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Special

ZERAPHINE
Whiteout
BMG
49:53
In diesem Jahr feiern die Jungs von Zeraphine ihr 10jähriges Bestehen mit einer neuen Veröffentlichung. Lang mussten die Fans der Dark-Rock Formation warten, denn mit dem letzten Full-Length-Album „Still“ aus dem Jahr 2006 wurde es, mal abgesehen von diversen Liveauftritten, tatsächlich ein wenig ruhiger um die Band. Doch wer Sven Friedrich kennt der weiß auch, dass neben Zeraphine das Electro Projekt „Solar Fake“ eben soviel Energie verlangt und mittlerweile, zum zweiten Standbein des Frontmannes geworden ist. So folgte 2007 mit dem Best-Of Album „Years in Black“ erst einmal die letzte Veröffentlichung, der aus den Dreadful Shadows entstandenen Band. In der Vergangenheit bereiste man mit Zeraphine poetisch musikalische Klangwelten und wurde von dem dunkel rockigen Sound sowie von den teilweise elektronischen Kompositionen und Arrangements umgarnt. Songs, die lyrisch mal in Englischer, dann auch wieder in der Muttersprache zum Besten gegeben wurden. Denkt man zurück, so dürften einem unzählige Kreationen der Band einfallen, die sich im Gehör verewigten. Auf „Whiteout“ wird man vom verträumten instrumentalen Intro zum Song „Lieber allein“ geführt, von der qualitativen Produktionsführung hat die Band auch nach den Jahren die nun dazwischen liegen nichts verloren. Schnell bekommt man wieder die gewohnt rockige Breitseite geboten, zu dem sich die Stimme von Sven Friedrich, in diesem zweiten Song, erst einmal im leicht verzerrten Look präsentiert. Abwechslungsreich reihen sich die nachfolgenden Songs aneinander, stimmungsvolle Melodien, schweifen im Zusammenspiel mit den druckvollen Gitarren, kaum von dem beschrittenen Weg ab und der ist klar vorprogrammiert. Musik die als Neurotransmitter fungiert um den Hörer zu fesseln. Einen ganz besonderen Charme verbreiten dabei die Midtempo-Nummern „I Will Be There“,“ Louisa”,“ Rain Falls“ sowie „Remaining Desires“ die allesamt durch ihre gefühlvoll angesetzte Melodic zu begeistern wissen. Gleichwertig sorgen eingängige Refrains, für einen nicht absprechbaren Wiedererkennungswert. Und auch die rockige Nummer „Out Of Sight“, die melodisch an die Briten von Placebo erinnern lässt, birgt einen harmonischen Griff, an dem der Hörer sich klammern kann. Als charakterlichen Favoriten würde ich das balladeske Stück „Tomorrows Morning“ handeln, hier taucht man begleitet von seichten Piano und Violinen Klängen in eine traurig klingende Stimmung ein. Mit „Witheout“ knüpfen Zeraphine mühelos ans 2006er Werk „Still“ an und halten an ihrem jahrelang gereiften Stil treugemäß fest. Fazit: Welcome back, Zeraphine! Das Warten hat sich durchaus gelohnt, beheimatet der neue Silberling doch wieder zahlreiche Nummern mit deutlichem Hitpotenzial und bietet eine Gesamtspielzeit von rund 50 min.
Tracklist:
01.Erwachen, 02.Lieber allein, 03.I Will Be There, 04.Out Of Sight, 05.Tomorrows Morning, 06.Louisa, 07.Rain Falls, 08.Waiting For The Day To End, 09.Du fragst nicht mehr, 10.The Stream, 11.Remaining Desires
http://www.zeraphine.de
Andre[A.S]
9/10 Punkte
VÖ: 11.06.2010

ROB ZOMBIE
Hellbilly Deluxe 2
Roadrunner Records
45.53
Als Rob Zombie 1998 sein Debüt Album Hellbilly Deluxe nach dem Split von White Zombie rausbrachte schlug das Album ein wie eine kleine Bombe. In Amerika wurde das Album mit Platin ausgezeichnet und auch hier wurde das Album abgefeiert. Die Tanzflächen der alternativen Zappeltempel waren proppenvoll von Fans die zu Groove-Hits wie "Superbeast" und "Dragula" die Körper verbogen. Nun, 2010, will der Horror-Regisseur an seine alten Erfolge anknüpfen und schraubt die Erwartungen mit dem Titel "Hellbilly Deluxe 2" sehr in die Höhe. Große Veränderungen gibt es bei dem guten Rob musikalisch nicht zu verzeichnen. Seinen einzigartigen Mix aus Schock Hard Rock, Industrial, Southern und Blues kombiniert mit viel Groove und Film-Samples hat er beibehalten. Damit ist er sich selber treu geblieben und fährt auf derselben Linie wie Hellbilly Deluxe1, nur das die Gitarren jetzt etwas heavier herüberkommen. Leider hat der Mann zum großen Teil vergessen wie man Songs schreibt die auch im Kopf und in den Beinen hängen bleiben. Lediglich "Sick Bubblegum und die Singel "What?" knüpfen an seine Glanzzeit an, auch der Alice Copper beeinflusste Opener
"Jesus Frankenstein" weiß noch zu überzeugen aber dann bekommt man eine Menge Material präsentiert das nicht übers Mittelmaß heraus kommt. Der letzte Song "The Man How Laughs" lässt auch noch aufhorchen und fängt sehr interessant an und ist mit Streich-Instrumenten unterlegt. Doch im weiteren Verlauf geht der Song in ein langes Drum-Solo über und damit wird alles zerstört. Drum-Solos gehören in einen Live-Set aber auf CD ist das alles nur langweilig. Echt schade der Song konnte echt überzeugen und somit ist mein Fazit das ich mir doch lieber seine Filme anschaue. Leider ist Hillbilly Deluxe 2 nicht das geworden was der Titel verspricht und meistens ist es bei Filmen ja auch so das der 2. Teil nicht an das Original heran reicht.
Tracklist:
01. Jesus Frankenstein, 02. Sick Bubblegum, 03. What?, 04. Mars Needs Women, 05. Werewolf, Baby!, 06. Virgin Witch, 07. Death and Destiny Inside The Dream Factory, 08. Burn, 09. Cease to Exist, 10. Werewolf Women of the SS, 11. The Man Who Laughs
http://www.robzombie.com
http://www.myspace.com/robzombie
5,5 Punkte
Carsten
VÖ: 29.01.2010

V.A. - SPV 25 & ALIVE
The Finest In Hard Rock And Metal
Steamhammer/SPV
CD 1: 53:24 – CD 2: 48:45
Das fast hinter uns liegende Jahr 2009 war sehr schicksalsträchtig und turbulent für die renommierte Plattenfirma und Vertrieb. Nach einem Deal mit Sony kann man aber wieder optimistischer in die Zukunft schauen.  Zu ihrem 25. Geburtstag schenkt SPV den Fans eine Doppel-CD Compilation welche zum Aktionspreis unter dem Motto „Ich zahl nicht mehr!“ veröffentlicht wird. Der Titel 25 & ALIVE - The Finest In Hard Rock And Metal“ verspricht einiges und wenn man sich die Tracklist anschaut, dann wird dies auch gehalten. Auf der ersten CD findet man fast alles Veröffentlichungen aus dem Hause Steamhammer und diese lassen keine Wünsche offen. Die Metalbands auf dieser CD reichen von ACCEPT und KREATOR über MOONSPELL und SODOM bis DESTRUCTION und EVERGREY. Mit ENGRAINED wird sogar eine neue Band vorgestellt die mit ihrem unveröffentlichten Song „Sweet Vampire Girl“ ihre Künste unter Beweis stellt. Der punkige Rock´n Roll klingt frisch und vor allem interessant. Die CD beinhaltet auch 2 Livesongs von GAMMA RAY („I Want Out“) und SODOM („Ausgebombt“). Zusätzlich gibt es noch eine neue Aufnahme von SAXON´s „Princess Of The Night“. Auf der zweiten CD wird das Tempo ein wenig herunter geschraubt, denn hier wird exquisiter Hardrock zum Besten geboten. Auch auf dieser CD gibt es drei Livesongs (MSG „Armed And Ready“, DIO „Stand Up And Shout“ und ROSE TATTOO „Bad Boy For Love), die mit einem neu aufgenommenen Song von MOLLY HATCHET („Beatin..The Odds“) und einem sehr raren Song von STEELER („Chain Gang“) kombiniert wurden. Alles in allem gesehen eine tolle Sache, denn es macht Spaß den Songs auf den 2 CD´s mit einer Spielzeit von 102 Minuten zu lauschen und in Erinnerung zu schwelgen. Dass es dies noch zu einem tollen Preis gibt macht die Sache noch interessanter.
TRACKLIST:
CD1:
01. SAXON: Princess Of The Night (new recording), 02. ACCEPT: Fast As A Shark, 03. KREATOR: Warcurse, 04. GAMMA RAY: I Want Out  (live), 05. MOONSPELL: Scorpion Flower, 06. ICED EARTH: Devide Devour, 07. SODOM: Ausgebombt  (live), 08. FREEDOM CALL: Queen Of My World, 09. DEMONS & WIZARDS: Terror Train, 10. EVERGREY: Fear, 11. DESTRUCTION: Mad Butcher, 12. TIM RIPPER OWENS: The Cover Up, 13. ENGRAINED: Sweet Vampire Girl  (previously unreleased)
CD2:
01. SAXON: Live To Rock, 02. DORO: Burn It Up, 03. MSG: Armed And Ready  (live), 04. MAGNUM: Cry To Yourself, 05. AXEL RUDI PELL:  Rock The Nation (cover version), 06. DIO: Stand Up And Shout  (live), 07. MOLLY HATCHET:  Beatin..The Odds  (new recoding), 08. STEELER: Chain Gang, 09. UFO: Helldriver, 10. ROSE TATTOO: Bad Boy For Love  (live), 11. GLENN HUGHES: Highball Shooter, 12. NASHVILLE PUSSY: Speed Machine 
www.spv.de
Ohne Wertung
Gisela
VÖ: 30.10.09

WITHIN TEMPTATION
An Acoustic Night At The Theatre
Sony Music
53:58
Within Temptation haben ein neues Live-Album am Start und mancheiner wird fragen 'schon wieder?'... Nun, es ist ein Live-Album, aber es zeigt die Band doch anders. Im Herbst 2008 waren Within Temptation in ihrer Heimat in Theatern zu Gast. Und das Live-Album wurde während der Theater-Tour aufgenommen. Die Songs klingen weniger bombastisch, aber sehr lebendig und emotional. Die Songs sind reduziert und die unplugged Version der symphonischen Rocker zeigen die wahre Qualität der Songs. Bei einer 'normalen' Produktion können bombastische Klänge über Schwächen hinweg täuschen, aber unplugged zeigt sich die Klasse der Songs. Mit Black Symphony haben Within Temptation schon einmal eine andere Seite von sich gezeigt und in gewisserweise ist das die logische Weiterführung des eingeschlagenen Weges. An Acoustic Night At The Theatre haben die Songs zwar immer noch die symphonischen Elemente, aber das Keyboard wurde von einem Flügel ersetzt und zusätzlich hat man Violine und Chello auf die Bühne geholt. Sharon del Adel und ihre Mitstreiter haben aber nicht nur langsame, balladeske Songs ausgewählt, sondern auch einige Rocker, die man für die Theater-Tour komplett überarbeitet hat. Vielleicht war es etwas riskant in Theatern unplugged aufzutreten, aber sie haben die Herausforderung nicht nur angenommen, sondern auch gemeistert! Einer meiner Favoriten ist Frozen, das einfach bezaubernd ist - Gänsehaut garantiert! Sharon del Adel's Gesang ist expressiv und berührend. Ein weiteres Highlight ist Somewhere feat. Anneke van Giersbergen, auch wenn Anneke's und Keith Caputo's Stimmen von Band kamen, Somewhere ist ein grossartiger Song, der die beiden Sängerinnen im Duett zeigt. Aber auch das Duett mit Keith Caputo bei What Have You Done ist ein Höhepunkt der Show. Klar, es wäre toll gewesen, wenn man die beiden Gäste live-haftig dabei gehabt hätte... Bei What Have You Done liegt der Fokus auf dem Gesang und so bekommt der Song mehr Tiefe und Dramatik. Nach 11 Live-Songs gibt es noch mit Utopia einen Bonus-Track. Utopia ist ein neuer Song, der im Studio entstand und ist wieder ein Duett. Chris Jones ist dieses Mal Sharon del Adel's Duettpartner. Jones' Stimme passt perfekt zu Sharon's. Utopia ist ein symphonischer Rocker mit akustischen Gitarren. Ein kleiner Vorgeschmack auf die kommende Scheibe.
Within Temptation unplugged ist ein Erlebnis für sich und ich hoffe, das man sie in Zukunft auch mal unplugged sieht! Oder vielleicht einen Unplugged-Part in die regulären Shows einbaut. Fans von Within Temptation sollten diese Album nicht verpassen und jeder, der akustische Klänge / Unplugged-Musik mag, dem sollte diese CD gefallen. Mit diesem Album sollte es dem niederländischen Sechser gelingen neue Freunde zu gewinnen, die normalerweise nichts mit Symphonic Metal anfangen können!
Track list:
Towards The End, Stand My Ground, Caged, All I Need, Frozen, Somewhere (feat. Anneke van Giersbergen), The Cross, Pale, What Have You Done (feat. Keith Caputo), Memories, Forgiven, Utopia (feat. Chris Jones)
http://www.within-temptation.com/
9/10 Punkte
Claudia Ehrhardt
VÖ: 30.10.09

WILDESTARR
Arrival
Furnance Maximus Records
54:32
Der Gitarrist Dave Starr war schon in einige Bands vertreten die hier ein hohes Ansehen haben. So stand er schon in Diensten von LÄÄZ ROCKIT, CHASTAIN oder VICIOUS RUMORS. Nun gibt es endlich eine neue Band für ihn, WILDESTARR. Zusammen mit Sängerin London Wylde und Drummer Jim Hawthorne spielte er das nun vorliegende Album „Arrival“ ein. Vorab gesagt, Freunde des Powermetals werden ihre Freude an diesem Album haben. Das Album startet mit „Rose In The Dark“ welches von einem deutschsprachigem Intro eröffnet wird. Nach diesem Song exzellenten Metalsong wird das Tempo ein wenig rausgenommen, denn mit dem Titelsong gibt es einen Female Fronted Metalsong der teilweise im Midtempobereich angelegt ist. Ich muss gestehen, dass es mich langweilt weiblichen Gesang a la Nightwish anzuhören, aber hier es ist einfach nur genial. London rockt richtig und genau das macht Spaß. Durch Hinzunahme von bombastischem Sound wird einem schon nach 2 Songs klar, dass es sich bei WILDESTARR um eine Band mit viel Potential handelt. Einen leichten Düster-Touch besitzt der Song „Touching God“. Im Verlauf des Songs wird teilweise das Tempo angezogen, aber sonst bleibt er sehr ruhig und genau das passt zu diesem Song. Auch Sängerin London passt sich den Tempowechsel richtig gut an und somit ein sehr interessantes Stück. Mit „Rise“ tritt man dann aber wieder gewaltig auf das Gaspedal. Ein Powermetalsong der durch die coolen Gitarrenriffs, verbunden mit der sehr anpassungsfähigen Stimme, gute Kontraste setzt, denn diese wurde von lieblich süß bis wütend rockend sehr gut eingesetzt. Zu Beginn von „Down Of The Sun“ denkt man das es sich hier um eine Ballade handelt, aber das ist nicht so ganz richtig formuliert. An manchen Stellen kommt es zu kleinen Tempowechseln, die den Song in den Midtempobereich ansiedeln. Durch die sanften Tempowechsel klingt der Song sehr melancholisch und verursacht eine Achterbahn der Gefühle. Beim nächsten Song „In This World“ ist es endlich wieder Zeit das Tempo zu verschärfen. Interessante Riffs gepaart mit tollen Melodiebögen bilden das Grundgerüst bei diesem Song. Ein wenig Verspieltheit ist auch zu vermerken, aber trotz allem ein krachender Powermetalsong. Ein speedig angelegter Song ist „Generation Next“, der vor allem durch die Tempoverschärfung, die coolen Riffs und die Komplexität zu einem Highlight wird. Bei Nevermore“ wird aber dann direkt wieder der Fuß vom Gas genommen. Der Midtemposong avanciert im Verlauf seiner Spielzeit zu einem wahren Ohrwurm. Doomige Klänge empfangen uns bei „Voice In The Silence“. Der etwas schleppende Song weiß vor allem mit großartigen Melodien und rockigen Passagen zu begeistern. Ein Powermetalsong mit Ecken und Kanten, so wie es auch sein soll. Für mich bleibt jetzt nur noch zu sagen, tolles Album und alle die auf knackige Powermetalalben stehen können hier zugreifen oder aber in jedem Fall antesten.
www.myspace.com/wildestarr
Tracklist:
01. Rose In The Dark, 02. Arrival, 03. Touching God, 04. Rise, 05. Down Of The Sun, 06. In This World, 07. Generation Next, 08. Nevermore, 09. Voice In The Silence, 10. The Chain
8,5/10 Punkte
Gisela

YUPPIE CLUB
Pretty Insane
Finest Noise
30:33
YUPPIE CLUB existiert schon seit 1989 und begannen ihre Karriere unter dem Nehmen DULL mit Thrashmetal. Aber schon 1992 lösten sie sich wieder auf um wieder auf „normalem“ Wege Geld zu verdienen.  Nun gehen sie nach langer Pause wieder als YUPPIE CLUB neu an den Start. Nicht nur der Name hat sich geändert, sondern auch der musikalische Stil. Ihr neuer Sound wurde sehr vom Death Metal beeinflusst und gesangstechnisch ist alles ein wenig Grindcore- und hardcorelastig. Übertriebene Originalität sucht man vergebens auf der Scheibe, aber es ist ja auch nicht so leicht mit Neuerungen um die Ecke zu kommen. Für die Produktion war Andy Brings verantwortlich und liefert eine sehr gute Arbeit ab. Das Ganze klingt gradlinig und rough und kommt einem Live-Feeling sehr nahe.  Ich finde aber, dass eine Gesamtspielzeit von gut 30 Minuten ein bisschen zu wenig sind bei den heutigen CD-Preisen. Trotz allem sollten diejenigen unter euch, die auf die oben erwähnten Stilrichtungen stehen, in jedem Fall „Pretty Insane“ antesten und vielleicht schließt ihr das Album in euer Herz.
http://www.myspace.com/yuppieclub
5/10 Punkte
Gisela
VÖ: 24.07.09

OLIVER WEERS
Get Ready
Target Distributions
42:45
Ich habe mir wirklich den Kopf zerbrochen und ich recherchierte im Internet um herauszufinden, was Oliver Weers schon alles so gemacht hat, aber negative, denn keine bekannte Band war in seinem Background zu finden. Ich fand nur heraus, dass er Frontmann bei der dänischen band RIPE ist, die man aber auch nicht kennt. Die ersten Songs des Albums verblüfften mich dann doch ziemlich stark, denn die Stücke gehen sofort ins Ohr. Der Hardrock des Albums läßt schon ganz schön aufhorchen. Sehr faszinierend ist die Stimme von Oliver Weers, der mit den rauen Vocals Akzente setzt. „Get Ready“ ist für mich ein solides und vor allem ehrliches Album, bei dem Songs herausragen wie der Rocker "Even Giants Cry", die Ballade "Will You Be Mine", bei der sehr viel Gefühl angesagt ist und eine interessante Coverversion von Björks "Army Of Me". Für mich ist „Get Ready“ ein tolles Solodebut von einem Sänger, der sehr ambitioniert und talentiert ist. Alle Hardrocker unter euch sollten dieses Album wirklich antesten und auch sie werden sicher begeistert sein.
Tracklist:
01. Calling Out For You, 02. Hands High, 03. Even Giants Cry, 04. First Day Of Our Life, 05. Will You Be Mine, 06. Crawling Back To You, 07. Angel, 08. Army Of Me, 09. Pleasure Train, 10. Coming Home, 11. Get Ready
www.myspace.com/oliverweersband
7/10 Punkte
Gisela
VÖ: 29.05.09

WINTERBORN
Farewell To Saints
Massacre Records
54:43
Mit ihrem hoch gelobten Debutalbum vor knapp 3 Jahren ernteten WINTERBORN sehr viele gute Kritiken und konnten sich auch den Support-Slot für die DORO-Tour ergattern. Viel Zeit ist nun ins Land gegangen und ich war schon ziemlich gespannt auf das neue Album der Finnen. In der Zwischenzeit hat sich einiges bei WINTERBORN getan, denn sowohl auf Businessebene und auch im Line-up gab es Veränderungen. Herausgekommen ist ein abwechslungsreiches und melodisches Powermetal-Album, was sich vor allem auszeichnet durch eine straighte Gangart. Die Gitarren kommen sofort auf den Punkt und keiner der Musiker lebt seine Soloambitionen aus, denn sie stellen alles unter dem Banner Band. Vor allem aber glänzt Sänger Teemu Koskela in den Songs mit überdurchschnittlichem Gesang und drückt dem Album seinen ureigenen Stempel auf. Jetzt sind die Fans am Zuge und solche, die auf Powermetal der straighteren Art stehen sollten dieses Album in jedem Fall antesten. Mit gefühlvollen Balladen a la "Emptyness Inside" oder Abgehsongs wie "Seven Deadly Sins" wird wohl jeder seinen Favoriten finden.
www.winterborn.info
7/10 Punkte
Gisela
VÖ: 02.05.09

RICKY WARWICK
Belfast Confetti
Demolition Records
46:32
In den 90iger Jahren feierten THE ALMIGHTY Erfolge und leider war irgendwann mal Schluss, schade, denn sie haben mir immer mit ihrem rotzig-frechen Sound gefallen. Sänger Ricky Warwick wandert seit der Auflösung auf Solopfaden und der Sound seiner Songs hat im Grunde nicht mehr mit seiner Band zu tun. Auf seinem Album „Tattoos & Alibi“ rockte Ricky Warwick akustisch sehr dezent und auf dem Nachfolge-Werk "Love Many Trust Few" wurden die Songs wesentlich rockiger. Alles schien darauf Hinzudeuten das das nun vorliegende Album wieder in die härtere Ecke ausschlagen würde. Diese Fans muss ich leider enttäuschen, aber im Gegenzug muss ich sagen, „Belfast Confetti“ ist ein außergewöhnliches Album geworden. Ricky Warwick zeigt sich auf diesem Album von einer ganz neuen Seite, denn einige Stücke verbreiten Country-Flair, einige besitzen irisches Flair und weitere versprühen Melancholie pur. Alle Songs wissen zu gefallen und entwickeln sich im Laufe der Zeit zu regelrechten Ohrwürmern. Eine tolle Produktion vollendet ein Werk, das richtige Songwriterqualitäten besitzt. Mir gefällt dieses Album, bei dem man träumen und auch ein wenig über Dinge nachdenken kann, wofür man sich, in dieser hektischen Zeit, sonst zu wenig Zeit nimmt. Tolles Album!
www.rickywarwick.com
8/10 Punkte
Gisela
VÖ: 24.04.09

A

B

C

D

E

F

G

H

I + J

K

L

M

N

O + P

Q + R

S

T

U + V

W-Z + Various