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Special

Sonata Arctica, Delain & Winterborn - 2. Dezember 2009 - Dortmund, FZW

 

Wir kamen früh am FZW an, da ein Interview mit Delain anstand und schon warteten einige Fans in der Kälte um sich Plätze in der ersten Reihe zu sicher.

 

Die Finnen Winterborn starteten um 20:00 Uhr, da wir zum 1. Mal auf die Band trafen, gibt es nicht so viel zu den Jungs zu sagen. Musikalisch präsentierten die Nordlichter melodischen Heavy Metal, der Sonata Arctica-Fans gefallen sollte... Es wurden Songs von ihren beiden Alben - Cold Reality (2006) und Farewell To Saints (2009) - inkl. Land Of The Free und Last Train To Hell gespielt.

 

Gitarrist Pasi Kauppinen zeigte seine Fingerfertigkeit mit einigen Tapping-Einlagen während sein Gegenpart Antti Hokkala sich mehr dem Riffs widmete. Sänger Teemu Koskela machte sich ganz gut und ich denke, Winterborn haben auf dieser Tour einige Fans hinzugewonnen. Als Support hat man nur begrenzt Zeit und so sollte Chaos Dwells Within ihr Set beenden.

 

Nach kurzer Umbaupause waren dann die niederländischen Symphonic Metaller Delain an der Reihe. Die Fünf haben schon einige Shows gespielt um ihr 2. Album April Rain live zu promoten. Delain wurde von früheren Within Temptation-Keyboarder Martijn Westerhold gegründet und bekam dadurch natürlich etwas Aufmerksamkeit, mittlerweile haben Delain aber bewiesen, dass sie keine Clones sind. Delain starteten mit Invidia und Stay Forever.

  

Mit The Gathering gab es auch etwas von ihrem Debütalbum Lucidity, aber es ging weiter mit Go Away und Virtue & Vice. Charlotte Wessels' Gesang war ausdrucksstark und mit ihrer sympathischen Art verzauberte sie die Fans. bevor man Shattered anstimmte, kommentierte Charlotte "Ich hab' hier so viel Spass, ich hab' meinen Mikroständer gehimmelt!", lachte und stellte ihn zur Seite. Es war wieder Zeit zu rocken! Nach Control The Storm und Nothing Left war es schon vorbei, viel zu früh und ich hoffe, man sieht bald mehr von Delain!

 

Dann waren endlich Sonata Arctica an der Reihe und die Fans warteten gespannt darauf, wie Tony Kakko die heutige Show meistern würde, denn man hatte auf der Tour schon ein paar Shows absagen müssen... Das Instrumental Everything Fades To Gray fungierte als Intro und dann stieg man mit Flag In The Ground vom aktuellen Werk The Days Of Grays ein. Der Fünfer offerierte dann Paid In Full und Caleb - letzteres kündige Tony folgendermassen an.. "So William Shakespeare had Romeo and Juliet. And we have Caleb and Juliet." - dann widmete man sich wieder The Last Amazing Grays.

  

Es scheint, das Video-Projektionen gerade en vogue sind und auch Sonata Arctica nutzen das Stilmittel um ihre Show zu bereichern, leider ist es immer sehr abhängig von wo aus man die Show betrachtet und mancheiner hat wohl nicht viel gesehen.... Sie spielten noch weitere Songs wie As If The World Wasn't Ending und Juliet, vergaß aber auch nicht FullMoon und Replica zu spielen. Außerdem gab es noch Soli von Elias Viljanen und Henrik Klingenberg. Im Zugabenteil gab es dann In Black And White und Don't Say A Word, aber keine Show ohne Vodka, die Sonata Arctica Version des jüdischen Hava Nagila.

 

Mir persönlich fehlte My Land, aber ich weiss auch, das einige vergeblich auf The Cage warteten. Das niederländisch-finnische Package rockte und alle Bands lieferten eine tighte Performance ab. Tony Kakko hat seinen Job gut gemacht, auch wenn man den Eindruck hatte, das er noch nicht 100%-ig fit ist... Wer sie auf der Tour verpasst hat, sollte versuchen, sie auf einer der neu angesetzten Shows zu sehen oder z.B. beim RockHard 2010!

Claudia Ehrhardt