NASTY IDOLS
NASTY IDOLS aus Schweden schicken sich an die Welt des Sleaze Metal zu erobern. Die Herren sind schon seit einigen Jahren dabei, es ist also an der Zeit mal ein paar Fragen zu stellen!
Lass uns erst etwas über die Anfänge der Nasty Idols sprechen… Wann habt ihr Nasty Idols gestartet, und hast du damals gedacht, dass die Nasty Idols so lange aktiv sein werden?
– Nun, nein. Wenn man jung ist, lebt man von Tag zu Tag und jeder über 30 ist ein alter Sack… Ha! Ha! Aber die Dinge ändern sich, wir sind zurück und haben immer noch Spaß daran zu rocken. Gott, wir waren niemals so heiß darauf live zu spielen wie jetzt!
Die meisten eurer Album wurden wiederveröffentlicht, außer euer Debüt, das du als Mist bezeichnest… Bereust du, das Album gemacht zu haben? Oder war es einfach notwendig um einen Anfang zu machen?
– Wenn wir damals nicht Gigolos On The Gayrole, oder wie immer es heißt, gemacht hätten, wären wir heute nicht hier. Meiner Meinung nach zeigt unser 2. Album Cruel Intention aber das wahre Gesicht der Nasty Idols! Alles passt zusammen, die Songs, die Bandmitglieder, die Zeit, zu der es erschien. Das Package stimmte einfach!
Wie war es damals auf Tour zu gehen? Und wie ist es heute für euch aufzutreten?
– Nichts besonderes, wir sind heute kritischer. Wir versuchen immer das Beste Konzert zu spielen, das schulden wir unseren Fans einfach. In den Anfangstagen sind wir einfach auf die Bühne und haben gespielt. Heute wollen wir zeigen, dass wir die Besten sind!
Welche Band, mit der ihr aufgetreten seid, hat euch am meisten beeindruckt? Und mit wem würdet ihr gerne mal die Bühne teilen, hattet aber noch nicht die Möglichkeit dazu?
– Oh, ich würde gerne eine Europa-Tour machen mit 3 schwedischen Band, also mit uns und 2 neuen, coolen Bands, so unter dem Banner Clash Of The Sleaze oder so.. Ich mochte schon immer Shotgun Messiah, deren Album Violent New Breed ist eine der besten Scheiben aller Zeiten! Aber sie waren ihrer Zeit voraus. Dann haben wohl Rammstein und Manson das übernommen!
Wie war es nach all‘ den Jahren wieder ein Album zusammen aufzunehmen?
– Toll, ein neuer Produzent, ein neues Studio – und es war wie bei unserem ersten Album. All‘ die Erwartungen, neue Sounds und Songs, die entstanden.
Hat die neue Technologie eure Arbeitsweise verändert? Oder nehmt ihr doch eher traditionell auf?
– Nein, das war etwas ganz neues für mich. Die Anderen waren ja mit ihren Side-Projects im Studio, aber für mich war es eine neue Erfahrung. Als wir fertig waren, konnte ich es kaum glauben, wir hatten noch so viele Idee, wir hätten sofort Boys Town 2 aufnehmen können! Ich liebe die neuen Technologien, aber ich bin auch froh, dass ich noch auf die herkömmliche Weise aufgenommen habe. Ich weiß also, wie es vor 100 Jahren gemacht wurde!
Das Album heißt Boys Town… Warum der Titel? Und bezieht sich der Titel auf einen speziellen Ort?
– Wir hatten erst einen anderen Namen, dann haben wir uns nach langem aber doch für Boys Town entschieden. Es fühlte sich richtig an und man kann sich den Titel gut merken. Es ist ein fiktiver Platz, sollte ich den Platz aber finden, sag‘ ich Bescheid.
Mit Method To My Madness habt ihr einen Cover-Song auf der CD. Warum dieser Track?
– Andy hatte den Song auf einer Kassette, als er noch viel jünger war – und es war dieses Mal seine Wahl… Ha! Ha! Ich war beim letzten Mal dran und wir haben von den Dead Kennedys Too Drunk Too Fuck gecovert. Ich denke, das Cover ist gut geworden und die Freundin des verstorbenen Stiv Bators (R.I.P.) mag es und sagt, es wäre eine große Ehre!
Es ist ja nicht das erste Mal, das ihr einen Song covert… Was macht für dich einen Song aus, das du ihn coverst?
– Ich weiß es nicht, aber wir müssen es besser machen als das Original oder es wäre Zeitverschwendung.
Hast du jemals daran gedacht eines deiner Idol zu fragen, einen Gastauftritt auf einer CD zu machen?
– Wir kennen keines unserer Idole, aber es wäre toll, wenn jemand von den the Sex Pistols mal vorbeischauen würde… Für die Aufnahmen und die Party nach den Aufnahmen! Es wäre toll, die Stories über den Business zu hören, ich habe Filth And The Fury wohl 1.000 Mal gesehen!
Lass uns noch etwas über die Bands sprechen, die euch beeinflusst haben… Mötley Crüe war eine dieser Bands… Was denkst du über deren neues Album Saints Of Los Angeles?
– Gut, ich mag den Titelsong und die Crüe sind ein tolles Team von Musikern. Aber unsere wirklichen Einflüsse sind eher die alten Kiss, The Sweet, Alice Cooper und Sex Pistols. Das sind die Bands, die wir gehört haben, als wir Kids waren. Dann haben uns die Leute mit den amerikanischen Bands verglichen, aber das ist mehr als okay1 Es macht uns nichts aus!
Zurück zu den Nasty Idols…. Bist du zufrieden mit den Reaktionen auf Boys Town?
– Die Reviews sagen alles. Wir haben das Album für uns gemacht, und um einen Grund zu haben wieder auf Tour zu gehen. Ich wollte nicht schon wieder nur die alten Sachen spielen, wir brauchten was Frisches. Und jetzt sagt fast jeder, dass es unser bestes Album ist!!!! Die Leute sind froh uns zurück zu haben!
Werdet ihr auf Tour gehen? Oder wird es nur einzelne Shows geben? Festivals?
– Darum geht’s! Wir wollen spielen, überall, wo man uns lässt. Wir sind gerade in der Planung. Das erste Konzert wird am 30. Mai in Dänemark im ‚The Rock‘ sein, genau da, wo wir unsere letzte Tour beendet haben! Ein Teufelskreis!
Was steht sonst noch an 2009?
Touren, alte Freunde treffen, Freundinnen und Fans. Jede Nacht Party, auch wenn der nächste Tag übel beginnt… So wird es sein bis zu unserem Tod! Ha! Ha!
Scheint, als wenn sie einfach eine gute Zeit haben wollen. Wer sie also auf Tour sehen sollte, nutzt die Chance zu einem Bier mit den Jungs – und habt Spaß!
Claudia Erhardt
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