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IN EXTREMO

Das Geheimnis ist gelüftet, denn nun steht das neue Album „7“ von IN EXTREMO endlich in den Plattenläden. Es wurde gerätselt, wie es denn wohl ausfallen würde. Als ich es zum ersten Mal hörte, hatte ich ein paar Schwierigkeiten mit den neuen Songs, aber die Stücke muss man sich wirklich erst ein paar Mal anhören um sie zu lieben und das geschah auch bei mir. Es ist das Mittelalterlichste und das Modernste Album in einem. Was damit gemeint ist und noch anderes erklären euch, in einem Gespräch Sänger Michael und Gitarrist Bastian.

Wie schon erwähnt fiel mir, beim Hören der CD, sehr stark auf, dass die mittelalterlichen Instrumente wesentlich intensiver eingesetzt wurden. War das gewollt von euch und hatte der Studiowechsel auch ein wenig dazu beigetragen?

Michael: Das Album ist einfach wieder Back to the Roots von IN EXTREMO, denn es war uns wichtig wieder mehr die mittelalterlichen Instrumente in den Vordergrund zu stellen.

Bastian: Man muss auch bemerken, dass bei der letzten Platte „Sünder Ohne Zügel“ ein Produzententeam das Album abgemischt hatte, die auf diesem Gebiet noch nicht so viel Erfahrung mit diesen Instrumenten hatten. Das hat dieses Mal wesentlich besser funktioniert, weil sie die Songs auch alle aufgenommen haben. Wir selber haben aber auch verstärkt darauf geachtet, dass beim Arrangieren dies schon zum Tragen kam.

Aber im Gegenzug ist „7“ zusätzlich wesentlich härter oder besser gesagt heavier ausgefallen. Bastian ist das zum Teil auch dein Verdienst?

Bastian: Das würde ich jetzt nicht so sagen, denn es läuft bei uns immer noch so, dass wir die ganzen Ideen in einem Topf werfen und daraus denn einen Song basteln. Ich finde aber auch, dass „7“ sehr viele Ruhepunkte hat, welches durch die mittelalterlichen Songs und die Balladen sehr schön zum Ausdruck gebracht wird. Wenn eine Gitarre hart klingt, soll sie ruhig so klingen.

Das ist richtig, denn „7“ finde ich, ist wesentlich differenzierter ausgefallen, denn es gibt harte Songs ebenso wie auch rein mittelalterliche Stücke.

Michael: Das wollten wir schon zum letzten Album machen, nur wir haben es nicht mehr so richtig geschafft. Ich finde, es steht der Platte ganz gut zu Gesicht.

Richtig, denn durch diese Songs kehrt immer wieder Ruhe ein.

Michael: Es ist uns auch immer sehr wichtig gewesen, dass die Scheiben von uns immer diesen besagten Ruhepol haben.

Schon weit vor der Veröffentlichung haben IN EXTREMO für großen Rummel gesorgt, denn ihr Video „Küss mich“ ging in Rotation auf VIVA. Warum habt ihr das Video gerade im Knast aufgenommen?

Michael: Die Medien haben unsere Videos immer abgelehnt. Eigentlich sind auch Videos für uns bisher nie berechenbar waren, denn die Produktion eines solchen Videos ist richtig kostspielig. Wenn man denn, wie beim Video „Vollmond“ geschehen, Tausende von Mark in den Sand setzt, wird es schon schwierig. Also mit mittelalterlichen Hintergründen kann man bei den Musiksendern nichts reißen. Deshalb haben wir einfach den Knast genommen, weil dieses Gefängnis schon sehr nah ans Mittelalter heran reichte. Nachdem wir denn bei VIVA Interaktiv gespielt haben, kam die Sache eigentlich erst richtig ins Rollen. Die Moderatorin dieser Sendung war richtig überrascht, als sie uns sah, denn man hatte uns vorher gesagt, aber nicht mit den mittelalterlichen Klamotten, sondern in normaler Kleidung. Da haben wir uns aber nicht daran gehalten und als wir dann das Studio zur Sendung betraten, war die Moderatorin angenehm überrascht und das hat sie uns nach der Sendung auch zu verstehen gegeben. Sie kann es heute selber nicht verstehen, warum eine solche Musik nicht im Fernsehen gezeigt wird.

Jetzt muss ich aber sofort bemerken, dass ich es richtig toll finde, dass ihr die Aufmerksamkeit erhaltet, welche ihr schon lange verdient habt. Aber das sehen nicht alle so, denn auf eurer Homepage, im Gästebuch, habe ich ganz andere Sachen gelesen.

Michael: Das ist richtig, denn einigen war es nicht recht, dass wir nun mit unserem Video im Fernsehen ausgestrahlt werden. Viele meinten auch, wie wir denn so etwas überhaupt machen könnten, das wäre doch viel zu kommerziell.

Aber gerade das sollte die Fans doch erfreuen, wenn ihr euch der breiten Masse präsentieren könnt.

Bastian: Das verstehen sie aber einfach nicht. Es sind auch nur wenige, die diese Kommentare verfasst haben. Sie meinen eben, dass wir nur für sie spielen sollten.

Michael: Wir machen ja nicht nur Musik, um nur einen begrenzte Menge an Fans zu erfreuen. Viele Leute hätten uns lieber als Wohnzimmerband. Ihnen würde es gefallen, wenn wir immer nur in kleinen Clubs spielen würden.

Aber genau das ist doch nicht das Ziel für eine Band, denn man wächst als Band mit der zeit und man erhofft sich doch auch, dass die Zahl der Fans mit der Zeit ansteigt.

Michael: Aber gerade das verstehen die wenigen, welche diese Kommentare ins Gästebuch setzen einfach nicht. Sie denken, dass wir einfach nur für sie spielen sollen. Aber wir wollen doch mehr.

Und verdient habt ihr das doch, denn ich kenne kaum eine Band, die so viel investiert, denn eure Live-Präsenz ist doch gigantisch.

Bastian: Das ist auch ein wichtiger Punkt für uns, denn die Konzerte, welche wir in einem Jahr absolvieren, sind nötig, um auf Dauer mithalten zu können. Man muss den Fans präsent zeigen.

Das wird IN EXTREMO auch im Herbst wieder ausgiebig machen, denn schon im September startet die Tour zum Album. Ich wünsche der Band in jedem Fall alles Gute und hoffe, dass sie bald den Erfolg haben werden, den sie mehr als verdient haben. Vielleicht sieht man sie dann auch in größeren Hallen. Ich jedenfalls wünsche es ihnen von ganzem Herzen. Wer noch mehr Infos benötigt, einfach die Homepage besuchen unter:

http://www.inextremo.de/home

Story: Gisela

 

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