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SCHANDMAUL

Nach ihrer überaus erfolgreichen Live-Veröffentlichung „Hexenkessel“, welche als Live-CD und DVD auf den Markt gebracht wurde, erfreuen uns SCHANDMAUL mit einem neuen Geniestreich. „Wie Pech und Schwefel“ zeigt die Band, dass sie sich noch weiter steigern konnte. Um ein wenig mehr von der Band, der Produktion und auch noch andere Dinge zu erfahren, traf ich mich mit Thomas Lindner (Gesang, Akustik-Gitarre, Akkordeon) und Birgit Muggenthaler (Flöte, Dudelsäcke, Schalmei) zum einem Plausch in Köln.

Die neuen Songs kommen so entspannt rüber, dass ich davon ausgehe, dass die Stimmung, bei den Recordings ebenso entspannt war. Liege ich da richtig?

Thomas: Das kommt sicher daher, dass wir uns wesentlich mehr Zeit genommen haben. Wir haben schon sehr früh mit dem Songwriting angefangen und damit hatten wir die Möglichkeit mit dem Produzenten und anderen wichtigen Leuten die ganzen Songs noch einmal zu überdenken. Das war von meiner Seite der wichtigste Punkt.

Birgit: Das Arbeiten im Studio war auch dieses Mal sehr entspannt, denn zu den anderen Alben standen wir immer sehr extrem unter Zeitdruck. Es war zwar auch wieder knapp gewesen, aber trotzdem blieb uns immer noch die Zeit, um uns um diverse Details zu kümmern. Ich hoffe, dass man das auch hört.

Das hört man in jedem Fall. Was mir auch sehr gefällt ist der Titel „Wie Pech und Schwefel“. Kann man dies auch ein wenig auf die Band zurückführen, die mittlerweile auch so zusammen gewachsen ist?

Thomas: Der Titel umschreibt einfach das, was mit der Band in den letzten anderthalb Jahren passiert ist. Wir haben 3 komplette Touren und noch die ganzen Festivals hinter uns und die Platte beschreibt ganz genau, was wir alles so erlebt haben.

Es ist ja auch nicht immer so einfach auf Tour zu gehen, denn ich kann mir vorstellen, dass dies so manches Mal richtig in Stress ausartet.

Birgit. Das ist in jedem Fall Stress, aber im letzten Jahr mussten auch sehr viele wichtige Entscheidungen getroffen werden. Darunter zählte, macht man weiter mit den Leuten, mit denen man bisher gearbeitet hat und so manche Entscheidungen standen auf Messers Schneide. Diese ganzen Komplikationen haben uns aber noch mehr zusammen geschweißt.

Zu den Entscheidungen gehörte ja auch das Label.

Thomas: Ja wir haben uns jetzt wieder frisch verheiratet. Wir machen weiter mit Fame-Records und das nicht ohne Grund, denn man erhält doch genug Hilfe von ihnen und das ist eigentlich auch das Wichtigste.

Deswegen ist es doch auch gut, bei einem nicht so großen Label unter Vertrag zu sein.

Thomas: Richtig, denn wenn man sich umschaut, was bei Universal und BMG und anderen Majorlabels passiert, da hätten wir mit Sicherheit schon vor Jahren auf der Straße gesessen.

Kommen wir aber zurück zum Album. Beim Songwriting hat sich auch noch einiges getan, denn wie ich gelesen habe, waren dieses Mal alle mit daran beteiligt?

Thomas: Es haben sich mehr beteiligt und ihre eigenen Ideen mit eingebracht. So unser Bassist Mathias, der mit zwei Stücken vertreten ist, ebenso auch Anna unsere Geigerin. Das heißt für uns jetzt, dass es noch vielseitiger geworden ist, denn das ist ja eine normale Sache, je mehr sich beteiligen umso vielfältiger und interessanter wird  es. Das ist aber auch der Vorteil einer Band, ganz im Gegensatz zu Sängern wie Herbert Grönemeyer, der es, weil er die Songs alleine schreiben muss, sehr schwer hat.

Birgit: Trotz allem sind bei unseren Songs immer alle beteiligt am Arrangement. Das ist auch sehr wichtig, denn nur dadurch entsteht diese Vielseitigkeit.

Diese Vielseitigkeit ist sehr gut zu merken, bei den zwei hintereinander kommenden Songs „Drachentöter“, der wunderbar mit Flöten-Passagen versetzt wurde und dem Song „Der Tyrann“, der eine riesige Portion an Heavy-Gitarren beinhaltet. Ist euch diese Anordnung der Songs auf dem Album sehr wichtig?

Thomas: Klar, denn es gibt, wenn man sich mal Publikum bei den Konzerten anschaut so viele verschiedene Menschen der unterschiedlichsten musikalischen Richtungen und diese möchte man ja auch gerne bedienen. Da gibt’s ja die Rock-, Stromgitarren-, Folk- und Balladenfans die man auch zufrieden nach Hause gehen lassen möchte. Das ist beim Konzert wie bei einer CD dasselbe. Es ist aber nicht geplant, dass wir die unterschiedlichsten Richtungen von Anfang an planen, sondern es kommt automatisch und vom Gefühl her.

Gerade kamen die unterschiedlichsten Fans zur Sprache. Habt ihr überhaupt jemals daran gedacht, dass so viele verschiedene Leute auf eure Musik abfahren?

Birgit: Nein, da haben wir uns noch nie Gedanken drüber gemacht. Das ist unser Stil, der einfach so entstanden ist. Der kam durch die verschiedenen Elemente die jeder mit eingebracht hat. Ebenso haben wir uns noch nie Gedanken über unsere Zukunft gemacht. Am Anfang war SCHANDMAUL eigentlich ein Projekt, oder besser gesagt ein Hobby. Mittlerweile geht es immer mehr nach vorne und wird größer und größer. Wir wundern uns eigentlich immer selber. Als wir auf den ersten Gothik-Festivals gespielt haben, waren wir sehr unsicher, wie wir überhaupt angenommen werden, denn eigentlich sind wir doch viel zu fröhlich für eine solche Klientel. Dasselbe passierte letztes Jahr mit einem Metal-Festival, wo wir auch sehr gut angenommen wurden. Es sind für uns selber immer große Überraschungen.

Da hatten Thomas und ich ja im letzten Jahr noch drüber gesprochen, denn eine Woche nach dem Burgfolk spielten SCHANDMAUL in Pratteln auf dem großen Metalfestival Z7-Days.

Thomas: Ja und der Headliner war SLAYER. Wir waren aber auch sehr nervös vor diesem Auftritt, aber die Überraschung war riesengroß über die Resonanz die wir durch unseren Auftritt ernteten.

Birgit: Wir hatten bei diesem Metal-Festival auch den Eindruck, dass es für die Zuschauer eine Abwechslung war. Auf der einen Seite gab es Instrumente, die einige sicher noch nicht gehört hatten und auf der anderen Seite ist aber ein Rockfundament vorhanden welches die Basis ist und dann wird auch noch deutsch gesungen. Genau diese Abwechslung wurde von den Leuten sehr gut aufgenommen.

Ich möchte noch einmal zum Album zurückkommen. Auf dem Song „Kalte Spuren“ habt ihr mit einem Kammerorchester zusammen gearbeitet. War es das erste Mal?

Thomas: Wir haben schon öfters mit Gastmusikern gearbeitet, weil es eben eine vollkommen andere Klangfarbe gibt. Es ist aber richtig, dass wir das erste Mal mit einem kleinen Streicher-Ensemble gearbeitet haben. Wir wollten es auch so authentisch wie möglich machen, denn wir hätten ja auch diese Parts vom Band aus zuspielen können, aber das hätte nicht eine solche Fläche ergeben. Live einspielen klingt eben anders.

Ich finde es auch sehr abwechslungsreich, denn man hört eine solche Kombination ja heute doch sehr oft im Metalbereich. Ihr seid ja jetzt auf Tour und mit welchen Erwartungen seid ihr in diese Tour gegangen?

Birgit: Erwartungen kann man es nicht so richtig nennen. Ich würde es als Visionen oder Hoffnungen sehen. Erstens steigen die Zuschauerzahlen ständig, denn im Moment bewegen wir uns im 800 – 1000 Bereich, in guten Städten. Zweitens erhoffen wir uns noch eine breitere Akzeptanz, dies vor allem im Metalbereich. Wir spielen dieses Jahr ja auch auf dem Wacken Open Air und dem Summer Breeze-Festival und wir sind mächtig gespannt, ob es auch klappen wird. Wichtig ist für uns auch eine Präsenz im Ausland.

Dann kann ich euch für eure Hoffnungen nur alles Gute wünschen, aber ich gehe stark davon aus, dass diese Hoffnungen sich alle erfüllen werden, denn wer SCHANDMAUL schon live gesehen hat, ist fasziniert von ihrem Auftritt.

http://www.schandmaul.de/startseite

Story: Gisela

1 Kommentar zu SCHANDMAUL

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