SALTATIO MORTIS, HONIGDIEB – 08.10.09, Köln, Live Music Hall Mittelalterrock war an diesem Donnerstag in Köln angesagt und nach dem Release
ihres neuen Album “Wer Wind sät” war die Halle auch fast ausverkauft. Die Band konnte ihr 10-jähriges Bandjubiläum auch mit einem tollen Platz 10 in den Charts feiern. Aber zuvor gab es ja noch eine Supportband, die auf
den Namen HONIGDIEB hört.
Ein buntes Völkchen, welches aus Mittelalterfans, Metalanhänger und einer großen Anzahl an weiblichen Fans bestand, war nun gespannt auf die Darbietung der Band. Sie sollten alle
aber einige Probleme mit HONIGDIEB
gehabt haben, denn der Funksound, der mit Ska und Reggae-Rhythmen versehen wurde, kam nicht sehr gut bei den Fans an. Die Reaktionen des Publikums und die Massen an Fans, die den Saal verließen, sprachen ihre eigene Sprache. Sie mögen zwar ihre Stärken haben, aber nicht vor einem solchen Publikum. Ich möchte gar nicht widergeben was man draußen vor der Tür vom Stapel ließ. Ich weiß nicht wie man eine solche Band als Support verpflichten kann.
Ihr Sound wird von Geige und Querflöte dominiert und erinnert einen an popig rockigen Sound des französischen Subkultur Noise Rock erinnert. Meinen Geschmack haben sie aber auch nicht getroffen. 
Der Mittelpunkt von HONIGDIEB ist der hyperaktive und skurrile Sänger Sir Hannes mit seinem Faible für ausgefallene
Kopfbedeckungen, schrägen Tönen und ein merkwürdiges Stageacting. Dagegen wirken er Rest der Band sehr langweilig. Nach 45
Minuten kann die Band nicht mehr als einen höflichen Applaus der verbliebenen Zuschauer verbuchen und als Fazit kann man daraus ziehen,
dass sie wirklich als Opener für eine Band fungierten, wo sie wirklich am falschen Platz waren. Das hilft einer Band auch nicht.
Richtig flott ging der Umbau vonstatten, denn schon um 21.00 Uhr betraten
SALTATIO MORTIS die Bühne und die folgenden 2 Stunden sollten zu einem wahren Siegeszug der Band werden. Sänger Alea hatte das Publikum von Anfang an im Griff und die Fans dankten
der Band dafür, dass sie ohne großen bühnentechnischen Aufwand oder aufwändiger Lightshow auskamen. Dies geschah in frenetischem
Beifall nach jedem Song. Live sind sie einfach nur top. Das ist auch sehr darauf zurückzuführen das sie in den ganzen Jahren nicht davor
gescheut haben auf unzählige Mittelaltermärkten ihr Können unter Beweis stellten. Das Band hält zwischen Band und Fans. 
So wurde jedes Lied lauthals mitgesungen (auch vom neuen Album), getanzt und vor allem auch gelacht, denn Lasterbalk war an diesem
Abend zum Geschichtenerzähler von der Band auserkoren worden. Leider war er den ganzen Abend über an seinem Drumkit gefesselt. Ein
wenig ungewöhnlich ist das schon, denn bei den letzten Konzerten hatte er das Ein oder Andere Mal auch die Möglichkeit sich zu bewegen. 
Durch diese ganzen Einlagen war das Konzert so kurzweilig und die Zeit verging wie im Flug. Die 18 Songs des Hauptsets waren sehr schnell vorüber und SALTATIO MORTIS
kam nicht um Zugaben vorbei. Es sollten noch mal 5 Songs als Zugabe dargeboten werden und beim Song „Falsche Freunde“ ließ sich Alea noch durch das Publikum tragen. Die Show verfügte auch über einen druckvollen und
klaren Sound, der auch ein Faktor für die gute Laune war. Dann endete ein tolles und schweißtreibendes Konzert.
SALTATIO MORTIS sind und bleiben eben eine geborene Liveband. Es wäre schade wenn man sie auf der Bühne verpassen würde. www.myspace.com/mittelalterpunk
www.saltatio-mortis.com Story: Gisela Setlist: Rastlos Miststück Tod und Teufel La Jument Kaltes Herz
Tritt Ein Salome Worte Aus Träumen Gebaut Koma Ebenbild Salz der Erde Varulfen Vergessenen Götter Prometheus Wir Säen den Wind Wirf den ersten Sein Uns gehört die Welt
Keines Herren Knecht Falsche Freunde Spielmannsschwur
Dunkler Engel Letze Worte |