Rock Hard Festival Pfingsten 2009- Amphitheater Gelsenkirchen Seitdem das legendäre Dynamo Open Air vor Hunde gegangen ist hat man
nun seit 7 Jahren die Gelegenheit nach Gelsenkirchen auszuweichen an Pfingsten um das gemütlichere und entspannende Rock Hard Festival mitzuerleben. Die Location im Amphitheater ist mit Abstand das schönste
Festivalgelände überhaupt in Deutschland und als Fan hat man überall tolle Sicht auf die Bühne und muss nicht weit laufen um an Essen, Trinken und Merch-Klamotten heran zukommen. Alles da alles nah, so kann
man es kurz beschreiben.
Das Wetter zeigte sich auch dieses Jahr von seiner schönen Seite und so stand einer ordentlichen Metal-Open Air Party nicht mehr viel im Wege. Außer das schleppen seiner Klamotten vom
Parkplatz zum gemütlichem Campingplatz mit kostenlosen Duschen und Spültoiletten, inklusive freundlichem Personal und zuvorkommenden Securitys! Dieses Jahr konnte sich die Crew vom Rock Hard auch den
Banner "Ausverkauft" auf ihre Fahne schreiben und das sagt ja schon einiges über die Qualität aus, die einem beim Rock Hard Festival erwartet. Obwohl mich diese Tatsache ein bisschen gewundert hat.
Die Band Auswahl 2009 war zwar, wie immer nicht schlecht, aber so spektakuläre Headliner wie 2008 mit IMMORTAL und ICED EARTH gab es dieses Jahr nicht. Nichts gegen
SAXON, CHILDREN OF BODOM und OPETH, aber die beiden erst genannten Bands haben schon in der Vergangenheit als Headliner fungiert und waren alte Bekannte in Gelsenkirchen. Aber das ist bei dieser
einzigartig guten Atmosphäre rund um das Amphitheater auch egal wer live auf der Bühne steht, gute Laune ist garantiert und das hat sich in den letzten sieben Jahren wohl deutlich rumgesprochen.
Götz
Kühnemund eröffnete am Freitag das Festival mit seiner obligatorischen Ansage und lobte auch gleich das zurzeit immer grösser werdende Thrash Revival. Worauf danach WITCHBURNER
mit OLd School Thrash den Fans ordentlich einheizten. 
Das war nichts für Feinfühlige, sondern es ging volle Kanne geradeaus in die Fresse. Stumpf, brutal und Riffs an Riffs, so fängt der Tag
schon mal gelungen an. Für den Anfang genau das richtige und die Meute vor der Bühne ging auch sofort richtig mit.
Die NWOBHM-Legende ANGEL WITCH
legte zwar nicht so viel Bewegung an den Tag wie der Opener aber die alten Kult-Songs wie"
Confused", "Gordon" und das lauthals gefeierte "Angel of Death" (nein nicht das von Slayer) brachten junggebliebene alte Fans und die neuere Generation an Headbanger ordentlich in Feierlaune. 
Viele waren einfach nur froh die Band mal live zu bestaunen und klinkten komplett aus als ihr bekanntester Song präsentiert wurde, die
unsterbliche Hymne "Angel Witch". Da hatten wirklich ein paar Leute feuchte Augen.
Viel Black Metal gab es dieses Jahr zwar leider nicht aber DESTRÖYER 666
schlossen da so ein klein wenig diese Lücke mit ihrem räudigen Black-Metal der immer nahe am Thrash orientiert ist. 
Völlig entfesselt droschen die Nieten behangenen Musiker ihren kompromisslosen Sound in das rund des Amphitheaters das jetzt um einige
Grad heißer wurde als es eh schon wahr. Soll noch einer sagen Black Metal funktioniert nicht bei Sonnenschein, DESTRÖYER 666
entfachten ein wahre Feuerwerk an Aggressionen und verließen die Bühne als gefeierte Helden.
Jetzt ging es runter mit der Geschwindigkeit und die satte Groove-Klatsche wurde aufgefahren von der Riff-Maschine
PRONG. Tommy Victor, mit neuem altem Bassisten, hatte eine Klassiker Setliste am Start und es folge ein Hit nach dem anderen aus ihren Glanzzeiten Mitte
der 90er Jahren. Mit "For Dear Life" folgte auch der Startschuss nach Maß und im Pit wurde pausenlos gebangt, gehüpft und gepogt! 
Zu den folgenden Granaten "Bed To Drifter", "Whose Fist Is This Anyway" und natürlich ihrem Mega Hit "Snap Your Fingers, Snap Your
Neck" gab es auch kein Halten mehr. Unter viel Applaus und Zugabenrufen machten PRONG mit einem breit grinsenden Tommy Victor
Platz für die nächste Band. Mein Lob gilt auch dem Drumm-Tier hinter der Schiessbude, der sei Arbeitsgerät regelrecht klein stampfte und so das Grundgrüst für die Groove-Party legte.
Mit US Power-Metal ging es in die nächste Runde. Für Fans dieser Spielart ging jetzt im wahrsten Sinne des Wortes die Sonne noch mal
auf. Denn die Jungs legten sich mächtig ins Zeug und präsentierten etliche Perlen ihres Schaffens. Es ging mit "Chain Of Command" los und
ging munter weiter mit Power-Hymnen wie "King At A Price", "Iron Eagle" oder "Licensed to Kill". 
Stimmlich zog Sänger Harry Conklin (The Tyrant) alle Regisseur seines Könnens und war sehr gut bei Stimme. Mir singt der Mann zwar
extrem zu hoch(!) so das es mir manchmal echt weh tat, aber was soll´s, den Leuten vor der Bühne hat es sichtlich gefallen. Nur auf den
Rängen sah man doch viele verdutzt aus der Wäsche schauen. Power-Metal ist halt nicht jedermanns Sache und meine schon gar nicht. Trotzdem können JAG PANZER diesen Auftritt als Erfolg verbuchen.
Funktioniert die schwere dunkle atmosphärische Mucke von OPETH bei Sonnenschein auf der Bühne? Ich kann mit ihrem Sound ja nicht
gerade viel Anfangen, außer ein paar Death Metallastige Passagen in ihren überlangen Songs, muss aber zugeben diese Band entfacht ihre
eigene Magie auf CD. Auch hier in Gelsenkirchen entwickelt sich der Gig zu einem Triumphzug sondergleichen. Ich hätte nicht gedacht das
so eine düstere progressive Mischung aus Death Metal, Doom, Gothic Randnotizen und eine Menge Pink Floyd so gut live funktioniert. 
Im Theater ist es proppenvoll und OPETH werden gefeiert als wären sie Superstars. Als auch die Dunkelheit hereinbricht kommt auch die
geile Light-Show richtig zur Geltung und an der großen Leinwand schaffen die morbiden Artworks und Bilder für zusätzliche Gänsehautstimmung. Mikael Akerfeldt verspricht sein bestes zu tun das OPETH
jeden im Publikum gut zu unterhalten. Muss der Mann garnicht machen, die Stimmung ist erstaunlich prächtig und ausgelassen.
Und ich dachte ich erlebe hier einen Trauermarsch, aber das lag ich Mega weit daneben. Das war echt die Überraschung des Tages, zumindest für mich. Der Rest ist einfach nur eintauchen in den Soundtrack von OPETH
und genießen! Auf alle Fälle ein würdiger Headliner an dem ersten Tag. Danach zogen die Fans mehr als zufrieden, Richtung Partyzelt oder auf den Campingplatz wo es noch so richtig ab ging bis zum
frühen Morgen. Wobei mir die Stimmung auf dem Campingplatz am besten gefällt. Das hat alles so seine eigene Magie, wie
ich finde! Aber egal ob Partyzelt, Fressmeile oder Campingplatz überall war die Stimmung auf dem Siedepunkt und man hörte überall positives Feedback über den ersten Tag. Da freut man sich ja schon auf den Samstag!!!
Samstag
Warum spielen gerade Bands die besonders mich interessieren dieses Jahr nur immer als erstes? Denke ich noch fluchend als ich noch total
verstrahlt zum kleinen Collosseum schlurfe. Noch tausend Volt auf dem Kessel und ein dicken Kopp. Aber auch so macht Death Metal der Marke EVOCATION
noch verdammt viel Spaß. Ich sehe noch Frank Albrecht irgendwas in Mikro nuscheln und los geht die
musikalische Dusche der Schweden. Die verarzten auch gleich die "Frühaufsteher" mit astreinem Old School Death! 
Musikalisch waren sie ja schon immer eine Bank und auch auf der Bühne sind sie nicht mehr so schüchtern wie noch vor ein paar Jahren.
Ganz im Gegenteil, Sänger Thomas ist ein richtig guter Frontmann geworden und von Zurückhaltung ist nichts mehr zu spüren. So schön möchte ich immer geweckt werden.
Bei GRAND MAGUS
wird es sogar richtig voll im gemütlichen Amphitheater, was mich doch sehr wundert zu so "früher" Zeit. Aber das
wird natürlich belohnt von der Band die geradezu aufdreht und uns schwere Riffs um die Ohren knallen mit einer Menge an Pathos. Doom Metal trifft auf Power Rock und das unterlegt mit einer Stimme die an Dio erinnert. 
Groove und Melodie passen perfekt zusammen und eine Headbang-Orgie der vielen Fans geht rum wie ein Flächenbrand. Ich bin zwar nicht der Kenner von GRAND MAGUS
aber einen Refrain in Deutsch zu singen (Eisen Willen) kommt mehr als gut an!
Bei AUDRY HORNE muss ich meine imaginären Scheuklappen gegenüber alternative Musik mal absetzen. Bock hatte ich auf sie nicht,
aber dass die es mal weit bringen, muss ich sogar zugeben. Ich kann mit ihrem Sound zwar gar nichts anfangen, darum klärte mich ein
Kollege auf, das sie viele Alice in Chains und Faith No More Einflüsse verbraten gemixt mit traditionellem Hardrock. Ok, so richtig Metal
war das nicht, aber den Leuten gefiel das was da von der Bühne kam. Und eine Menge an Melodien hatten die Norweger auch auf der
Pfanne die sich unweigerlich im Kopf fest setzten. Auch auf der Bühne ging ordentlich die Post ab sodass die Band mit vielen Zugabe Rufen die Bühne verließ.
Es kamen endlich HAIL OF BULLETS
und somit Balsam für meine Ohren. Letztes Jahr planierten schon Asphyx mit Front-Mann Matrin
van Drunen und Gitarrist Paul Bayens Gelsenkirchen platt und legten eine Mega Reunion der alten Death Metal Helden aufs Parkett. Und
2009 folgte nun in Form der neuen Band der 2. Teil der musikalischen Panzerwalze! Zwar liegen HAIL OF BULLETS und Asphxy musikalisch ganz nahe beieinander aber das ist mir herzlich egal. 
Es gab eine Death Metal Vollbedienung erster Klasse und HAIL OF BULLETS
droschen alles in Grund und Boden mit zähen Groove-Dampfwalzen und donnernden Up Tempo Songs. Ähnlich wie im Vorjahr waren Martin und seine Mannen die absolute Macht und
kaum einer im Publikum konnte die Rübe stillhalten. Auf der Bühne war auch ordentlich Bewegung das natürlich auch auf die Fans überging.
Und Martin konnte mit seinen symphytischen Deutschen Ansagen für zufriedene Gesichter sorgen. Momentan sind in Sachen Massivem-Death Metal Gebolze die Hollander ganz,ganz weit vorne. Saustarker Gig!!!
Musikalisch kann man ja über DRAGONFORCE streiten über ihren Hyberspeed-Frickel Power Metal, aber als Live-Band sind sie
einfach mitreißend! Ich mag ihren Sound eigentlich gar nicht aber was die Jungs aus ihren Instrumenten rausholen und was die auch an
Fersengeld geben auf der Bühne ist schon beeindruckend. Man konnte einfach nicht von der Bühne weggehen sondern konnte nur fasziniert auf die Action schauen. 
Und damit das alles noch spektakulärer aussah was die unter Strom stehenden Musiker machten, hatten sie einfach zwei Trampoline auf der
Bühne gestellt und hüpften meterhoch zu ihren kitschigen Lichtgeschwindigkeitssongs. Somit ging der Tagessieg in Sachen Performance und Spaß eindeutig an DRAGONFORCE!
Das alle Leute im Halbrund des Amphitheater auch so dachten zeigte sich damit das, glaub ich fast alle ca. 7000 Fans anwesend waren.
Auch der Tagessieg für den am längsten andauernden Moshpit ging an die Bay Area Thrash-Legende FORBIDDEN! Durchweg zu jedem Song setzten sich die Fans in Bewegung und zelebrierten eine Moshparty sondergleichen. 
Und FORBIDDEN
feuerten die Marschmusik dazu von ihren beiden Kult-Alben "Twisted Into From" und "Forbidden Evil" ins abgehende Rund. Egal was FORBIDDEN
ins Publikum haute (Forbidden Evil, R.I.P., Step By Step, March Into Fire, Off The Edge, Follow
Me oder Charlie Of Blood) es gab kein Halten mehr seitens der Fans und auch wie die Jahre zuvor Exodus, legten die "ollen"
Thrash-Veteranen einen denkwürdigen Auftritt aufs Parkett der so einigen neuen Thrash Bands Angst und Bange machen dürfte was die
älteren Herren noch so an Power auf der Pfanne haben.! Beide Daumen hoch für das Thrash Inferno des Tages!
Jon Oliva hatte Besserung versprochen, da er das letzte Mal in Gelsenkirchen doch voll wie eine Haubitze war und nicht wenige
Fans überhaupt nicht begeistert von dem Auftritt damals waren. Demonstrativ stand auch auf seinem neuen Flügel immer eine kleine Flasche
Wasser und auch optisch wirkte der massive Mann sehr nüchtern. Damit war auch der Grundstein gelegt für einen Gig der wohl in die Geschichte des Rock Hard Festivals eingehen wird! Zwei Songs gab er aus seiner
JON OLIVA`S PAIN Schaffensphase zum Besten und danach wurde es ein SAVATAGE Best Off Programm! 
Es stimmte einfach alles, Jon bestens bei Stimme und prima aufgelegt, eine arsch tighte agile Hintermannschaft und Songs die jeden Fan die
Freudentränen in die Augen trieb. Es folgte Pathos an Pathos und die Fans lagen sich Freude strahlend in den Armen zu Songs der Marke
"Off Rage And War", "Hounds", "Believe", "Sirens", "Jesus Saves" und Extase kam auf als die ersten Töne von "Gutter Ballet" erklungen,
sowie zum letzten Song "Hall of The Mountain King". Ja, man muss es sagen, selten soviele harte Metaller so rührselig gesehen wie bei diesen Auftritt.
Danach hatten es CHILDREN OF BODOM
schwer das zu toppen. Das konnten sie auch gar nicht mehr. Aber achtbar schlugen sie sich
doch. Musikalisch trennt die beiden Bands natürlich Welten aber die letzten Kräfte der meisten Fans wussten sie doch zu mobilisieren. 
Die Performance stimmte, ihr Keyboard geschwängerter Power-Trash ging eingängig ins Ohr und Band Kopf Alex verknotete sich oft die
Finger krumm zu den filigranen Solis in den Songs. Nach dem Gig wurde von vielen noch diskutiert ob COB überhaupt ein würdiger
Headliner gewesen waren. Denn die Meinungen der Fans ging sehr weit auseinander von super klasse bis total langweilig. Ich fand die Jungs
ganz gut und unterhaltsam aber ob das den Headliner-Status rechtfertigt sollen andere entscheiden.
Der zweite Tag mit vielen Höhepunkten klingt gemütlich bei uns vor dem Zelt und auch teilweise im Partyzelt aus. Mit der Gewissheit einiges an denkwürdigen gesehen zu haben.
Sonntag
Von der ersten Band
TRACEDOWN am letzten Tag (warum rast auf einem Festival nur so die Zeit an einem vorbei) bekomme ich nur die
letzen beiden Stücke mit. Ich kam verdammt schlecht aus meiner Koje und mit der Morgenwäsche klappte es auch nicht so toll. Alles
Weitere verschweige ich an dieser Stelle mal, denn es gibt interessanteres zu berichten. Die sehr junge Band TRACEDOWN spielen ihren
ersten Gig außerhalb ihrer Heimat Finnland und das merkt man ihnen auch ein klein wenig an. Etwas nervös wirken sie und etwas verloren
im fast leeren Theater. Aber das soll keine Kritik sein denn, wie gesagt ist diese Band noch sehr jung und steht am Anfang ihrer Karriere. Die werden schon ihren Weg gehen.
Die Griechen FIREWIND
konnten am frühen Nachmittag viele Power-Metal Fans begeistern die kitschige Keyboard-Klänge und 80er
Jahre Feeling zum wach werden benötigten. Auch wenn ich sie musikalisch schrecklich fand, an ihrer Live-Performance gibt es jedoch nichts zu meckern. 
Man muss auch mal den Ton abstellen können bei sich selbst und schon klappte es auch mit Power-Metal. Verdutzt schaute man allerdings
drein als einem der 80iger Jahre Pop-Hit "Maniac" um die Ohren gehauen wurde. Spontane Tanzeinlagen seitens der Fans waren die Folge, die aber sehr hölzern und hilflos daher kam.
Die Partylaune aller Anwesenden, im immer voller werdenden Amphitheater, fand seinen ersten Höhepunkt bei dem zweiten Auftriftt auf dem Rock Hard Festival der Schwedischen Rocker von BULLET
! AC/DC geladener Hardrock der aber so Energie geladen daherkam und mit viel (!!!) Herzblut gespielt wurde, war ein Garant für eine feucht fröhliche Party. 
Der Shouter brüllte wie Bon Scott und Udo Dirkschneider zusammen und der Groovige Rock seiner Hintermannschaft explodierte förmlich
auf der Bühne! Die Band hatte sichtlich Spaß und tobte wie wilde Kinder, posen und grinsten ohne Unterlass. Das ging natürlich auch auf
alle Fans über und wildes Headbanging war angesagt und auch wenn man sich das Treiben nur von den Rängen aus anschaute, man musste unweigerlich mit wippen und nicken. BULLE
T waren damit der erste Höhepunkt des heißen Nachmittags. Eine Band die verdammt viel Energie rüber brachte und vor allem Spaß machte.
Mit gute Laune Rock`n Roll mit Glam Einschlag ging es weiter. D:A:D
aus Dänemark sind in ihrer Heimat eigentlich Superstars und bei uns
"nur" noch immer eine Kult Band. Kult sind schon alleine die verschiedenen Bässe die der Bassist ständig wechselte, wobei der Bass in Raketenform am meisten ins Auge stach. 
Auch die Klamotten der leicht angegrauten Herren waren ein Hingucker! Ihre Show ließ auch keine Rock und Glam Pose aus und das
unterlegt mit einer heißen Pyro Show wo man Angst bekam das da einer abgefackelt wurde. Songs der Marke "Beautiful Together", "Rim
Or Hell", "Everthing Glows" und "Bad Craziness" wurden lautstark abgefeiert und unter viel Applaus wurde die Band entlassen.
Die wieder reformierten HEATHEN
konnten auch überzeugen und schlossen nahtlos an die Leistungen von FORBIDDEN an. Es gab ein Klassiker Hit-Programm erster Klasse. Auch bei HEATHEN
entfachte sofort der Circle-Pit vor der Bühne und die Fans gaben Fersengeld
zu Thrash Perlen wie "Mercy Is No Virtue", "Goblins Blade", "Hypnotize", "Opiate Of The Masses", "Open The Grave" und "Death By Hanging". 
Mit dem neuen Song "Dying Seasson" wurde auch eine kleine Kostprobe abgeliefert von dem bald erscheinenden neuen Album der auch
sehr zu überzeugen wusste. Sänger David White hatte die tobende Menge gut im Griff und begeisterte mit seiner variablen klaren Stimme. Da kann man nur sagen Punkt, Satz und Sieg für die Thrash Veteranen aus Amerika.
Die Blues Hardrock Helden UFO habe ich nicht gesehen weil ich andere Verpflichtungen hatte zu dem Zeitpunkt. Ich habe mir aber sagen lassen das die meisten Leute UFO
nicht so toll fanden , ja sogar von dem langweiligsten Gig auf dem gesamten Festival war die Rede. Und
auch die Enttäuschung war groß unter ihren Anhängern das sie ihren großen Hit "Doctor, Doctor" nicht gespielt haben.
Old School Thrash Metal Götter aus Amerika, der 3. Teil sollte den Reigen abschließen mit den Sympathie-Bolzen von SACRED REICH
. Es wurde mal wieder so RICHTIG voll im Amphitheater und Freude und Spannung lagen in der Luft. Auf dem Wacken 2007 hatten SACRED REICH
sich ja schon laut auf der Bühne zurück gemeldet und jeder hoffte dass dieser Gig auch ein Knaller werden
würde. Eins muss man vorweg sagen. Das die etwas "älteren Jungs" um Klops Phil Rind nicht rumtoben wie die jüngeren Bands sollte jedem
klar sein, aber das machten sie mit Ausstrahlung und natürlich Mega geilen zeitlosen Thrash Songs mehr als wett!!! 
Gleich bei ihrem ersten Song "Indepented" setzte sich der größte Circle-Pit des ganzen Wochenendes in Gang und bis zum letzten Song
"Death Squad/Surf Nicaragua" hörte auch die Mosh-Party nicht auf. Auch alle anderen Songs wie zum Beipiel "Love..Hate", "Sacred
Reich", "How´s The Blame" (der Party Kracher schlechthin), "Ignorance", "The American Way" sowie die klasse Cover Version von Black
Sabbath "War Pigs" ließen diesen Auftritt zu dem Höhepunkt werden wie ich es erwartet habe. Gerade wegen dieser Momente freue ich
mich immer wieder das Thrash Metal so ein großes Comeback der "älteren Garde" feiert. SACRED REICH waren sowas von Tight, der
Sound (wie bei fast allen Bands) mörderbrutal und geil das einem fast die Freudentränen übers Gesicht flossen und mehr kann ich auch dazu nicht sagen. Es war perfekt! Thrash Forever!!!
Nachdem die Gewinner des Karaoke Wettbewerbes ihren Auftritt hatten kam bei mir schon ein bisschen Wehmut auf das das Festival in seinen letzten Zügen lag. Aber SAXON
konnten einem noch einmal einen letzten Arschtritt verpassen. Biff und seine Mannschaft SAXON
legten eine Spielfreude an den Tag (Abend) dass es keinen Zweifel gab, das sie die Headliner an diesem letzten Tag waren. 
Versprochen hatten sie einen speziellen Klassiker Set, aber trotzdem spielten sie vier neue Songs, was auch gar nicht schlimm war, ganz im
Gegenteil, die neuen Songs funktionierten prima mit ihren alten Songs wie "Heavy Metal Thunder" (da muss man jawohl nichts zusagen),
"Strong Arm Of The Law"," Motorcycle Man", "The Eagle Has Landed" (mit Adler Lightschow), "Wheels Of Steel/Live To Rock", "Denim
And Leather", und als Rausschmeisser "Princess Of The Night" (Gänsehaut). Biff gab stimmlich und körperlich alles und Basser Nipps montierte sich durchs Headbanging förmlich die Rübe vom Kopf.

Der Sound war mal wieder extrem gut und die Stimmung im Publikum steigerte sich noch mal seinen Höhepunkt entgegen. Die Refrains
wurden lauthals mitgesungen von allen Fans auf den Rängen und vor der Bühne, sodass man immer wieder eine Gänsehaut bekam. Insgesamt gesehen war SAXON
ein klasse Abschluss und nach dem Konzert strömten mehr als zufriedene Fans aus dem Amphitheater zur letzten Party Nacht der Festivals.
Als Fazit kann man sagen, das das ROCK HARD Festival wie immer eine runde Sache war das jeden Zuschauer glücklich
gemacht hat. Es war immer eine super Stimmung unter den Leuten und man wurde von den Ordnern immer gut und freundlich
behandelt. Das man es mit dem Billing nicht immer allen recht machen kann ist klar. Aber man hat ja gesehen trotz der etwas
"schwächeren" Bandauswahl dieses Jahr man kann locker die Hütte ausverkaufen. Somit bleibt das Festival eines der
gemütlichsten und entspannensten Festivals in Deutschland und man kann sich nur auf nächstes Jahr freuen. Die Crew und die Macher haben sich damit selbst übertroffen und darauf kann das ROCK HARD TEAM stolz sein.
Am Rande miterlebt: Der Karaoke-Wettbeweb der auf der kleinen Bühne im Biergarten stattfand ist zu einer beliebten Nebenveranstaltung
geworden. Auch wenn ich nicht so richtig davon angetan bin habe ich mir ein Vorentscheid mal angeschaut, was ich sonst nie
gemacht habe. Die Begleit-Band war auch wie im letzten Jahr ROCKEN und die begannen mit einer Cover-Version von Rage
Against The Maschine die sie echt gut rüberbrachten bevor sich die ersten Mutigen an Songs von AC/DC, Iron Maiden, Dio
und Judas Priest wagten. Wobei ich die Leistung von allen recht gut und nett fand, aber am meisten hat mich doch die
Gesangleistung von den Leuten beeindruckt die sich Judas Priest Songs ausgesucht hatten (Painkiller). Die Gewinner hatten
dann die Gelegenheit vor SAXON auf der großen Bühne ihre Siegerlied noch mal zum Besten zu geben. Gewonnen haben
dieses Jahr Christian Meißner (AC/DC-Back in Black), Kathi Pfeifer (Judas Priest-Painkiller) und Stefan Berthling (Iron Maiden-Fear of The Dark). Story Carsten |