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Swordbrothers 8 - 12.09.09 - Andernach, JUZ Das kultige Swordbrothers-Festival ging in diesem Jahr in die achte Runde, Zum ersten Mal verkündete man auch ein „Sold Out“. Das Festival, welches wie immer im JUZ-Live-Club in
Andernach stattfand, wurde auf die private Initiative von Volker Raabe eingeführt und hatte schon immer regen Zuspruch in der Metalszene bekommen. Das Swordbrothers Festival unterscheidet sich stark von den anderen Festivals, denn dort spielen Bands, die teils als Insider-Tipps gelten und teils alte und ziemlich bekannte
Bands, die im Underground Rang und Namen besitzen. So gab es in diesem Jahr mit HALLOWEEN, OMEN und GODDESS OF DESIRE Bands, die in der Gunst der Fans ziemlich hoch stehen. Für GODDESS OF DESIRE
war es auch der letzte Gig, denn sie haben ihre Auflösung bekanntgegeben und beim Einlass bekam dann auch jeder einen Gutschein um diesen gegen CD´s oder sonstiges aus dem Fundus einzutauschen. Auch die Besucher des Festivals kamen wohl aus aller Herren Länder, denn man hörte die unterschiedlichsten Sprachen. Man kann also von einem richtigen Kultfestival reden und das ist wohl der größte Unterschied. Auch legt man sehr viel Wert auf fanfreundliche Getränkepreise, was ja heute nicht mehr so angesagt ist. Vor der Halle war auch ein kleiner Metal-Markt aufgebaut, der sehr gut bestückt war und wo die Fans mit Sicherheit fündig geworden sind, denn die Auswahl an CD´s, T-Shirts und Schmuck war ziemlich groß.
Bevor wir aber das Festival erreichten hatten wir noch mit einigen Problemen zu kämpfen. Da wir leider arbeitsbedingt
erst gegen 14.00 Uhr losfuhren, erwischten wir natürlich voll den ersten Stau auf dem Kölner Ring. Hinzu kam noch dass das Festival früher angefangen hatte als es in den Ankündigungen im Internet stand. So verpassten
wir leider BARBARIAN, STEELRAISER und ZARPA. Bei den letzten Klängen von HELLISH WAR erreichten wir endlich das JUZ in Andernach. Die Fans waren auch schon alle in Stimmung und erwarteten die nächste Band auf dem Billing – ENCHANTER. Es hatten sich auch wieder mehr Zuschauer vor der Bühne versammelt
als bei der vorangegangenen Band. Die Truppe aus Übersee besteht aus Maurice Fauteux (Vocals), Mark Elliott (Gitarre), John Dennen (Bass) und Ray Perron (Drums). 
Ihren düster angehauchten Epic-Metal zelebrierten sie ein wenig verkrampft, aber dem Publikum schien es zu gefallen. Die Meute ging mit und
am Ende des Auftritts waren alle sichtlich zufrieden. Einen Song kann man sich unter diesem LINK anschauen. In der Umbaupause strömten die Fans wieder nach draußen um sich entweder mit Speis und Trank zu versorgen, auf dem Metal-Markt nach
Schnäppchen Ausschau zu halten oder einfach bei einem Plausch neue Leute kennenzulernen. Dann war es soweit und GODDESS OF DESIRE
waren an der Reihe. Es sollte definitiv ihr letzter Auftritt in Deutschland sein, aber das wollten die Fans nicht so richtig glauben.
Trotz allem wollte sich jeder der Anwesenden diese Gig nicht entgehen lassen. Unter frenetischem Beifall enterten GODDESS OF DESIRE dann
auch die Bühne und begannen im wahrsten Sinne des Wortes ihre Show. Das Posing von Count August und seine Mitstreiter fiel bei Songs wie
'Rites of War', 'Conquerors Divine' oder 'Metal Cunt' schon gewaltig. In ihren eigens für sie angefertigten Kostümen die aus Fellstücken, nietenbesetztem Leder und Metallketten bestehen machen sie schon etwas her.
Beim Klassiker 'Teacher's back' bot die „Wahre Goddess Of Desire“ Delilah auch wieder ihre laszive Showeinlage. Zudem war die Show von GODDESS OF DESIRE
noch mit Pyros und Feuerschlucken gespickt, also das volle Programm. Nach fast einer Stunde sollte das Ende
gekommen sein, aber sie hatten die Rechnung ohne die begeisterten Fans gemacht, denn diese verlangten noch lautstark nach einer Zugabe.
Obwohl dies eigentlich nicht vorgesehen war, erlaubte man ihnen, in Anbetracht der letzten Show noch eine Zugabe. Am Ende gab es Riesenbeifall und die Fans waren mehr als zufrieden. Als nächste Band stand THUNDER RIDER auf dem Billing und ich war schon sehr gespannt was uns wohl erwartete. Da John Blackwing zurzeit
keine eigene Band hat wurde er von der Band Roxxcalibur unterstützt. Bedingt der Tatsache, dass die Band nur kurze Zeit zur Verfügung hatte
die Songs einzustudieren klappte es ausgezeichnet. Man merkte John aber an, dass er sehr konzentriert beim Auftritt war, dass auch alles gut gehen würde. Das Publikum spürte sehr gut wie er in seiner Musik aufgeht. 
Die Fans achteten hingebungsvoll auf seine Musik und die Augen wandten sich nicht von seiner Gitarre auf denen John seine Fingerfertigkeit
preisgab. Sehr hypnotisch kam das Stück „New Born“ rüber und bei „Dark Castle“ wurde es ziemlich progressiv. Schade nur das die Magie, die er
auf seinen CD´s versprüht nicht so ganz rüberkam. Es waren aber auch nicht gerade die guten Bedingungen, aber trotz allem ein großes Lob an
ihn und de Musiker von Roxxcalibur, dass man nach so kurzer Zeit ein solches Programm zusammengestellt hatte. Nach dem Konzert führten wir noch ein Interview mit John Blackwing, welches ihr euch HIER anhören könnt.
Interviewpartner THUNDER RIDER John Blackwing Claudia Ehrhardt + Gisela Schmitz
Als nächstes sollte eigentlich die Band ARAKAIN auftreten, aber irgendwie hatte es die Tschechische Band nicht geschafft beim Konzert zu erscheinen. Wie dem auch sei kam dann als nächstes OMEN
zum Zuge. Viele Fans waren ein wenig verwirrt, denn so früh hatte man nicht mit der amerikanischen Kultband gerechnet. Für die Fans avancierte der Auftritt von OMEN
zu einem Freudenfest, denn die Band erwies sich als so spielfreudig, dass es den meisten Fans richtig schwindlig wurde. 
Im Gegensatz zu den Songs auf Vinyl oder CD´s kamen alle richtig heftig rüber und dies heizte natürlich die Fans noch mehr ein. In den Pausen
zwischen den einzelnen Songs waren die „Omen“-Rufe der Fans immer wieder lautstark zu vernehmen. Auch Stagediver in alter Manier kamen
zum Zuge und putschte das Publikum weiter auf. Absolute Highlights des Sets waren Songs wie „The Axeman“, „Battle Cry“ oder „In The Arena“,
die den Stimmungspegel immer weiter nach oben schraubten. Kenny Powell ließ sich sogar vor dem Zugaben von den Fans durch die Halle
tragen. Dieser Auftritt bewies, dass auch die „Alten“ für eine absolut geniale Show gut sind. Ein Video vom Auftritt beim Swordbrothers-Festival 2009 findet ihr HIER Nach einem solch genialen Auftritt von OMEN musste sich HALLOWEEN einiges einfallen lassen um diesen noch zu überbieten. Angekündigt
hatte die Kultband eine Horrorshow. Ich denke mal dass Anbetracht dieser Tatsache die Erwartungen zu hoch geschraubt wurden, denn irgendwie
wollten die Fans nicht so richtig in Stimmung kommen. Über die Karnevalsverkleidung des Sängers konnte man ja noch schmunzeln, aber
irgendwie schafften sie es nicht, mit ihrer Musik, die Fans mitzureißen. Dadurch dass man die neueren Songs ziemlich am Anfang des Sets gesetzt hatte trug dies auch nicht zu einer positiven Stimmung bei. 
Erst als HALLOWEEN in die verstaubte Kultkiste griff tauten die Fans auf. Songs aus dem "Don't Metal With Evil"-Album erwärmte zwar die
Metal-Herzen der Fans, aber der Funke wollte einfach nicht überspringen. Vielleicht sollte sich HALLOWEEN mehr auf ihre Stärke als
bodenständige Metalcombo verstärken und das ganze Drumherum mit der Verkleidung lassen. Die Zeiten sind eigentlich schon lange vorbei.
Image hin oder her, das Wichtigste ist einfach die Musik. Schade denn drauf haben sie es wirklich. Vielleicht lag es auch daran, dass erstens
das Publikum nach den vielen Bands ausgepowert war oder an dem vorangegangen Auftritt von OMEN.
Als Fazit kann ich dem Festival nur bescheinigen, dass es in gemütlicher Atmosphäre stattfand, über einen reibungslosen Ablauf
verfügt und es für die Metalfans eine Zeitreise war, die sie in die Welt führte die fernab von Trend liegt.
Das die True-Metal-Gemeinde mehr als lebendig ist sah man vor allen Dingen an die weit angereisten Fans, aber auch durch den
stattlichen Anteil jüngerer Fans. Lustig war auch, dass einige Anhänger des True-Metals mit ihrem Nachwuchs zum Konzert kamen.
Klar ist aber dass jeder sich schon jetzt auf das nächste Jahr freut um sich zum „Swordbrothers 9“ in Andernach zu versammeln. Gisela Schmitz |