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Into Darkness Festival Tour 2009 – 09.10.09 Matrix Bochum (Geschrieben von Andre Stasius/Yvonne Stasius) Mit dem Herbst hält ja
bekanntermaßen die dunkle Jahreszeit Einzug, passend dazu kündigte sich die selbst ernannte dunkelste Tour Europas, mit einem verlockenden Billing an, um im wahrsten Sinne des Wortes, für eine Bomben Stimmung zu sorgen,
aber dazu später mehr. Auch wenn sich an diesem Tag das Wetter von seiner besten Seite zeigte und von aufkommender Dunkelheit noch nichts zu verspüren war, so sorgten die Temperaturen schon Mal für ein schattiges
Befinden, denn es fröstelte einen sehr. Nach einer recht kurzen Anfahrt erreichten wir gegen 18.00 Uhr die Matrix in Bochum und wunderten uns zugleich, weshalb eine größere Anzahl Polizisten, den Eingangsbereich zur
Matrix umlagerten. Da sich die Matrix direkt neben einem großen Supermarkt befindet, dachten wir na gut da wird wohl irgendwas passiert sein. Wir reihten uns also in die Schlange zum Einlass ein, denn „Doors Open“
sollte an diesem Tag um 18.30 Uhr sein, doch meistens kommt es anders, als man es erwartet.
Gegen 18.30 Uhr tat sich nämlich nichts, kein Einlass, kein vorankommen in einer nun immer länger werdenden
Schlange. Verdutzt beobachteten wir das Treiben vor dem Eingang zur Matrix, an dem sich nun eine Traube von Uniformierten versammelte und mit einem Spürhund ins Gebäude marschierte. Ratlosigkeit machte sich unter allen
Beteiligten breit, erst gegen 19.15 Uhr tauchte ein Mitarbeiter der Matrix vor den versammelten Besuchern auf und verkündete, das gegen die Matrix eine Bombendrohung vorliegt, und sich dadurch der Einlass verzögern
wird, da die Behörden derzeit die Räumlichkeiten mit einem Spürhund durchsuchen würden. Außerdem sollten alle Konzertbesucher ihre Personalausweise bereithalten, denn ohne diese würde es aus aktuellem Anlass, auch
keinen Einlass geben. Man starrte in verdutzte Gesichter, kurz bevor dann wild drauflos diskutiert wurde. Doch endlich, gegen 19.45 Uhr bewegte sich dann die Schlange Richtung Eingang, an dem schon mehrere Beamte parat
standen, um die Leute zusätzlich zu durchsuchen und die Ausweise zu kontrollieren.
Angekommen am Einlass, bekam man dann noch eine Verzehrkarte ausgehändigt und gelangte dann, über die herabführende Treppe, zu
den verschiedenen Diskotheken Abschnitten und der Konzerthalle, oder besser gesagt Konzerträumlichkeit, die nicht gerade viel Platz bot und gerade mal die geschätzte Breite, eines stillgelegten U-Bahn Schachtes aufwies.
Bedingt durch den Polizeieinsatz und der dadurch entstandenen Verzögerung, legte die erste Band dann auch gegen 21.10 Uhr los.
Dope Stars Inc. erklommen die Bühne, doch schnell bemerkte man, dass bedingt durch
den vorhergegangenen Einsatz, der Soundcheck leider ausfallen musste. Schon beim ersten Song taten einem die Ohren weh, sodass man sich mit Gehörschutz bewaffnen musste. 
Gerade mal 5. Songs, konnte die Industrial Synth-Rock Formation, um Mastermind Victor Love unter diversen Rückkoppelungen und
anderen Störgeräuschen, zum besten geben. Bei uns Hängenbleiben ist nur der Song „21st Century Slave“, der den recht kurzen Auftritt der Band an diesem Abend beendete.
Lacrimas Profundere planten da ein wenig anders, denn sie machten während der Umbauphase ihren Soundcheck, der dann nach
Beendigung, direkt in ihre Show mündete. Doch auch sie hatten weiterhin mit der Technik zu kämpfen, verkauften sich an diesem Abend
jedoch besser als zuvor noch auf dem diesjährigen Castle Rock Festival, bei dem uns die Band nicht so überzeugen konnte. 
An diesem Abend lieferten sie jedoch eine souveräne Performance ab und schafften es schon mal, die versammelte Meute ein wenig in
Stimmung zu versetzen. Auch der Sound wirkte nun angenehmer, wenn auch nicht gleich perfekt.
Nach dem Auftritt der Goth-Metaller, wurde wieder fleißig umgebaut, zu unserem Erstaunen tauschte man nun die Into Darkness Banner,
die links und rechts auf der Bühne platziert waren, gegen die Banner von Deathstars aus. Eigentlich hätten wir nun, an dieser Stelle des
Abends laut Tourplakat Diary of Dreams erwartet, aber auf die schwedischen Bleichgesichter mit dem extremen Sound, freuten wir uns
genau so sehr. Und unsere Erwartungen waren hoch, denn bereits im Vorfeld wurden sie schon als wahre Bühnengranaten tituliert. 
Deathstars überraschten schon mit ihrem Intro, kein Geringeres als Satyricon´s „K.I.N.G“ schallte aus den Boxen, zudem sich im
Hintergrund, die extravaganten Musiker auf die Bühne schlichen. Nun strömten noch mehr Nachtschwärmer in die kleine Halle, die vorher
ungefähr nur bis zur Hälfte gefüllt war. Lautstark wurden die Schweden von den Fans begrüßt, doch bereits nach dem dritten Song, nahmen
auch hier die technischen Probleme überhand, und die Band verließ, nicht gerade begeistert, für ca. 15 Minuten die Bühne, währenddessen wurde akribisch nach der Ursache für das Problem gesucht.
Nach dieser ungewollten Unterbrechung zogen Deathstars dann alle Register und sorgten mit Songs wie „Mark of the Gun“, “Blood Stains
Blondes“, “Blitzkrieg“ und vielen weiteren, für ein dunkles bebendes Soundgewitter. Zu guter letzt ließ Frontman Whiplasher die Fans
entscheiden, welchen Hit sie nun lieber hören wollten, die Wahl stand zwischen „Death Dies Hard“ und Cyanide“ und nach
Lautstärken-Abstimmung der Fans, die natürlich beide Songs gerne gehört hätten, wurde „Death Dies Hard“ zum Besten gegeben, womit
sie die Halle nochmals ordentlich gerockt haben. Auch wir waren begeistert und werden die Gelegenheit sicher nicht versäumen, um uns
Deathstars nochmal anzusehen. Allein die markante Stimme von Whiplasher, bleibt hängen und sorgt stellenweise für ein Gänsehautfeeling.
Nach diesem Auftritt dachten viele nicht mehr daran das Diary of Dreams überhaupt noch auftreten würden, denn plötzlich ging das Licht an
und auf der Bühne wurde alles abgebaut. Zudem wurden in der Halle die Becher eingesammelt und einige Fans strömten aus der ersten Reihe von der Bühne weg, in Richtung Disco.
Ein weiteres Mal an diesem Abend wurde wild diskutiert ob den nun der Polizeieinsatz, der ja das ganze Event verzögerte, dazu geführt hat,
dass eine Band an diesem Abend komplett gecancelt werden musste, aber einen Headliner einfach so fehlen lassen hmm..?. In der Tat war
auf dem ersten Blick nicht zu erkennen, ob da nun auf oder ab gebaut wird, doch nach einer ganzen Weile wurde mit dem Aufstellen der Keyboards klar, das da noch was kommt.
Nach einem längeren Neuaufbau der Bühne, wurde das Licht wieder gedimmt. Mitten im Nebel, welcher vom Scheinwerferlicht nun ehr
schaurig ausgeleuchtet wurde, zeichneten sich die Silhouetten von Diary of Dreams ab. Lautes Gejubel war zu vernehmen und vom ersten
Augenblick an zog die Band die Fans mit sich, in eine Welt aus düsteren und mystisch wirkenden Klängen. So verfolgte man jeden Schritt
der vier Musiker mit Spannung und durchlebte, an diesem Abend Songs wie „The Wedding“, “The Curse“, “Wahnsinn“ und viele weitere.
Aber auch „Menschfeind“ durfte natürlich nicht fehlen und wurde quasi als extra Bonbon ebenso gefeiert, wie die aktuelle 
Singleauskoppelung „King of Nowhere“ aus dem Werk (If), die übrigens noch am selben Tag veröffentlicht wurde. Auch die Lichteffekte
passten sich gekonnt an die Performance an und sorgten somit, für eine visuelle Untermalung einer Bühnenshow, die kaum schwärzer hätte
sein können. Der Sound wirkte hier besser abgemischt, nur hin und wieder gab es noch leichte Rückkoppelungen und Knackser zu hören, die aber nicht weiter auffielen. 
Die Fans wollten Diary of Dreams einfach nicht gehen lassen und so wurde an diesem Abend, auch gleich zwei Mal nach einer Zugabe
verlangt. Wir vermissten dabei Songs wie „Traumtänzer“, “Oblivion“ oder auch „Giftraum“, aber man kann ja nicht alles haben und vielleicht, haben wir beim nächsten Konzert von Diary of Dreams, ein bisschen mehr Glück.
Noch ganz benommen von dieser musikalischen Nachtwanderung, schlängelten sich gegen 0.30 Uhr diejenigen in Richtung
Ausgang, die an diesem Abend nicht in der Matrix verweilen wollten. Parallel zum Konzert fand, wie jeden 2. und 4. Freitag im
Monat, das EOD (The Empire), in den Katakomben der Szenediskothek statt, so das man gleich weiter zu passenden schwarzen Klängen, hätte abfeiern können. Unser Resümee vom Konzert, ein unglücklich verlaufender Start, mit
Schadensregulierung durch Deathstars und Diary of Dreams. Große Anerkennung für Dope Stars Inc. und Lacrimas
Profundere, die trotz der Soundprobleme und den entstandenen Zeitmangel, dennoch versucht haben, eine solide Show abzuliefern. |