein böser Groove-Bastard mit Gast
Sänger Greg Puciato von THE DILLINGER ESCAPE PLAN. Max rülpst den Titel und Greg kollabier förmlich an seinen Lyrics. Mit Thrash im 80iger Style geht es mit "The Great Drepression" weiter, wo deutlich Max
seine Sepultura Vergangenheit durchkommt. Gewürzt wird der Song mit einem eingängigen groovigen Refrain, fast genauso ist auch der Track "Vulture Culture" angelegt. Verdammt schnell und schnörkellos noch vorne
preschend und dazu atmet der Songs ein wenig Nailbomb ein. Auch "Mega Doom" ballert in die Thrash-Richtung und spielt schön mit der schnellen und langsamen Geschwindigkeit. "Jeffrey Dahmer" ist ein
klasse Mit-Gröhlsong und dürfte bei Konzerten für ordentliche Stimmung sorgen. Auch "Kindom" wird bestimmt ein absoluter Live-Kracher werden und ist mit fetten Riff-Salven und megafies gebrüllten Refrain
ausgestattet. Eine schöne Verbindung von Soulfly und Prong stellt der Groover "Lethal Injection" dar und ist natürlich wenn der Name Prong fällt mit Tommy Victor als Gastmusiker. Das gesamte Album ist einfach
gesagt ein brutaler Schlag in die Fresse geworden und wenn man Soulfly Stagnation vorwerfen kann, muss man sagen das ist auf einem extrem hohen Niveau! Ich finde das Album verdammt klasse und bin richtig süchtig
geworden von "Omen". Da kann mir doch eine Weiterentwicklung so was von egal sein, Hauptsache es kracht. Tracklist: Bloodbath & Beyond, Rise Of The Fallen, Great Depression, Lethal Injection,
Kingdom, Jeffrey Dahmer, Off With Their Heads, Vulure Culture, Mega-Doom, Counter Sabotage, Soulfly VII 8,5/10 Punkte Carsten Bahr VÖ: 21.05.2010 |
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SALTATIO MORTIS Manufactum II Napalm Records 71:59 5 Jahre nach dem ersten Livealbum „Manufactum“ veröffentlichen SALTATIO MORTIS nun „Manufactum II“. Viel hat
sich für die Band zwischen den beiden Livealben geändert. Mit ihrem letzten Album "Wer Wind sät" haben sie den Durchbruch geschafft, denn fast alle Shows waren ausverkauft. Über eine akustische
Live-Scheibe kann man sich natürlich streiten, denn viele hätten sich sicher lieber ein Rock-Album gewünscht. Trotz allem werden die Fans es lieben, denn es unterscheidet sich von der Songauswahl ganz wesentlich vom
ersten Akustikalbum. Außer die "Merseburger Zaubersprüche" und das "Palästinalied" sind vollkommen neue Songs auf dem Album. Die Songs setzen sich zusammen aus den unterschiedlichsten Rocktitel
wie "Prometheus" oder "Spielmannsschwur" und Klassiker wie "Evve Gratum" und "Douce Dame Jolie". Soundtechnisch hat man auch sehr gute Arbeit geleistet, denn von der Stimmung her
wurde der Auftritt bestens eingefangen. Vielleicht hätte man dies auch noch visuell festhalten sollen, denn ich denke eine DVD wäre doch auch was Schönes gewesen. Die spielerische Leistung von SALTATIO MORTIS ist
ebenfalls hervorzuheben, denn und man merkt sehr gut wie Sänger Alea mit dem Publikum, welches sehr zahlreich vor der Bühne stand, spielt. Er hat nun mal definitive Entertainerqualitäten, die er live auf der Bühne,
sowie auf "Manufactum II" hervorragend ausleben kann. Bei „Manufactum II“ kann jeder Fan von SALTATIO MORTIS zugreifen, denn mit dieser Scheibe holt man sich ein Stück Mittelalter-Feeling auf sehr hohem Niveau
nach Hause. Vielleicht wäre es schön, wenn man so etwas auch noch als DVD in der nächsten Zeit bekommen würde, denn solche Events strahlen in jedem Fall etwas Besonderes aus. Empfehlenswert für Fans und für solche, die
das Mittelalterflair mögen. Traut euch! haben wirklich Tracklist: 01. Merseburger Zauberspruch, 02. Varulven, 03. Dr Eisenhans, 04. Skudrinka, 05. Douce Dame Jolie, 06. Dessous Le Pont De Nantes, 07.
Equinox, 08. Prometheus, 09. Le Corsaire, 10. Ali Ben, 11. Veitstanz, 12. Drunken Sailor, 13. Tulla, 14. Palaestinalied, 15. Spielmannsschwur, 16. Loch Lomond, 17. Evve Gratum
www.saltatio-mortis.com ohne Wertung Gisela VÖ: 30.04.2010 |
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SOUL DOCTOR Way Back To The Bone Metal Heaven 49:35 SOUL DOCTOR bleiben am Ball und mit “Way Back To The Bone” veröffentlichen sie zu ihrem 10-jährigen
Bandbestehen das 5. Studio-Album. Wie immer setzt SOUL DOCTOR auf ihre Trademarks, die im klassischen und melodischen Hardrock liegen, aber dieses Mal fügen sie noch andere Nuancen hinzu. So kommen dieses Mal auch
melodischer 80iger Jahre Heavy-Rock zum Zuge, der aber das Gesamtergebnis nicht schmälert. Dafür sorgt schon die unverwechselbare Stimme von Tommy Heart und die heavy ausgelegten Riff von Gitarrist Chris Lyne, denn ihre
Leistung ist schon beeindruckend. Der erste Song des Albums „First Man On The Moon“ startet mit Wild-West-Flair a la Bon Jovi. Im Verlauf des Songs entwickelt sich daraus eine tolle Nummer mit sehr viel Tiefgang. Das
folgende Stück "Lightning And Thunder" kommt in ohrwurmartiger Hardrock-Manier daher. Ein absolutes Highlight auf dem Album ist der nächste Song "Can´t Stand Losing", denn vor allem durch Tommy
Hearts Stimme, die so ungezügelt daherkommt, bekommt man wirklich eine Gänsehaut. So fantastisch habe ich ihn noch nie gehört. Dies trifft auch auf die Ballade "Times Of Yesterday" zu, bei der die Gefühle im
Vordergrund stehen. Richtig bluesig kommt "Love Crashed Down (Boom Down!)" daher und mit einer superben Gitarreneröffnung kann man Parallelen zu großen Hardrockbands ziehen. Ebenso gefühlsbetont klingt das
Stück "Here Comes The Night" und der Song "Heartache Heartbreak" wurde mit tollen Keyboardpassagen unterlegt. Hammonds sind beim Song "Take It While It´s Hot" auszumachen und bei „Coming
Home“wird man ganz stark an Gotthard erinnert, eine tolle Nummer. Zwar ist im Grunde bei SOUL DOCTOR alles beim alten geblieben, aber durch die variabler angelegten Gesangseinlagen klingen die Songs lebendig und den
letzten Schliff erhalten sie durch die gezielt eingesetzten Gitarrenriffs. Man kann zwar den klassischen und melodischen Hardrock nicht mehr neue erfinden, aber bei SOUL DOCTOR bekommt man immer einen optimalen
Hörgenuss präsentiert. Das beweisen sie uns schon seit 10 Jahren. Tolles Album, welches keiner verpassen sollte. Tracklist: First Man On The Moon, Lightning And Thunder, Can´t Stand Losing, Love Crashed Down (Boom
Down!), Times Of Yesterday, Here Comes The Night, Heartache Heartbreak, Coming Home, Welcome To The Party, Take It While It´s Hot http://www.souldoctorrocks.com
8,5/10 Punkte Gisela VÖ: 20.11.09 |
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SUPERBUTT You And Your Revolution Edge Records 39:11 Das mittlerweile 4. Album veröffentlichte gerade die ungarische Band SUPERBUTT (Superarsch). Ich habe
mich schon immer gefragt wie man sich so nennen kann, aber da der Name ja auf Englisch ist, finde ich es schon sehr witzig. Der Sound der Band, die sich im Fahrwasser von Alternativem Rock, versehen mit Modern Metal und
einer kleinen Prise Nu Metal befindet, wird auf ihrem neuen Album konsequent fortgesetzt. Doch muss ich gestehen geschieht dies auf dem neuen Album noch professioneller und vor allem rockt das Album wie Hölle. Die
kraftvolle Darbietung bringt das Blut in Wallung und genau das ist doch was wir wollen. Sehr abwechslungsreich sind die Gitarrenparts angeordnet und durch die markanten und sehr abwechslungsreichen Gesangseinlagen sind
SUPERBUTT auch auf diesem Gebiet auf der Gewinnerseite. Vor allem kann man das bei Rocksongs wie "Blister" und "Gone Far" ausmachen. Es gibt aber auch ruhige Phasen auf dem Album, die vor allem bei
„Lift Her“ sehr gut auszumachen sind. Besinnlich und ergreifend kann ich da nur sagen. Der erdige Song „White Nails“ hätte selbst Meister Lemmy Kilmister nicht besser intonieren können. Frech und aus dem Bauch heraus,
so wie gute Rock- oder Metalsongs klingen sollen. Es gibt aber auch Songs, wie zum Beispiel der Titelsong, dem einfach die Inspiration fehlt, Ausfälle auf dem Album. Die halten sich aber in Grenzen. Auf „Last Call“
konnte man sogar auf Hilfe von Zak Tell (Clawfinger) zurückgreifen. Alles in allem ein Album, welches man in jedem Fall antesten sollte. Den talentierten Ungarn sollte man in jedem Fall eine Chance geben. Tracklist:
01. Last Call (mit Zak Tell von Clawfinger), 02. Killer, 03. Figure, 04. In Vain, 05. Lift Her, 06. With Nails, 07. You And Your Revolution, 08. Mother's Day, 09. Gone Far, 10. Blisters www.myspace.com/superbutt 7,5/10 Punkte Gisela VÖ: 06.11.09 |
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SHADOWS FALL Retribution Spinefarm SHADOWS FALL ist zurück mit “Retribution”, ihrem 6. Studioalbum. Produziert wurde es wieder von Zeus und somit kann man sich nicht
über den Sound beklagen. Wollen wir mal sehen, was sie uns dieses Mal zu bieten haben. Langsam starten sie mit „The Path To Imminent Ruin”, einem Intro dann wird es schnell mit „My Demise”. SHADOWS FALL präsentieren
weniger Thrash-Attacken sondern frönen mehr dem modernen Metal, die versehen wurden mit heavy Riffs, aggressiven Shouts sowie melodischen Passagen mit cleanen Vocals. Genau diese cleanen, ohrwurmartigen Vocals verbinden
sich sehr leicht mit dem anderen Sound. Der langsamere und atmosphärische Teil, wie z.B. bei „My Demise“, zeigt uns, dass die Jungs aus Massachusetts reifer geworden sind. Sie verbinden sehr gekonnt heavy und aggressive
Teile mit atmosphärischen Elementen. „Still I Rise” beinhaltet nicht nur ausgezeichnete Gitarrenparts, sondern der Song offeriert uns auch unterschiedliche Drumparts an. Irgendwie kann man „Retribution“ mit „The War
Within“ vergleichen. Die Elemente und das Songwriting folgen demselben Muster, aber es scheint mir, dass sie technisch noch besser geworden sind, besonders SHADOWS FALL´s Gitarristen Matt Bachand und Jonathan Donais.
Festzustellen ist auch, dass Drummer Jason Bittner ein Genie an den Drums ist. Ein Höhepunkt auf dem Album ist „Picture Perfect”, welches langsam, in halbakustischer Form beginnt und dann explodiert. Aggressive
Gitarrenriffs und Shouts folgen ins Ohr gehende und melodische Parts, eine richtige Achterbahnfahrt und ein regelrechter Ohrwurm. Bei „A Public Execution” stürmen sie wieder nach vorne. Der Song ist ein Heavy und
aggressiver Thrasher mit tiefen Shouts geworden. Die Luxusausgabe hat 3 Bonus-Songs – “Bark At The Moon” (Ozzy Osbourne cover), “Age Of Quarrel” (Cro-Mags cover) und “Critical Mass” (Nuclear Assault cover). Die
Bonus-DVD bietet einige Live-Aufnahmen (5 Lieder) an, aber was sie noch interessanter macht, ist, dass das Band einige Unterrichtsvideos und eine Drum-Lesson hinzufügte! Track list: The Path To Imminent Ruin, My
Demise, Still I Rise, War, King Of Nothing, The Taste Of Fear, Embrace Annihilation, Picture Perfect, A Public Execution, Dead And Gone http://www.shadowsfall.com/
8/10 Punkte Claudia Ehrhardt VÖ: 19.09.09 |
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SCOURGED FLESH Welcome To The End Of The World Soundmass 54.06 Im extrem Metal-Bereich kommt leider nicht allzu viel vom Australischen Kontinent und jeder denkt
wohl sofort an AC/DC und Rose Tattoo, aber nicht sofort an Death Metal. SCOURGED FLESH sind mit ihrer 3. Scheibe am Start und haben sich dem Groovig-Stampfenden Death Metal verschrieben. Da kommen einem Entombed ,
Carcass zu Heardwork Zeiten und ein klein wenig Arch Enemy in den Sinn, wenn man die Songs von "Welcome To The End Of The World" auf sich wirken lässt. Im Info-Blatt werden auch noch die göttlichen Bolt
Thrower erwähnt, aber da höre ich nur Minimale Parallelen (Shadow Storm) und an die Briten kommen die Jungs von Down Under lange nicht heran. Dazu sind sie nicht intensiv genug und lassen nicht so zermalmende Grooves
vom Stapel. Wo die Obituary Vergleiche herkommen, kann ich nicht heraus hören, wie einem das Blatt weiß machen will. Fakt ist, das leider die Songs überall zwar gute Ansätze haben, aber auf die Dauer doch recht
langweilig rüberkommen. Es bleibt kaum etwas großartig im Ohr hängen, kein geniales Riff macht sich breit und auch an der Intensität mangelt es der Scheibe. Das liegt auch etwas an der drucklosen Produktion, da
kann ich der Band keinen Vorwurf machen. Ein solides Album ist es geworden ohne große Momente die einen mitreißen und ordentlich bei den Eiern packt. Trackliste:1. Death And Destruction , 2. War Machine , 3.
Chains Of Slavery , 4. Shadow Storm , 5. Extinct , 6. Waves Of Disaster , 7. Napier , 8. Episodes Of Hate , 9. Blood On Thy Hands , 10. Unleashed
www.myspace.com/scourgedflesh 5/10 Punkte Carsten VÖ: 30.10.09 |
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SCHATTENSPIELER Babel Dr. Music 71:51 SCHATTENSPIELER beschreiben ihren Sound als Darkrock. Ich würde das Debut „Babel“ eher als düsteres melodisches Heavy Metalalbum
bezeichnen. auch wirklich treffend bezeichnen. Die Band kann schon auf 2 Eigenproduktionen zurückschauen, welche auch sehr gut bei der Presse ankamen. Was von Anfang an klar wird, langweilig werden die 8 Songs nicht,
denn sie sind sehr vielseitig angelegt. Einige Punkte tragen aber dazu bei, dass der Gesamteindruck etwas negativer ausfällt. So sind nennenswerte Gitarrensolos Mangelware und bei den Riffings verlässt man sich oft auf
die üblichen Standards. Trotzdem haben es SCHATTELSPIELER geschafft dem Album wenigstens in Ansätzen ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Doch leider bemerkt man immer wieder, dass sie ihre eigene Identität noch nicht
gefunden haben. Gute Ansätze sehe ich in den starken Melodien und den gut durchdachten Strukturen der einzelnen Songs. Das hat zur Folge, dass man sich passagenweise auch mitreißen lässt. Fazit: SCHATTENSPIELER zeigen
einige gute Ansätze, bewegen sich aber auch des Öfteren auf den Pfaden der Belanglosigkeit. Vielleicht sind sie zu oft auf der Suche nach dem optimalen Sound. Vielleicht sollten sie ein wenig mehr Emotionalität in ihren
Songs walten lassen und somit ein „eigenes“ Werk zu schaffen. Die Songs spiegeln für mich nicht so recht das Können der Musiker wieder, aber das werden sie mit Sicherheit noch lernen. „Babel“ ist ein nettes Album
und alle Fans von düsteren Melodik-Metal sollten wenigstens mal reinhören. Ich denke, beim nächsten Album haben sie den Bogen raus. Tracklist: 1. Sister Terror, 2. Das Böse Lebt, 3. Totes Glück, 4.
Violence, 5. Der Weisse König, 6. Let Me Go, 7. The Last Stand, 8. In Ewigkeit Amen www.schattenspieler.de www.myspace.com/schattenspielermusic 6/10 Punkte Gisela VÖ: 21.08.09
 SILENT MEMORIAL Cosmic Handball Limb Music 66:08
Silent Memorial ist eine schweizer Prog Metal-Band, die schon seit Mitte der 1990er Jahre aktiv ist. Im Jahre 1998 wurde ihr Debütalbum
Cosmic Handball in Asien veröffentlicht von Toshiba-EMI. Jetzt nach der Veröffentlichung von Retrospective fragten die Fans immer öfter
nach Cosmic Handball und so haben sich die Band und Limb Music entschieden das Album wieder auf den Markt zu bringen. Als die Band
das Album aufnahm, hatte man kein grosses Budget und so nahm man das Album im Proberaum auf. Jetzt hat man die alten Aufnahmen
genommen, digitalisiert und den Sound überarbeitet. Silent Memorial konnten damals Thomas Vikström überzeugen, sie bei dem Album zu
unterstützen und ich denke, das hat den Verkäufen in Asien nicht geschadet... Mit dem Instrumental Mysteries Of Space leiten sie das Album
Cosmic Handball ein, der überleitet zu O'Meditation. Mit einem ungewöhnlichen Drumbeat in Verbindung mit Art Rock-Elementen beginnt
der Song, dann nimmt man Tempo auf und der Song entwickelt sich zu einem harten progressiven Metal-Track. Sie haben ja genug Zeit um
Spannung aufzubauen, den der Song ist mehr als 9 Minuten lang. Thomas Vikström's Gesang könnte etwas weiter im Vordergrund stehen,
denn teilweise verliert er sich fast in der Musik. Über die Qualitäten von Vikström braucht man wohl kein Wort mehr zu verlieren, er ist ein
herausragender Sänger - und mit einem anderen Mix käme er besser zur Geltung. O'Meditation kombiniert quasi Prog Metal mit der
Eingängigkeit vom skandinavischen Melodic Metal. Mit Carpet Diver starten sie in einen 3-teiligen Opus. Stakkato-Riffs stehen anfangs im
Fokus, dann setzt das Keyboard mit ein, durch das Keyboard erhält der Song teilweise seine Atmosphäre, während die Backing Vocals ein
wenig an Queen erinnern. Im Verlaufe des Songs wird's komplexer und das sollte Fans von Spock Beard gefallen. Der 2. Teil heisst Deserted
Land, ein melodischer Part leitet den 9-Minüter ein. Durch einen Spoken Words-Part verändert sich die Atmosphäre des Songs, man kehrt
aber zum Hauptthema zurück. Falling Apart bildet dann den Abschluss und für einen Moment erinnert mich das Keyboard an Asia... Lovely
Galaxy ist ein langsamer, balladesker Track mit einer Melodie, die verzaubert. Hier zeigen sich die Herren weniger progressive. Cosmic
Tornado bringt die komplexen Strukturen und progressiven Passagen zurück. Eine musikalische Reise zwischen progressiven Parts und
melodischen Passagen. Der letzte Track heisst Black Hole (Exit) und ist ein über 13-minütiger Track, ein flotter Prog Metal-Song. Mit
Drehungen und Wendungen schaffen sie es die Spannung zu halten und finden hier die richtige Balance zwischen Progressivität und Melodie!
Thomas Vikström hat hier wieder einmal einen fantastischen Job abgeliefert, auch wenn er wegen der Produktion nicht so ganz glänzen kann.
Die Song bewegen sich im Bereich des melodiösen Prog Metals und warten teilweise mit bombastischen Elementen auf. Stellenweise zeigt
man das technische Können, was den Songs nicht immer gut tut. Andererseits können sie mit tollen Melodien aufwarten. Ein solides Album,
das aber mit heutigen Produktionen nicht mithalten kann. Allerdings hat das Album ja auch schon mehr als ein Jahrzehnt auf dem Buckel. Fans
von Silent Memorial werden die Veröffentlichung zu schätzen wissen und auch Fans von Thomas Vikström sollten mal reinhören. Track list:
01. Mysteries Of Space 1:15, 02. O'Meditation 9:01, 03. I. Carpet Diver 7:02, 04. II. Deserted Land 8:48, 05. III. Falling Apart 2:54, 06.
Fantasy Suit 7:07, 07. Lovely Galaxy 5:24, 08. Cosmic Tornado 11:25, 09. Black Hole (Exit) 13:14 http://www.myspace.com/silentmemorial 7/10 Punkte
Claudia Ehrhardt VÖ: 14.8.2009
 SANCTION X The Last Day Metal Heaven/Soulfood
50:09 Mit Sanction-X macht sich eine weitere deutsche Band auf, die Melodic Metal-Szene zu bereichern. Gitarrist Robby Böbel - der das Album
auch produziert hat - kenne Hard Rock-Fans von Frontline und Evidence One. Bei The Last Day geht man etwas härter zur Sache und die
Tracks haben auch einen leichten progressiven Einschlag. Sänger Ebby Paduch hat eine kräftige Stimme, die mich ein wenig an Evergrey's
Tom S. Englund erinnert... Aber auch etwas von Jorn Lande hat, wer sich diese Kombination vorstellen kann, der hat schon eine gute Idee,
wie Ebby Paduch klingt. Der Opener heisst The Calling und zeigt Sanction-X mit einem schweren Groove, krachenden Riffs und einer
eingängigen Melodie. Mit When Fire Will Touch The Night gibt es einen Mid-Tempo Rocker, der eingängiger ist als der erste Track. Ein
spaciges Keyboard leitet Demon's Dance ein, das von einem flotten Schlagzeug-Beat voran getrieben wird. Die Gitarre könnte etwas weiter
im Vordergrund stehen... Die meisten Songs liegen im Mid-Tempo-Bereich und klingen dadurch etwas zu ähnlich. Etwas mehr Abwechslung
wäre nicht schlecht. Aber Songs wie Feelings Came To Me und Eternal Night sind gut gemacht und machen Laune. Für Hard Rock-Fans ist
die Scheibe evtl. etwas zu heavy, wer aber etwas härtere Songs mag und krachende Gitarren, der sollte Sanction-X an testen. Sänger Ebby
Paduch ist ein Gewinn für die Band und ich kann mir vorstellen, dass die Songs live noch besser klingen... Aber beim nächsten Mal bitte etwas mehr Abwechslung und Tempi-Wechsel. Track list:
The Calling, When Fire Will Touch The Night, Demon's Dance, Eyes Of A Stranger, Alone Again, Feelings Came To Me, Reason Why We Were Born, The Eyes, The Last Day, Eternal Flight, Fly Away www.sanction-x.com 8/10 Punkte Claudia Ehrhardt VÖ: 26.06.09
 SHORTINO Chasing My Dream Metal Heaven/Soulfood 46:28
Sänger Paul Shortino kennt man von Rough Cutt und als Nachfolger von Kevin DuBrow bei Quiet Riot. Er hat auch einige Solo-Scheiben
veröffentlicht, aber in der letzten Zeit war es etwas still um ihn geworden. Jetzt gibt es ein neues Album mit Namen Chasing My Dream.
Sänger und Gitarrist Michael Voss (Casanova, Silver) hat nicht nur das Album produziert, sondern auch die Gitarren eingespielt. Mr. Shortino
beginnt mit Remember You. Erst ein kurzer akustischer Part mit emotionalem Gesang, aber dann wird der Song zu seinem kraftvollem
balladenhaften Rocker. Der Song ist zwar kein Ohrwurm, kann einen aber berühren. Rockiger wird es bei To The Cross, aber der Song
erreicht mich nicht... Mit dem akustischen Intro Prelude Missing leiten sie dann Missing ein, ein weiterer balladesker Song. Man kann die
Traurigkeit spüren, aber mir ist der Song ein wenig zu bombastisch - ist aber wieder einmal Geschmacksache. Ziemlich hart und mit
krachenden Riffs zeigen sie sich bei Nocturnal, das mich ein wenig an Great White erinnert. Es ist aber die Melodie, die einen so schnell nicht
mehr los lässt. Es finden sich aber auch langsamere und balladenhafte Passagen. Die nächsten Songs sind auch etwas härter, aber auch immer
melodiös. Alone They Ride fällt aus dem Rahmen - und erinnert mich ein wenig an Tyketto's Last Sunset.... Der Track Chasing Your Dream
beginnt mit akustischer Gitarre, dann gibt man aber Gas und der Song wird zu einem Mid-Tempo Rocker. Great Dreamer hat seine
Momente, aber ist mir dann doch etwas zu seicht... Ein Highlight auf Chasing My Dream ist Take My Heart And Run, eine Rock-Ballade...
Oder doch schon eher AOR. So einen Song würde man wohl eher von Richard Marx oder Michael Bolton erwarten. Aber ein guter Song ist
ein guter Song! Promises geht in die gleiche Richtung, ist aber mit Piano. Leider gehen die Streicher ein wenig unter in den akustischen
Gitarren und Klavier. Mir gefällt Paul Shortino besser, wenn er etwas tiefer singt, aber da hat jeder seine eigenen Vorlieben!
Paul Shortino ist ein toller Sänger und einige Songs glänzen durch seinen emotionalen Gesang, aber momentan kommen relativ viele Hard
Rock-Alben heraus und da wird es schwer zu bestehen. Ein nettes Album mit tollen Vocals, aber ob es reicht, wird sich zeigen... Ich habe
meine Bedenken, wer aber Paul Shortino's Stimme mag, der sollte auf jeden Fall mal reinhören! Track list:
Remember You, To The Cross, Prelude Missing, Missing, Nocturnal, Side FX, Alone They Ride, Chasing Your Dream, Great Dreamer, Take My Heart And Run, Promises, Plan Of Attack (Bonus Track) http://www.paulshortino.com/ 6/10 Punkte Claudia Ehrhardt VÖ: 25.06.09
 JOE STUMP The Essential Shred Guitar Collection Magic Circle Music 70:22
Erwartet jetzt nicht ein virtuoses Album vom Shred-Lord Joe Stump. Auf seinem neuen Album „The Essential Shred Guitar Collection” zeigt
der Meister himself, dass er sich sehr gut mit Größen wie Malmsteen, Satriani oder Vai auf eine Stufe stellen kann. Mit einer Ausnahme, er
kreiert seinen eigenen Stil. Obwohl er seinen eigenen Stil auch bei HOLYHELL mit einbringt, zeigt er uns auf seinem Album was für ein
grandioses Talent in den verschiedensten musikalischen Richtungen er doch ist. Der erste Song, 'The Attack of the Killer Swans', auf dem
Album basiert auf Tchaikovsky's Schwanensee. Es handelt sich um einen richtigen Powermetalkracher. Bei ‘Je Taime’ wandelt er locker auf
einem Pfad und man kann sich seelenruhig zurücklegen. Akustisch geht es beim Stück 'Never Forgotten' zu. Dieses Stück hat er seinen
Großeltern gewidmet. Neben älteren Stücken befinden sich aber auch einige neue Songs (‘In For The Kill’ oder 'Paganini's Revenche') auf
dem Album. Als eine Hommage an Richie Blackmore kann man die Songs ‘RBNCSF No. II’ und ‘Hurricane X’ ansehen. Joe Stump bedient
sich nicht der Worte auf seinem Album, aber seine Gitarre spricht die richtige Sprache. Es handelt sich auch nicht um eine Selbstdarstellung,
denn das hat er wirklich nicht nötig. Er ist ein begnadeter Gitarrist und das beweist er eindrucksvoll mit diesem Album. Bleibt jetzt nur zu hoffen dass er bald mal wieder live in kleineren Clubs zu sehen ist.
Tracklist: 01. Attack Of The Killer Swans, 02. In For The Kill, 03. Paganinis Revenge, 04. Jetaime, 05. Night Of The Living Shred, 06. Never
Forgotten, 07. The Sorcerers Apprentice, 08. Demon's Eye, 09. R.B.N.C.S.F. No 2, 10. The Dark Gift, 11. Rapid Fire Rondo, 12. Hurricane X, 13. The Devil's Fiddler www.joestump.com
www.myspace.com/joestump 8/10 Punkte Gisela VÖ: Juni 2009 |
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