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STAHLHAMMER

STAHLHAMMER sind wieder zurück. Mit einem Hammeralbum melden sie sich lautstark zurück. Ich war ja schon von ihrem Album ´Killerinstinkt´ sehr angetan von der österreichischen Band. Genau so wie ich sie in Erinnerung habe, setzen sie ihren Stil auch unbekümmert fort. Jetzt gibt es das neue Album ´Eisenherz´ käuflich zu erwerben und auch dieses ist wieder gespickt mit Spitzen, welche sie wie gewohnt, geschickt in ihren Texten verpacke. Auch ist Gary Wheeler wieder zurück in die Band gekommen. Mit Gary entstand dann auch das nachfolgende Interview.

Das erste, was mich natürlich interessierte, lag schon ein wenig zurück. Auf ihrem Album ´Killerinstinkt´ gab es den Song ´Wiener Blut´, welcher bei der Staatsoper zur damaligen Zeit auf offene Ohren stieß. Wie waren denn damals die Reaktionen auf das eigens für euch choreographierte Stück, welches 1997 als Feature des Internationalen Tanzfestes am Wiener Volkstheater uraufgeführt wurde?

– Die Reaktionen waren überwältigend, denn wir haben im Sturm die Herzen der Klassik-Fans erobert. Hinzu kam dann auch noch ein Auftritt im Rahmen der EU-Präsidentschaftsübernahme auf dem Wiener Heldenplatz vor gut 50000 Zuschauern. Zudem konnten dieses Schauspiel noch Millionen Zuschauer am Fernseher verfolgen. Das war schon ein wahnsinnig gutes Gefühl für uns. Es hat uns regelrecht überwältigt.

STAHLHAMMER sind ja für besondere Arrangements bekannt. So gibt es auf dem neuen Album mit ´Marylin´,  der mir wie ein Tribut an Marylin Monroe vorkommt.

– Marylin war immer schon ein Synonym für das Vermarktete und Verkauft werden. Sie wurde immer als das Blondchen hingestellt, aber im Grunde war sie ein todunglücklicher Mensch. Ich habe sie immer schon sehr geschätzt und bin auch ein großer Fan ihrer Filme. Ich denke da nur an einem Satz aus ihren Film, als sie zu einem kleinen Jungen sagte, dass sie Angst davor hätte alt zu werden und sie dann kein Mann mehr anschauen würde. Der Junge antwortete darauf, dass er sie immer schön finden werde und keiner hat geglaubt, dass sich dieser Satz einmal bewahrheiten würde.

Diesen Text kann man auch auf das Musibusiness projizieren, denn auch dort herrscht Vermarktung pur. Auch dort können nur die Starken überleben. Zurück zum Album. Ihr habt ja wirklich ein Faible für originelle Sachen. So gibt es mit dem NDW-Klassiker ´Eisbär´ einen ureigenen Cover auf dem Album zu hören. Steht ihr auf diese Art von Musik?

– Wichtig ist für uns, dass man im Endeffekt sagt, dass diese Songs alle von uns stammen. Es gibt noch einige Songs, die ich gerne gemacht hätte. Wir hatte ja auf ´Killerinstinkt´ eine Coverversion von ´Another Brick In The Wall´´, den wir auch vollkommen anders eingespielt haben. Das Ergebnis war gewesen, dass er wie ein Song von STAHLHAMMER klang.

Ihr singt ja jetzt in Deutsch. Gibt es deswegen manches Mal Probleme wegen der texte?

– Das Problem ist, dass wir manches Mal Probleme haben dies richtig zu vermitteln. Man sollte uns nicht falsch verstehen. Wenn wir in Englisch singen würden, wäre dies überhaupt kein Problem, aber wir wollen an der Muttersprache festhalten.

Dann kommt natürlich auch immer wieder der Vergleich zu anderen Bands auf. Ihr wurdet ja auch mit RAMMSTEIN verglichen, obwohl es euch doch schon viel länger gibt und ihr diesen Sound schon seit jeher auf eure Fahne geschrieben habt.

– Wir haben damals auch sehr stark darunter gelitten Da kann ich dir auch eine kleine Story zu erzählen. Wir haben im Jahre 1992 angefangen an ´Killerinstinkt´ zu arbeiten. Wir haben die Songs dann unter anderem auch Motor Music angeboten und da war weit und breit noch keine Spur von RAMMSTEIN. Wir bekamen aber zu dieser Zeit eine Absage der Plattenfirma. Kurze Zeit später gab es dann die Band RAMMSTEIN, die genau wie ich auch das ´r´ ziemlich stark betonten. Ich konnte dir noch einige anderer Zufälle aufzählen, aber sicher ist eines, es gibt immer welche, die bei einer Plattenfirma nicht dicht halten. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass man immer Vorabmaterial abliefern muss, um überhaupt einen Deal zu bekommen. Ich will jetzt keinem etwas unterstellen, aber so viele Zufälle auf einmal!

Ihr habt auf euren Bildern so tolle verchromte Masken auf. Was hat dies überhaupt auf sich?

– Diese Masken sind für unsere Live-Shows angefertigt worden, denn wir haben jetzt in Teilen der Show diese Chrommasken auf. Diese sind in Abdrücken, die von unseren Köpfen gemacht wurden, gegossen worden. Involviert war in diese Sache der Kunstschmied Martin Klobassa, welcher Maskenbildner bei Arnold Schwarzeneggers Film TERMINATOR war. Ich kann da nur sagen, lass dich überraschen, denn es kommt sehr gut rüber.

Es gibt ja auch eine Web-Page in Amerika, die ihr ja auf eurer Seite www.stahlhammer.at verlinkt wurde.

– Das ist auch so eine Geschichte. Wir wussten gar nicht, dass wir solche Fans in Amerika haben. Demzufolge ist es nur gerecht, dass er nun auch auf unserer Seite verlinkt wird. Auf dieser Page gab es Informationen, wo ich mich im Nachhinein  gefragt habe, woher er diese bekommt. Er hat auch ein Bild aus unserer Serie von Promotionfotos gehabt, die erst drei Tage zuvor gemacht wurden. Ich frage mich heute noch, woher hat er diese. Ich muss neidlos anerkennen, dass dieser Typ sehr fix ist.

Ihr habt im Herbst eine kleine Tour durch Dance-Clubs in Österreich gemacht. Wie seid ihr eigentlich auf eine solche Idee gekommen?

– Wir hatten vorab vom Song ´Eisbär´ einen Club-Mix anfertigen lassen. Dadurch hatten wir die Möglichkeit in einigen Clubs live zu spielen. Das war schon richtig spaßig.

Das war aber auch eine gute Promotion für solche Leute, die vielleicht im Grunde gar nichts mit STAHLHAMMER zu tun haben.

– Wir sind eigentlich gar nicht fixiert auf eine spezielle Szene, denn wir versuchen eigentlich jedes Publikum anzusprechen. Das soll jetzt nicht heißen, dass wir unbedingt viel Geld jetzt verdienen möchten und uns selbst untreu werden, aber der wichtigste Punkt ist, dass wir etwas vermitteln möchte. Das versuchen wir, indem wir gute Musik machen, denn im Grunde gibt es nur gute oder schlechte Musik und das hat mit den verschiedensten Richtungen überhaupt nichts gemeinsam.

Das ist genau das, was ich auch immer wieder ausdrücken möchte, denn wichtig ist doch, ob es sich jetzt um Hardrock, Metal oder neue deutsche Härte handelt, der Song ist doch das Wichtigste. Ich bin aber jetzt trotz allem auf die Show von STAHLHAMMER gespannt, denn Gary versprach mir am Telefon, dass es einige Überraschungen geben wird.

Story:Gisela

1 Kommentar zu STAHLHAMMER

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