DONOTS
Kurz vor der Verleihung der Eins Live-Krone stand mir Frontmann Ingo von den DONOTS für das nachfolgende Interview zur Verfügung.
Ihr habt eine 7 Track EP mit Coverversionen herausgebracht. Ist euch die Auswahl der Songs schwer gefallen?
– Wir haben uns schon eine Menge mehr Songs überlegt, die wir hätten machen können. Aber es war letztendlich so, ach lass mal den Moment im Proberaum entscheiden. Ich hätte auch noch ganz gerne Dr. Steen und Futureworld von Halloween gemacht, oder ein Song von Pantera Wir haben einfach im Proberaum zu ein paar Songs rumgejamt, und das hat sich dann ganz schnell heraus- kristallisiert, was sich wirklich gut angefühlt hat und was nicht so sehr, und dementsprechend sind wir bei diesen Songs gelandet. Das „BAD TO THE BONE“ mit drauf kommt, war so die Grundidee von allen.
Wieso habt nur eine EP und nicht ein ganzes Album herausgebracht?
– Unser Album Amplify the Good Times ist ja gerade erst draußen und noch relativ frisch, von daher war das für uns nur so ein Spaß-Ding, so wirklich für den Moment. Wir haben mit unserem Labelboss zusammen gesessen, und da hab ihm gesagt, das ich bin ein großer Running Wild Fan bin. Daraufhin sagte er: Ja dann covert doch mal was von Running Wild. – Ja gut wenn Rock’N’Rolf mitsingt. Er wollte ihn mal fragen -da ist mir fast das Herz in die Hose gerutscht. Und lustigerweise war der Rock’N’Rolf von Running Wild auch großer Fan unserer Pocket Rock Platte, und so ist dann eins zum anderen gekommen. Wir haben dann gesagt – o.k. lass uns wirklich nur für zwei oder drei Tage ins Studio gehen und das ganze ganz schnell einspielen. Und genauso ist es dann auch passiert. Für ein ganzes Album hätten wir auch gar keine Zeit gehabt.
Wie schreibt Ihr eure Songs, jamt Ihr oder hat schon jemand eine Idee?
– So eine Grundidee muss schon immer vorhanden sein. Das kann ein Riff sein, oder auch schon eine fertige Grundstruktur, aber dann jamen wir auch so richtig drauf rum. Wir sind dann aber wirklich auch so basisdemokratisch, das erst wenn jeder ein 100% gutes Gefühl im Bauch hat mit dem Song, wird er auch ins Set aufgenommen. Früher haben wir immer schnell Songs geschrieben. Mittlerweile ist es so, das wir uns viel Zeit damit lassen, um der ganzen Sache so den letzten Schliff zu geben. Da sind wir mittlerweile schon ein bisschen gewissenhafter geworden. Im Moment haben wir ein kleines bisschen Leerlauf, und da fangen wir jetzt schon wieder an Songs zu schreiben, jeder so im stillen Kämmerlein für sich, und ich mach das dann unrock’n’rollerweise am Klavier zu hause, aber das funktioniert so erst einmal ganz gut. Man muss dann nur sehen wie man das im Proberaum so umgesetzt bekommt.
Ein bisschen Leerlauf? Ich dachte Ihr trainiert für eure kleine Japan-Tour?
– Nicht wirklich nein, wir haben jetzt so ein paar Proben eingelegt, wo wir mal einfach so ein bisschen das Set gespielt haben. Wir kommen ja quasi direkt von der Amplify the Good Tour wieder, und wenn Du so 20 –25 Tage am Stück jeden Abend irgendwie die gleichen Songs spielst, dann bist Du einigermaßen eingespielt. Japan ist so das größte Ereignis was jemals mit der Band passiert ist. Ich habe das früher immer so aus Scherz mehr oder weniger gesagt, ich würde so gerne mal in Japan touren. Das war einfach so mit dem Gedanken – da kommst Du sowieso nicht hin. Und jetzt auf einmal überrumpelt uns das total. Das ist innerhalb von 2 Monaten dingfest gemacht worden, mit Album, VÖ, Videorotation und letztendlich mit der Tour, die wir dort machen mit Midtown aus Jersey, die ja ziemlich dicke Freunde von uns sind. Die haben wir mitgenommen auf der Pocket Rock Tour Anfang 2001. Wir freuen uns da so sehr drauf, ich bin total gespannt wie das dort wird. Die Konzerte sind mittlerweile alle ausverkauft, vielleicht wird da mal eine größere Freundschaft draus. Fakt ist nur, das fast alle Bands, mit denen wir so gesprochen haben, die so in Japan getourt sind immer gesagt haben, das da so das beste Publikum wäre, die würden da immer so komplett durchdrehen. Da bin ich hat mal sehr gespannt, ob das wirklich so passiert.
Zumal Japan bisher auch immer so das Heavy Metal Land war!
– Ziemlich ja schon, ich werde auch grundsätzlich in jedem Interview immer gefragt ob es Rage noch gibt oder wann die Scorpions mal wieder was herausbringen? Das sind dann so die ganzen Metal Bands, die kennen die dann alle, und so in Sachen deutschen Punkrock kennen die dann mit Glück noch die Beatsteaks. Die sind halt der festen Überzeugung, dass grundsätzlich in Deutschland nur Disco-Musik, Volksmusik und Metal gehört wird, was anderes gibt’s für die nicht. Wir müssen denen jetzt einmal eines besseren belehren.
Ihr ward auch jetzt in New York, wie seit Ihr da so angekommen?
– Ja genau, also es war letztendlich so ein Showcase, was wir dort gespielt haben auf der VMJ Musikmesse, dementsprechend war also kein wirkliches Publikum da. Vorne standen halt dann so Leute von den Plattenfirmen. Aber auch bei denen waren wir mehr als wohlwollend aufgenommen worden. Was uns dort total verblüfft hat war, das 4 Jungs extra aus Chicago eingeflogen sind um uns zu sehen und das verrückteste war ein Mädel aus der Schweiz, die einfach aus der Schweiz nach New York geflogen ist, um uns zu sehen. Ansonsten fanden es alle Amis AMAZING. Und ob dann letztendlich ein Deal dabei herausspringt, ist dann abzuwarten. Es sind halt mehrere Labels interessiert. Zu unserem größten stolz war Mr. Jay-Jay French, der Gitarrist von Twisted Sister im Publikum. Er hatte vorher schon unser Album gehört, fand das auch super und wusste aber gar nicht das wir Twisted Sister covern. Er hatte davon erst am gleichen Morgen erfahren und ist dann vorbeigekommen. Und er fand das dann auch so super, das er uns den Abend drauf zum Abendessen eingeladen hat, und uns angeboten hat das Management für die Staaten für uns zu übernehmen. Das ist auf jeden Fall schon etwas ganz großartiges. Es war für uns die absolut unwirklichste Situation zu Ihm nach hause zum Abendessen zu kommen, und die Twisted Sister Klampfe anzufassen, die er in den ganzen Videos gespielt hat.
Und heute Abend die Eins Live Krone 2002 ….
– Ich hoffe es gibt viele Getränke … Wir sind auch jeden Fall ziemlich geehrte, das wir dort heute nominiert sind, aber wenn in der Kategorie auch die No Angels nominiert sind, dann tut das auch schon wieder irgendwie weh. Wir freuen uns auf jeden Fall die Hosen, die Sportis, die H-Blockz und die Guano Apes zu treffen, mit denen wir uns allen echt gut verstehen.
Wie steht Ihr zu solchen Preisen?
– Abgesehen dass ich glaube, dass wir Null Chancen haben, ist es mir auch komplett egal, ob wir gewinnen, weil Musik irgendwie kein Wettbewerb sein sollte. Es ist natürlich ein dickes Lob, wenn wie in diesem Fall, die Eins Live Hörer mit Ihrem Vote für uns entscheiden, aber letztendlich sind die Geschmäcker so was von verschieden. Wir hatten einfach Glück bei unserer Nominierung, weil Eins Live ein Sender ist, der auch mal härtere Gitarren spielt. Außerdem hätten es alle Bands verdient, bis auf die No Angels, die keine Band sind, aber die Kategorie bestes Produkt gibt es ja nicht.
Was macht Ihr Weihnachten und Sylvester?
– Wir werden zu hause bei unseren Familien und bei Freunden sein. Dazwischen spielen wir noch am 27.12. eine Show in Dortmund/Soundgarden, am 28.12. haben wir unser großes Jahresabschlusskonzert im Hyde Park in Osnabrück, und danach haben wir, man soll es wirklich nicht glauben, 2 Wochen Urlaub, komplett ohne Bandprobe.
Was habt Ihr für nächstes Jahr 2003 geplant?
– Touren, Touren, Touren – Festivals in Deutschland auf jeden Fall! Im März gibt es noch eine Europa-Tour. Wenn sich Japan noch entwickelt, werden wir dort bestimmt auch noch etwas machen. Wir warten noch auf die Resonanz aus den Staaten, vielleicht können wir dort ja auch touren. Und dann müssen wir mal so langsam wieder neue Songs schreiben. Aber das ist noch alles Zukunftsmusik…..
Viel Erfolg heute bei der eins Live Krone und danke für das Interview! Die Eins Live Hörer stimmten für die No Angels, als beste Band ab. Kein Kommentar!
Story: Bernd Dahmen
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