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HARRY HESS

Harry Hess ist euch mit Sicherheit als Sänger der kanadischen Hardrockband HAREM SCAREM ein Begriff. Nun hat er es sich nicht nehmen lassen sein erstes Solo-Album zu veröffentlichen. Auf diesem bietet er uns zwar nicht die Richtung, welche HAREM SCAREM bevorzugt, aber seine rockigen Lieder sind mehr als hörenswert. Lest doch einfach nach, warum er dieses Album veröffentlicht. Es gibt aber auch noch einiges andere, was ich von Harry in Erfahrung bringen konnte.

Mit „Just Another Day“ veröffentlicht Harry Hess sein erstes Soloalbum. War dies ein Langgehegter Wunsch von dir, ein solches Album zu machen?

– Eigentlich schon, aber ein anderer Grund hat mich mehr dazu bewogen dieses Album zu veröffentlichen. In den vergangenen Jahren haben sich eine Menge Songs angesammelt, welche nicht so auf ein Album von HAREM SCAREM gepasst hätten. Das kam wohl daher, dass wir entschieden haben, dass die Band mehr in die hardrocklastige Richtung weitermachen würden. Dadurch hatte ich dann die Idee, die Songs für mein Soloalbum zu verwenden, denn für in die Schublade zu legen, waren sie eigentlich zu schade.

Da wäre uns aber einiges verloren gegangen, denn die Songs sind wirklich erstklassig. Aber etwas anderes hätte ich von Harry Hess nicht erwartet. Aus welchem Zeitraum stammen denn die ganzen Songs?

– Eigentlich aus den vergangenen 18 Monaten. Einige stammen aus der Songwritingsession des letzten HAREM SCAREM-Albums. Das brachte mich dann auf die Idee zu diesem Album. Die restlichen Stücke sind alle erst von Juli letzten Jahres an geschrieben worden.

Wie schon erwähnt ist der Sound deines Soloalbums unterschiedlich zu den Stücken von HAREM SCAREM. So befinden sie sich alle im Fahrwasser des Rocks und teilweise haben sie auch sehr viele popige Attitüden.  Bist du ebenfalls ein Fan von Popmusik und welche Künstler gefallen dir in diesem Bereich besonders gut?

– Ich mag jede Menge Mainstreamsongs. Darunter zählen vor allen Dingen U2 oder Künstler aus dem Bereich des Poprocks. Ich bin ebenfalls ein großer Fan von Southernrock, wie den EAGLES oder ähnliches. Mein eigentlicher Einfluss stammt natürlich aus dem Hardrock, aber in den vergangenen Jahren habe ich auch andere Richtungen mehr als schätzen gelernt. Mein Musikgeschmack ist gewachsen und ich bin wesentlich offener für andere Richtungen als in den Anfangstagen. Das Soloalbum ist nun genau das, was ich für mich persönlich gut finde.

Das Wichtigste an Songs ist doch, dass sie gut sind, dann ist es doch egal, aus welcher Richtung sie kommen.

– Ich habe auch schon von einigen Leuten gehört, dass die Songs auf „Just Another Day“ einfach zu sanft wären. Es ist eine schwierige Sache, die meisten gleichzeitig zufrieden zu stellen. Manche mögen eben laute Gitarren und die anderen mögen gefühlvolle Lieder. Da gibt es nun mal einen großen Unterschied bei den Fans von HAREM SCAREM. Man kann es sowieso keinem recht machen. Hätte ich jetzt ein schlechtes Hardrockalbum gemacht, wäre auch niemand zufrieden gewesen. Die Hauptsache ist aber, wie gut ist das Songwriting gewesen und dazu kann ich sagen, ich bin sehr zufrieden mit den Stücken.

Du hast die Songs auch alle selber produziert. War es für dich einfacher diesen Part auch noch in die Hand zu nehmen, weil du ja alleine weißt, wie im Endeffekt die Songs klingen sollten?

– Ich produziere ziemlich viele andere Bands und ich übe diesen Job sehr gerne aus. Ich hätte auch mit anderen Produzenten arbeiten können, denn manches Mal kann es schon sehr hilfreich sein, die Meinungen von Außenstehenden zu hören. Ich habe mich aber dann dazu entschieden, mein Soloalbum so zu gestalten, dass es wirklich meine eigene Arbeit, vom Songwriting, über die Recordings bis hin zur Produktion in meine Hände zu legen. Was man als Endergebnis hört ist exakt das, was ich mag.

Auf dem Album hast du mit „Sentimental Blvd.“ Einen älteren HAREM SCAREM-Song, den du aber in einer völlig unterschiedlichen Version auf das Album genommen hast. Warum hast du diesen Song mit auf das Album genommen?

– Ich habe einige Demos von früherem Material gefunden. Darunter befand sich auch eine Version von „Sentimental Blvd.“, welcher ja auf dem „Mood Swings“-Album vertreten war. Wir haben diesen Song vor ungefähr 10 Jahren aufgenommen und ich habe ihn damals nicht gesungen, aber ich habe ihn geschrieben. Ich nahm also den Song und versuchte ihn in einer 2003-Version zu recorden. Es war schon eine lustige Sache, in alten Demos zu stöbern und aus denen denn auch noch einen Song für mein Soloalbum zu komponieren. Er ist ja jetzt nicht mehr der typische Rocksong, sondern er hat jetzt mehr von einem Popsong mit Melodic-Rock Anleihen.

Ich mag diese Version des Songs sehr und obwohl er schon 10 Jahre alt ist, hat er immer noch die benötigte Frische. Ein anderer Fakt des Albums ist, einige befreundete Musiker haben dich bei dem Album tatkräftig unterstützt. Darunter auch Eric Martin (ex-Mr. Big) ehemalige Musiker von HAREM SCAREM. Dazu gesellten sich auch noch andere namhafte Musiker. Die ganzen Musiker waren aber nicht involviert ins Songwriting?

– Nein die Songs waren alle schon fertig. Für mich war es schon eine tolle Sache, dass Eric Martin mir anbot einige Backingvocals zu übernehmen. Ich kenne ihn schon eine ganze Weile von diversen Touren. Auch die anderen Musiker sind gute Freunde von mir. Es war also nicht allzu schwer sie zu überzeugen, auf diesem Album mitzuwirken. Sie haben es alle sehr gerne gemacht und es hat auch sehr viel Spaß gemacht, mit ihnen zusammen zu arbeiten.

Aber eine Tour, denke ich, wirst du nicht zu dem Album machen.

– Nein, denn es war wirklich nur ein Wunsch von mir, die Songs, welche ja wirklich nur in der Schublade lagen, nicht ganz in Vergessenheit geraten zu lassen. Als nächstes werden wir uns jetzt um das neue HAREM SCAREM-Album kümmern. Wir haben nämlich geplant die Songs im Sommer aufzunehmen. Das Album soll eigentlich noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Somit haben wir genug zu tun, denn die Zeit bis dahin geht ja ziemlich schnell vorbei.

Dann kann ich dir nur noch alles Gute für die anstehenden Recordings des neuen Albums von HAREM SDAREM wünschen und freue mich schon auf die neuen Songs. Dann werden wir uns sicher wieder hören. Wem die Zeit zu lange wird kann ja auf der Homepage der Band nachschauen, wie weit die Band mit ihrer Arbeit schon ist. Diese erreicht ihr unter:.

www.haremscarem.net

Story: Gisela

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