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Special

ANNIHILATOR Oktober 2010 - Köln, Luxor

Große Freude, denn endlich nach langer Zeit konnte man ANNIHILATOR in unseren Clubs begrüßen. Dieses Konzert ist jedenfalls ein „Must Have“ denn wer sie schon mal live gesehen hat, weiß über die Qualitäten eines Auftritts von ihnen zu erzählen. Aber zuerst hieß es einen Parkplatz such, denn die Parkplatzsituation rund um das Kölner Luxor ist schlicht weg gesagt bescheiden. Nach 45 Minuten konnte ich dann endlich einen Parkplatz in der weiteren Umgebung ergattern. Damit stand dem Konzert von ANNIHILATOR nichts mehr im Wege.

 

Eigentlich sollte das Konzert um 21.00 Uhr anfangen, aber als ich kurz vor 21.00 Uhr den Club betrat, hatte die erste Band ADIMIRON aus Italien schon ihren Auftritt absolviert und SWORN AMONGST hatten auch schon fast die Hälfte ihres Sets gespielt. Pech hatten sie auch noch, denn mitten in ihrem Set setzten die Drums bei den Engländern aus. Ihre Songs des letzten Albums trafen aber den Nerv der Fans, denn im proppenvollen Luxor (ich mag den Laden einfach nicht) war mächtig Stimmung angesagt.

 

Nach einer kurzen Umbaupause stürmten dann endlich die 4 Kanadier auf die Bühne und sie wurden von den Fans begeistert empfangen. Als Opener wird direkt vom aktuellen Album „Annihilator“ das Stück „Ambush“ gespielt. Jeff Waters ist sofort von beginn der Show auf Tuchfühlung mit dem Publikum. Trotz seines grippalen Infekts zieht er die Show professionell durch und kommt auch für das Ein oder Andere Stück von der Bühne runter, um so, von Fans umringt, seine Solos zu spielen. Dadurch hatten natürlich auch einige Fans die Möglichkeit Bilder mit ihm zu machen. So etwas habe ich wirklich noch nie gesehen. Jeff Waters ist eben ein Vorbild an Bühnenpräsenz, Spielfreude und Nähe zum Publikum.

 

Er rennt rum, post für das Publikum, schneidet Grimassen oder motiviert das Publikum mit Gesten – er ist einfach der eindeutige Mittelpunkt auf der Bühne. Die Arbeitsaufteilung bei Dave Padden und Jeff Waters, was den Gesang angeht, ist auch sehr gut gewählt worden. Bei einigen Stücken aus den 90iger Jahren übernimmt Jeff den Gesang und trägt so zu noch mehr Abwechslung mit bei. Trotz allem ist aber Dave Padden der unumstrittene Leadsänger von ANNIHILATOR – erstens, weil er immerhin schon acht Jahre in der Band ist und zweitens, weil wohl auch das Publikum jedes Mal staunend feststellt, was für ein großartiger Sänger er ist.

 

Mit u.a. „Phoenix Rising“ wird auch noch ein Akustikset geboten, der ganz schön unter die Haut ging. Für diese Einlage konnte Drummer Carlos ein wenig pausieren und Waters, Padden und Bassist Campuzano nahmen auf Barhocker Platz. Bei dieser Einlage konnte man noch bewundern, welch guter Backgroundsänger Campuzano ist.
Nach über 100 Minuten Spielzeit und dem standesgemäßen Abschluss durch „Alison Hell“ heißt es dann aber schon wieder „Good Buy“ zu sagen, denn das war der krönende Abschluss eines Tollen Konzertes.

ANNIHILATOR haben einfach alles geboten, was man sich bei einem Metalkonzert wünscht. Jetzt hoffen wir, dass wir nicht wieder so lange darauf warten müssen, bis sie wieder zurück kommen und das in einem Club, wo auch jeder was sehen kann, denn dafür sind die Ticketpreise doch ein wenig zu hoch.

Story: Gisela

 

Setlist

Ambush 

Clown Parade

Plasma Zombies

King of The Kill

Betrayed

The Box

Hell Is a War

Ultra-Motion

Set The World on Fire

W.T.Y.D.

The Trend

The Fun Palace

Tricks and Traps

Acoustic Medley: Phoenix Rising/Sounds Good To Me

Bliss / Phantasmagoria

 

Zugaben:

Crystal Ann

21

Alison Hell