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THRESHOLD & SERENITY - 29. Oktober 2009 - Essen, Zeche Carl Threshold wurden schon 1998 von Karl Groom gegründet, er und seine Mitstreiter lieben es immer noch live zu spielen und so sind sie dann auch wieder auf Tour. Und sie haben noch
einmal die Österreicher Serenity mit auf Tour genommen, aber als erstes sollten Speric Universe Experience auf der Essence Of Progression Tour jeden Abend spielen.Ich habe den Opener verpasst, da mein Essen im Malakov länger gebraucht hat als erwartet - dafür war es aber auch unglaublich lecker! Später hörte ich dann, dass
die Franzosen technisch auf einem hohen Level gespielt haben, aber nicht wirklich für Begeisterung sorgen konnten... Im Juni waren Serenity für ein paar Shows mit Kamelot unterwegs und da haben sie schon
angekündigt, dass sie mit Threshold im Herbst wiederkommen würden. Als Serenity dann die Bühne betraten hatten sich mehr Fans eingefunden und es wurde schnell klar, dass einige gekommen waren um Serenity und Threshold
zu sehen! Da man eine begrenzte Spielzeit hatte, konzentrierten sie sich auf das aktuelle Album Fallen Sanctuary inkl. Rust Of Coming Ages, das man am Anfang des Sets spielte. Die Jungs waren gerade erst
mit ihren Landsmännern Edenbridge auf Tour und so war man bestens eingespielt. Sänger Georg Neuhauser sprach mit den Fans zwischen den Songs, achtete aber darauf keine Zeit zu verschwenden. 
Die Reaktion der Fans auf Georg's Ankündigung von Coldness Kills sorgte für eine noch bessere Stimmung auf der Bühne. Die Band schien den
Auftritt zu geniesen... Viele hätten bei der kurzen Spielzeit wohl die Ballade gestrichen, nicht so Serenity. Und die Fans hätten wohl auch
lautstark danach verlangt. Sehr cool war übrigens der A Cappella-Part bei dem Georg Neuhauser von Schlagzeuger Andreas Schimpflinger und Keyboarder Mario Hirzinger unterstützt wurde. Und nach Sheltered By The Obscure
ging ihnen dann die Zeit aus und so wies Georg die Fans auf die Aschaffenburg-Show hin... Zum Glück arbeiten Serenity schon am neuen Album und somit werden sie früher oder später auch wieder auf Tour
gehen. Danke für eine tolle Show, auch wenn sie einfach zu kurz war!
Nach der Umbaupause war es Zeit für eine der besten Prog Metal-Bands, für Threshold! Man startete mit Under The Sun und Fighting For Breath.
Der Bühnenaufbau war ungewöhnlich, so hatte man Schlagzeuger Johanne James und Keyboarder Richard West an die Seite 'verbannt' um die
Bühnenmitte frei zu lassen, dadurch hatten die Anderen mehr Platz, aber der Hauptgrund war die Videoleinwand. Das letzte Album war noch mit
Sänger Andrew 'Mac' McDermott aufgenommen worden, jetzt ist Sänger Damian Wilson zurück, der eine völlig andere Stimmfarbe hat und auch
sein Stil ist ganz anders. Beider sind Meister ihres Faches, aber auch total unterschiedlich und so würde es interessant zu sehen bzw. zu hören,
wie Damien Wilson die Songs der letzten Alben umsetzt. Viele Fans haben Threshold schon Anfang des Jahres mit Damien gesehen, für andere ist es eine neue Erfahrung. 
Mir persönlich gefällt Mac besser, aber das ist schlicht Geschmacksache. Karl Groom hat eine Setlist zusammen gestellt mit Songs aus ihren frühen Tagen bis hin zum letzten Album Dead Reckoning
. Zu den Höhepunkten der Show gehörten u.a. Critical Mass, Avalon, The Art Of Reason und zu meinen persönliche Highlights Pilot In The Sky Of Dreams, Long Way Home und Slipstream
. Auf der Videoleinwand wurden die Cover oder das Logo eingeblendet, aber auch andere Szenen. Bei Pilot In The Sky Of Dreams zeigte man parallel das Video zum Song. Bei den längeren
Instrumentalpassagen verließ Damian Wilson die Bühne und ging durch's Publikum um die Fans zu begrüßen und anzufeuern. Bei einem dieser
Ausflüge kletterte er hoch zum Balkon und hangelte sich aussen entlang, schüttelte Hände und sprach kurz mit den Fans. Slipstream war der
letzte Song des regulären Sets, aber die Fans verlangten lautstark nach mehr und so kamen die Briten für 2 weitere Songs zurück. Mit Paradox
hatten sie sich ein Highlight für die Zugabe aufgehoben, ein Song, den die Fans wohl vermisst hätten...
Nach 2 Stunden verließ die Band die Bühne und bei 2 Vorgruppen war es entsprechend spät geworden - und viele Fans gingen
sofort. Aber die, die noch ein paar Minuten länger blieben bekamen noch die Chance auf ein Foto mit Damian Wilson und auch
Autogramme waren gefragt. Mr. Wilson zeigte sich sehr sympathisch und Publikums-nah. Allerdings hätte man lieber auf Speric
Universe Experience verzichten sollen, Serenity mehr Spielzeit zu gestehen sollen und den Abend etwas früher beenden... Aber das nur am Rande. Claudia Ehrhardt |