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REBELLION

Ex-GRAVE DIGGER Gitarrist Uwe Lulis und Bassist Tomi Göttlich is back! Und glaubt mal nicht das das Material seiner neuen Band REBILLION dem altbekannten True-Metal der Totengräber nicht das Wasser reichen kann, denn immerhin war ja Lulis bei den Grabschauflern auch dort intensiv am Songwriting beteiligt..  Ich würde sogar sagen, dass für eine Debütplatte eines Newcomers hier sämtliche Register gezogen wurden. Debütscheibe, für einen gestandenen Vollblutmusiker wie Lulis eh nur Formsache, oder? Aber hören wir, was Riffmeister Lulis und Storytechniker Tomi Göttlich selbst zu der Palette an angefallenen Fragen zu sagen hatte.

Bevor wir uns mit deiner neuen Band REBELLION beschäftigen, lass uns noch mal kurz den Splitt mit GRAVE DIGGER beleuchten, Uwe.

Uwe: Ja, also Chris hat sich ohne weiteren Kommentar von mir getrennt. Das ganze Telefonat hat gerade mal 3 Minuten gedauert. Und da GRAVE DIGGER vertraglich zu 50% mir gehörte, hätte eigentlich ein Auflösungsvertrag erfolgen. Das wollte Chris aber nicht und da habe ich gesagt, dann lass uns ein bisschen vor Gericht fighten. Immerhin waren es meine Song´s  und im Geschäftsleben ist es nun mal so, das bei 2 Partnern, wenn der eine die Firma allein übernimmt, er den anderen auszahlen muss. Da hat er sich halt gegen gesperrt, aber letztendlich musste er mich dann halt doch auszahlen.

Puh, ,Tragedy in steel, ist voll ein Brett. Geil! Gefällt mir wirklich gut.

Uwe: Danke! Das hört man gern.

Aber mal ehrlich, ist dir dieses Konzept schon vorgeschwebt als du dich von GRAVE DIGGER getrennt hast? Du hast ja auch noch einiges produziert, quasi nebenbei.

Uwe: Ich habe mir ein kleines Studio im Frankfurter Raum eingerichtet und versuche mein technisches Know how, bei den Produktionen mit einfließen zu lassen. Ich habe übrigens die letzte WIZARD produziert, mache aber recht unterschiedliche Sachen im Metalbereich. Nachdem der Split von Chris dann amtlich war, habe ich ein paar Leute angerufen und das halt weitergegeben und auf einmal rief Tomi an und meinte: Wie geht´s?—mmm gut……—ja und, was machen wir jetzt? Spätestens da war eine Bandneugründung beschlossene Sache.

Tomi: Wir haben fast über ein Jahr an der McBeth-Umsetzung für das Album gearbeitet. War schon ein hartes Stück Arbeit. Aber das hat ja auch zu ´Tunes of war´-Zeiten bestens funktioniert.

Kannst du kurz etwas zu ein paar Song´s vom Album sagen?

Uwe: „Evil speak´s“: Ein Mid-Tempo Stampfer, welcher zu hart ist ihn zu vergessen. Ein Ohrwurm, versprochen! „The prophecy“: Ein langsam beginnender, sich zu einem Mid-Termpo Stampfer steigerndes Stück. „Demon´s rising“: Das Ende von McBeth ist nah. Ein gewaltiger Mid-Tempo Song. Wir spielen diese 3 übrigens alle gleich live.

Wie bist du an den Rest der Mannschaft gekommen? Tomi ist klar, aber die anderen Jungs?

Uwe: Randy Black war wie du ja weißt schon immer einer meiner Favoriten, was Schlagzeuger angeht. Er wohnt seit Neustem (na ja 4 Jahre) in Berlin, also habe ich ihn angerufen und jetzt spielt er bei REBELLION. Gut nicht! Björn kenne ich auch schon länger und als ich das letzte WARHEAD-Album ,,Beyond recall,, produziert habe, ist uns beiden klar geworden, das wir eigentlich doch ganz gut zusammen harmonieren, auch auf musikalischer Ebene. Ja und Michael Seifert kenne ich als Osnabrücker Jung natürlich aus Osnabrück, ein echt guter Shouter, den mussten wir uns einfach an Bord holen. Er hat vorher bei XIRON gesungen und arbeitet aber auch noch mit den Jungs von BLACK DESTINY zusammen.

Wie findest du eigentlich das neue GRAVE DIGGER Album,Uwe?

Uwe: Spaßvogel.

Ich habe neulich in einen Heft etwas von einer anderen Band namens REBELLION gelesen und kann mich erinnern das dort jemand voll über dich abgerotzt hat. Von wegen…jetzt ist die ganze Arbeit von Jahren für´n Arsch, weil wir den Namen ändern müssen etc.. Hast du davon was gehört.

Uwe: Ich habe mal ne Mail von einem Bekannten bekommen der mich darauf hinwies, ich solle schnell den Namen schützen lassen, da es noch weitere Bands mit dem Namen REBELLION gibt. Aber da war der Name schon lange auf Tomi und mich eingeschrieben. Das waren eine der ersten Dinge die erledigt wurden als das Konzept und das ganze drum herum um REBELLION feststand. Ich hatte auch schon mit einer Band REBELLION persönlich Kontakt. Ich habe ihnen halt mitgeteilt, das der Name rechtlich geschützt ist und sie ihn nicht mehr benutzen dürfen. Klar die haben auch abgekotzt, aber als es mir zu bunt wurde habe ich gesagt das sie sich ja auch mit den Anwälten der BMG auseinandersetzen könnten. Da war das Thema dann erledigt. Aber so ist es doch nun mal, wer zuerst kommt, malt zuerst.

Übrigens, es gibt noch eine andere Band die diese Story ins Metallische umgesetzt hat, JAG PANZER. Schon mal gehört?

Tomi: Ich habe mir neulich die Platte besorgt, hatte aber noch nicht die Gelegenheit herein zuhören. Es interessiert mich schon wie diese Band das Thema umgesetzt hat.

Uwe: Ja, ich kenne die Scheibe—auf jeden Fall gut gemacht—nur das die Personen der Geschichte nicht so zahlreich besetzt sind wie bei uns.

 

Irgendwie ist ja alles dann auch recht schnell gegangen bei REBELLION. Erst der Plattenvertrag, dann die Tour.

Uwe: Die Tour ist nicht auf unserem Mist gewachsen, die hat die Plattenfirma eingestielt. Aber Support von RUNNING WILD ist natürlich echt gut für uns. Terminlich gesehen mussten wir natürlich einiges durcheinanderwirbeln, weil ,Tradgedy of steel, erscheint offiziell ja erst diese Woche (25.3.02) in den Läden.

 

Meint ihr, es gelingt die Story mal live umzusetzen?

Uwe: Wir arbeiten dran. Wenn das Album gut läuft versuchen wir das dann auch so auf die Bühne zu bekommen. Es wird zwar ein größerer Unkostenfaktor als sonst ne Tour, aber reizen würde uns das schon.

 

Tomi, was hast du eigentlich die ganze Zeit getrieben?

Uwe: Du wirst es nicht glauben, ich hab mein Staatsexamen absolviert und arbeite jetzt hauptberuflich als Lehrer.

 

Das ist ja voll geil………und es bleibt noch Zeit für solche Produktionen?

Uwe: Weißt du, ich verdiene jetzt als Lehrer genug, aber wenn ich kein Spaß mehr an der Sache hätte, würde ich mich nicht so da reinknien. REBELLION mache ich nicht aus kommerziellem Faktor, es ist einfach geil wieder Musik zu machen und auf der Bühne zu stehen.

Welcome back kann man da nur sagen und wenn es so bei euch weitergeht werden wir uns wohl noch öfter sehen. Nach dem Interview habe ich die Band natürlich noch live besichtigt und war schlichtweg geplättet. So wird ein Headliner an die Wand gespielt! RUNNING WILD als anschließender Hauptact waren nur noch ein Schatten ihrer selbst und konnten der Performance von REBELLION, obwohl auch nicht 100ig perfekt, niemals ebenbürtig entgegen treten. Diese Band sollte man im Auge behalten.

Story: Volker Raabe

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