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Special

UNLIGHT
Sulphurblooded
Massacre Records
46.21 
 Auch mit ihrem 5. Album gehen die Süd-Deutschen UNLIGHT konsequent ihren Weg weiter der von Veröffentlichung zu Veröffentlichung stetig nach oben ging. Auch auf "Sulphurblooded" bleiben sie ihrer Richtung treu und setzen nach wie vor auf melodiösen aggressiven Black Metal der aufgewertet wird mit vielen Thrash Metal Einflüssen und einer Prise Death Metal. Auch vom Songwriting hat man sich wieder gesteigert und noch homogener die treibenden Rasiermesser scharfen Thrash-Riffs in das Black Metal Konzept intrigiert. Auch die Spannbreite von rasenden Geblaste und mäjestätisch anmutenden hymnischem Midtempo Brechern hat man gekonnt weiter entwickelt. Der Opener "Sulphurblooded" ist das beste Beispiel wie klasse schnelle Black Metal Blast Parts und peitschende Thrash Riffsalven zusammen harmonieren. Fast dasselbe trifft auch auf “Sound forth the trumpets", "Pale Rider - Pale Horse" und "By The Seventh Spell - A Blackthrash Blasphemy" zu. Aber bei aller Brutalität kommen auch die melodischen Elemente nicht zu kurz und da überzeugen UNLIGHT auf ganzer Linie. Gerade die filigrane Gitarrenarbeit die sehr an DISSECTION erinnert, ist es die den Songs eine besondere eingängige Note geben und eine Menge an Abwechslung bieten. Bei ihren Blast Attacken kommen einem MARDUK in den Sinn und bei den hymnischen Midtempo Walzen "Dead All Things Will Be (Part I)" und "Dead All Things Will Be (Part II)standen wohl DARK FUNERAL Pate und auch bei ihren beiden ultraschnellen deutschen Liedern "Invictus" und "Deine Waffen zu meinen Füßen" schießt einem sofort der Name BELPHEGOR durchs Gehirn. Das alles ist auch in einem sehr druckvollen und transparenten Sound verpackt der eigentlich keine Wünsche offen lässt. Außer man mag Black Metal nur mit einer schrottigen Produktion. UNLIGHT setzen da auf gehobene Qualität und das zahlt sich sehr aus. An allen Fronten hat sich das Trio gesteigert, am Sound, am noch besseren Songwriting und somit können sie das Vorgänger Album "Death Consecrates With Blood" toppen. Und auch dieses Album war schon verdammt stark ausgefallen. Damit dürften UNLIGHT mit "Sulphurblooded" locker in die erste Liga der deutschen Black Metal Bands aufsteigen, verdient haben sie es auf alle Fälle mit dieser sehr, sehr starken Scheibe.
Tracklist:
1. Sulphurblooded, 2. Dead All Thing Will Be (Part I), 3. Sic Transit Gloria Mundi, 4. Pale Rider - Pale Horse, 5. Become An Opponent, 6. Sound Forth The Trumpet...That Shall Never Call Retreat, 7. Invictus, 8. Dead All Thing Will Be (Part II), 9. By The Seventh Spell - A Blackthrash Symphony, 10. Deine Waffen zu meinen Füßen 
www.unlight.org
8,5/10 Punkte
Carsten
VÖ: 24.10.2010

VIRGIN STEELE
The Black Light Bacchanalia
Steamhammer (SPV)
76:23
Lange hat es ja gedauert bis wir ein neues Album von VIRGIN STEELE in den Händen halten. Nach vier Jahren Abstinenz können wir endlich wieder in Hymnen, Epen und mythologischen Storys schwelgen. Die Zeichen bei VIRGIN STEELE stehen auf Sturm, denn mit „The Black Light Baccanalia“ ist ihnen mal wieder ein kleines Meisterwerk geglückt, treibend und ehrlich. Mit diesem Album stellen sie so manche Tru-Metal Band in den Schatten. Nach nunmehr 30 Jahren im Business schafft es Mastermind David DeFeis immer noch mit Alben zu kreieren, die zeitlos sind. Nach Konzeptalben wie "The Marriage Of Heaven And Hell Part I+II" und "The House Of Atreus Act I+II", ist „The Black Light Baccanalia“ die Weiterführung des Konzeptes von “Visions Of Eden”. Richtig krachend geht es mit "By The Hammer Of Zeus (And The Wrecking Ball Of Fire)" los, denn er geht ins Ohr und man möchte sofort mitsingen. Tolles Stück, welches einem den Einstieg erleichtert. Etwas ruhiger wird es dann bei "Pagan Heart". Aber nur vorübergehend, denn schon mit "The Bread Of Wickedness" nimmt das Album wieder Fahrt auf. Bei diesem Song brilliert vor allem der hymnische Refrain, der total überzeugt. Die 11 Songs bestechen alle zum einen durch filigrane Pianopassagen, monströse Kompositionen und eine tolle Umsetzung des Konzeptes.  Vor allem die Vielfältigkeit der Songs weiß zu überzeugen. Einen dicken Pluspunkt bekommt „The Black Light Baccanalia“ auch noch für die Spielzeit von fast 77 Minuten. Aber das ist ja eigentlich ganz normal bei Alben von VIRGIN STEELE, denn selbst Maxi-CD´s hatten immer eine Länge von 35 Minuten. Value for money! "The Black Light Bacchanalia" ist alles in allem ein treibendes, unterhaltendes, relativ langes Album, das Klavierklänge mit Doublebass-Attacken und teils bratenden Riffs perfekt vereint. Auch David DeFeis Stimme klingt dieses Mal sehr wandlungsfähig, was mich teilweise sehr überrascht hat. Tolles Album von einer der unterbewertesten Bands im Genre.
Tracklist
1. By The Hammer Of Zeus (And The Wrecking Ball Of Thor), 2. Pagan Heart, 3. The Bread Of Wickedness, 4. In A Dream Of Fire, 5. Nepenthe (I Live Tomorrow), 6. The Orpheus Taboo, 7. To Crown Them With Halos Part 1 & 2, 8. The Black Light Bacchanalia (The Age That Is To Come), 9. The Torture`s Of The Damned, 10. Necropolis (He Answers Them With Death), 11. Eternal Regret
www.virgin-steele.com
9,5/10 Punkte
Gisela
VÖ: 22.10.10

V.E.G.A.
Alienforest-A Sick Mind¥s Hologram
Debemur Morti Production
74.10
Hinter V.E.G.A. soll sich eine italienische Kult- Gruppe verbergen die ein Album neu veröffentlicht haben, das um die Jahrtausend-Wende entstanden ist, aufgepeppt mit neuen Songs und Bonustrack. Dass der Gruppe der Stempel "Kult" aufgedrückt worden ist, kann man angesichts der abgedrehten und kranken Mucke die dieses Trio spielt mehr als verstehen. Ohne Zweifel ist der Sound von V.E.G.A  von durchgeknallten Gehirnen entstanden. Ein nur wirklich kleiner Kreis an Fans dürfte mit diesem Werk was anfangen können. Das Grundgerüst ist grimmiger Black Metal, mal rasend schnell, mal hymnisch stampfend und mit melodischen Passagen ausgebaut. Dazu mixen die Italiener elektronischen Ambient Sound, irre abgefahrene Industrial und Noise Parts und packen noch psychedelische Sound-Experimente drauf. Wer jetzt schon den Faden verloren hat der muss sich das ganze mal am Stück anhören. Die Songs sind geprägt von Chaos, Krach und absolutem Wahnsinn, dazu gesellt sich auch noch eine dunkle morbide Atmosphäre. Das 75-minütige Monstrum bzw. die 15 Songs komplett am Stück durchzuhören, wird echt manchmal zu einem  Nervenkrieg. Da muss man schon viel Geduld mitbringen und dazu sollte man schon ein echter Freak sein (das ist nicht böse gemeint). Dieses Album ist nur für hartgesottene Musik-Liebhaber die einen kranken, abgedrehten und wahnsinnigen Geschmack haben. Black Metal Fans die experimentellen Sound mögen sollten sich für V.E.G.A interessieren, alle anderen werden sich an diesem Album die Zähne ausbeißen.
Tracklist:
01. Wilkommen, 02. Cocaine, 03. Kill Me, 04. Neongraphite, 05. Insex Infect, 06. The Gentle Rain, 07. Plastiktaschen, 08. Fish, Smoke & Satan, 09. Absence, 10. Ocean Woods, 11. Fleisch, 12. Pulse Blood Pulse, 13. Marianne, 14. Vacuum Era Gelid Atmosphere, 15. Alienforest (Bonus)
www.myspace.com/vacuumera
6/10 Punkte
Carsten
VÖ: 29.11.08

VOYAGER
I Am The ReVolution
Dockyard 2
54:34
Die australische Band VOYAGER präsentiert ihr drittes Album mit dem Namen „I Am The ReVolution“. Viele sagen, dass die Band eine Incarnation der legendären 80iger Band A-HA ist, dies aber in einer Metal-Form. Wenn ihr euch den Opener „Land of Lies” anhört werdet ihr verstehen warum ich gerade diese Erklärung abgegeben habe. Teilweise klingt Daniel Estrin ein bisschen wie Morten Harket, aber es wurden auch Elemente von Melodic Deathmetal in die Songs mit eingewoben. Mit „Common Ground” bieten sie eine synthy-basierte Melodie, irgendwo zwischen Synthy-Pop und Gothicmetal. Aber sie zeigen auch, dass progressive Elemente, besonders bei „Lost” ihren Platz gefunden haben. Wenn „The Devil in Me“ dunkler wäre und mit mehr Melancholie angereichert wäre, dann könnte er fast wie HIM klingen. Schnell und heavy ist „Straight to the Other Side”, aber wieder geben die Vocals ihm eine ganz andere Atmosphäre.
Der Gesang auf „In My Arms“ lassen den Song ganz A-Ha-ish erklingen und wenn es diese Metalriffs nicht geben würde, würde es Anhänger des norwegischen Bandes leicht überzeugen. Einer meiner Favoriten ist „On the Run From the World” den er ist heavy und ein melodischer Ohrwurm. „I am the ReVolution“ startet mit Keyboards und Gesang. Dann folgen heavy Riffs und genau diese verleihen dem Song die volle Kraft. Der progressive Metalsong brilliert durch den stark differenzierten Gesang, der von melodisch bis flüsternd reicht. VOYAGER präsentiert eine einzigartige Mischung der Musik, sie haben keine Angst, einige Pop-Elemente oder harte Vokale hinzuzufügen. Sie akzeptieren keine Einschränkung und ich denke, dass sie Leute überzeugen können, die keine Metalfans sind, wenn sie die Chance dazu bekommen... Für Metalheads, die nach reinem Metal suchen, ist das nicht die richtige Wahl, aber trotzdem sollte man die Scheibe antesten. VOYAGER lädt euch ein, sich ihrer Musikrevolution anzuschließen!
Track list:
Land of Lies, Common Ground, Lost, The Devil in Me, Close Your Eyes, Total Existence Failure, Straight to the Other Side, In My Arms, Times Like These, On the Run From the World, Without a Sigh, I am the ReVolution
www.voyager-australia.com
www.myspace.com/voyageraustralia
8/10 Punkte
Claudia Ehrhardt
VÖ: 25.09.09

VOICES OF ROCK
High & Mighty
Metal Heaven/Soulfood
50:06
Das letzte Album von “The Voice Of Rock MMVII” war sehr erfolgreich und so beschlossen Chris Lausmann und Michael Voss ein neues Album in Angriff zu nehmen. Wieder einmal haben sie eine illustre Schar an Sänger für ihr Projekt gewinnen können. Der erste Song auf dem Album “Into The Light” wurde von Tony Martin gesungen. Der ehemalige Black Sabbath Sänger verleiht dem melodischen Rock-Song, der mit heavy Riffs versehen wurde, mit seiner Stimme den sogenannten Ohrwurmcharakter. Bei Sänger Bert Heerink klingen nicht bei jedem die Glocken, aber er war die Stimme von Vandenberg. Er singt den Song „Shame On You“. Der Up-Temporocker wurde sehr gekonnt mit 80iger Jahre Keyboardklänge unterlegt, aber auch hier muss man nicht auf heavy Riffs verzichten. Als nächstes ist Joe Lynn Turner mit „Tonight“ zu hören. Dieser balladeske Song lässt wirklich die 80iger Jahre Revue passieren. „Rock me“ von Paul Shortino ist dagegen ein richtig heavy ausgelegter Rocker, der euch wieder ins Leben zurückruft. Doch nach kurzer Zeit wird es sehr akustisch und dadurch kommt die emotionale Stimme von Paul Shortino voll zur Geltung. Dieser Song wird jedenfalls zu einer richtigen Achterbahnfahrt der Sounds. Danach wird es wieder etwas langsamer, denn „Remeber Me“ gesungen von Rob Rock ist zwar nicht wirklich eine Ballade, aber ein wunderbarer Melodic-Song mit ebenfalls toller Gitarrenarbeit. Nach „Lay You Down“ mit Mitch Maloy ist es zeit für den ex-TNT Sänger Tony Mills. Die Stimme von Tony auf “In The Heart Of The Young” ist kaum wiederzuerkennen, aber er ist es wirklich. Der ehemalige Accept-Sänger David Reece singt auf dem heavy und sehr kraftvollen Rocker „Dirty Games“. Von ihm kommt zeitgleich auch ein Soloalbum auf den Markt. Heavier wird es wieder beim Song „Down The Drain”, der von Paul Sabu eingesungen wurde. Ich denke den nächsten Namen sagt euch nicht allzuviel, aber Torben Schmidt hatte schon mit der Band Skagarack beachtliche Erfolge. „Only 4 Ever“ ist ein klasse melodischer Rocksong geworden. Er geht nicht sofort in die Gehörgänge, aber bei mehrmaligem anhören sitz er tief im Ohr. Die limitierte Erstauflage der Scheibe beinhaltet noch den Bonustrack „Maniac“, der von Michael Voss eingesungen wurde. Wenn ihr melodischen Metal oder Hardrock mögt, oder Fan von einem oder mehreren Sängern auf der Scheibe seid, dann besorgt euch die Scheibe jetzt!
Track list:
01. Tony Martin - Into the Light, 02. Bert Heerink - Shame On You, 03. Joe Lynn Turner – Tonight, 04. Paul Shortino - Rock Me, 05. Rob Rock - Remember Me, 06. Mitch Malloy - Lay You Down To Rest, 07. Tony Mills - In The Heart Of The Young, 08. David Reece - Dirty Games, 09. Paul Sabu - Down The Drain, 10. Torben Schmidt - Only 4 Ever, 11. Michael Voss – Maniac * (* = bonus track, ltd. first edition, not on promo)
http://www.myspace.com/voicesofrock
9/10 Punkte
Claudia Ehrhardt
VÖ: 28.08.09

U.D.O.
Dominator
AFM Records/Soulfood
44:53
Udo Dirkschneider präsentiert uns sein zwölftes Studioalbum seit er die Band 1987 gestartet hat und wenn sich auch das Line-up geändert hat blieb die Band doch immer ihren Wurzeln treu. Ein dunkler symphonischer Teil ist die Einleitung zum ersten Rocker führt in den ersten Rocker „The Bogeyman“. Der Song ist mit scharfen Riffs versehen, während die Refrains sehr modern klingen. Das Ganze wurde mit einer Prise NDH versehen, guter Opener! Als nächstes folgt der Titeltrack, ein wenig schneller als der Opener und mit einem Refrain, der mich an Accept erinnert. Die Wahl für das erste Video fiel auf „Black And White“, den einige von euch schon kennen werden. Der Song verfügt über stampfende Beats und einer sehr guten Gitarrenarbeit, aber das ist ja bei Gitarristen wie Igor Gianola und Stefan Kaufmann kein Wunder, denn sie spielen eh auf einem hohen Niveau. Das schnelle „Infected“ wurde ja schon vorab als EP veröffentlicht. „Heavy Metal Heaven” legt mit Tribaldrums los. Daran schließen sich extreme heavy Melodien an, die sehr modern klingen. Der Refrain ist sehr Gamma Ray-ish und zeigt so eine andere Seite von U.D.O.! Wenn ihr glaubt das „Doom Ride“ ein langsamer Song ist, dann liegt ihr falsch. Es ist ein weiterer Mid-Tempo-Rocker. Bei „Stillness Of Time” wird alles langsamer, den der Song verfügt über balladeske Töne mit heavy Refrains. Der Song besitzt eine dunkle Atmosphäre, aber die Lead-Gitarren scheint die Finsternis zu durchbrechen. Danach überraschen U.D.O. bei “Devil's Rendezvous“ mit heavy angelegtem Rock´n Roll, der sehr tanzbar ist. Anders ist auch der A-Capella-Teil, der ein wenig an die Stray Cats erinnert, also eine Heavymetal-Version von den Stray Cats mit Udo´s typischer Stimme. Beim nächsten Song „Speed Demon” wird das Gaspedal ganz kräftig durchgetreten. Das Stück wird durch die Gitarrenarbeit angetrieben und der Gesang ist ein wenig wie „Fast As A Shark“. Das letzte Stück auf dem Album, „Whispers In The Dark“, beinhaltet sehr dunkle Fragmente und zeigt Herrn Dirkschneider emotional. Der Song entwickelt sich aber zum dunklen Rocker mit balladesken Zügen. Der Song klingt mit Klavier und akustischen Gitarren aus. Udo Dirkschneider und seine Mitstreiter bieten uns ein Album an, welches nicht nur die alten Trademarks innehat sondern auch eine neue eine dunklere Richtung aufzeigt. Das Quintett fügt einige neue Elemente zu ihrem Sound hinzu, ohne ihre Identität zu verlieren. Gut gemacht!
Track list:
The Bogeyman, Dominator, Black And White, Infected, Heavy Metal Heaven, Doom Ride, Stillness Of Time, Devil's Rendezvous, Speed Demon, Whispers In The Dark
www.udo-online.de
9/10 Punkte
Claudia Ehrhardt
VÖ: 21.08.09

A

B

C

D

E

F

G

H

I + J

K

L

M

N

O + P

Q + R

S

T

U + V

W-Z + Various