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BOB CATLEY

Seit nunmehr 25 Jahren ist Bob Catley schon erfolgreich im Musikbusiness unterwegs. Nicht nur als Sänger der Band MAGNUM wusste er immer zu überzeugen, sondern auch als Solokünstler brachte er nun auch schon 4 erstklassige Alben auf den Markt, die ihn von einer ganz anderen Seite zeigen. So war das letzte Album sehr metallastig und Bob meinte, dass „When Empires Burn“ sein erstes Metalalbum wäre. So ist der Sound auch auf dem neuen Album „Spirit Of Man“, obwohl ich die Scheibe eher als eine gesunde Mischung aus vielerlei Richtungen sehen würde. Aber lassen wir doch an dieser Stelle Bob Catley selber zu Wort kommen.

Auf „Spirit Of Man“ klingen die Songs sehr dynamisch und ich finde dass sie soundtechnisch das Beste von allen Alben auf einem wieder geben. Siehst du das auch so?

– Das ist schon so, aber vielleicht liegt es auch daran, dass die Songs von uns selber produziert wurden. Mittlerweile weiß man ja auch, wie die Songs am Ende klingen sollen und es war ein Versuch wert. Hinzu kommt noch, dass drei Songwriter mit von der Partie waren. Drei stammen aus der Feder von meinem Gitarristen Vince O´Regan und die restlichen wurden in Kooperation mit Dave Thompson und Paul Uttley geschrieben. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und hoffe nun, dass die Fans die Songs auch mögen.

Davon bin ich ziemlich überzeugt, denn auf dem Album gibt es wirklich keinen Ausfall. Wie schon angesprochen klingen die Songs doch härter als die Stücke, welche du zusammen mit Magnum präsentierst. Ist das vielleicht auch ein Grund für deine Soloaktivitäten?

– Eigentlich nicht, denn als Magnum 1995 unglücklicherweise auseinander ging, stellte ich mir die Frage, was nun geschehen sollte. Ich gründete kurze Zeit später die Band Hard Rain. Mit der Band veröffentlichte ich dann 2 Alben. In dieser Zeit lernte ich den Chef von Now and Then Records kennen. Er fragte mich, ob ich nicht für die Band TEN ein Album einsingen würde und nach dem Anhören der Songs habe ich sofort zugesagt, denn mir gefiel das Material sehr gut. Zudem fragte es mich, ob ich mir nicht vorstellen könnte ein Soloalbum aufzunehmen. Ich hatte daran eigentlich noch nie gedacht, aber mir gefiel der Gedanke. Ich habe dann mit unterschiedlichen Songwritern zusammen gearbeitet und Soloalben aufgenommen und bin auch auf Tour gegangen. Als Magnum im Jahre 2001 wieder zusammen kam, war das auch kein Problem für die Band, dass ich meine Solokarriere weiter forcierte. Mir macht es eben Spaß die unterschiedlichsten Seiten der Musik auszutesten.

Dass Bob vielseitig ist hat er ja sehr eindrucksvoll bewiesen, denn auf Tobias Sammets Werk „Avantasia“ war er auch vertreten.

– Zwischen Tobias und mir hat sich in der Zwischenzeit eine tiefe Freundschaft entwickelt. Ich sah Edguy schon auf einigen Touren und mir gefiel schon immer was sie machten. So kam es dann, dass ich „The Tree of Knowledge“ intonierte. Das kam meiner Stimme auch sehr gelegen, denn für die tiefe Stimme dieses weisen Baumes brauchte ich nicht viel an Übung. Ich hoffe, dass wir in Zukunft auch wieder zusammen arbeiten werden.

Dass dieses mystische gut zu dir passt hast du ja auch schon beim Projekt mit Gary Hughes Projekt „Once and Future King“ bewiesen, denn da wurde der Part von Merlin von dir getätigt. Magst du die Geschichten rund um König Arthur?

– Ich bin ein großer Fan dieser Geschichte, denn sie gehört ja auch zu England. Zudem fasziniert mich auch der „Herr der Ringe“. Gary kam damals zu mir und fragte mich, ob ich nicht mitmachen möchte. Es waren wirklich gute Songs und es hat mir richtig viel Spaß gemacht an diesem Projekt mitzuwirken.

Das zeigt mir aber auch, dass du offen für andere Musikrichtungen bist.

– In jedem Fall und zudem bin ich als Sänger in der Lage verschiedene Richtungen zu interpretieren. Das wissen auch viele Musiker und deswegen bekomme ich auch viele Anfragen und das macht mich irgendwie auch ein bisschen stolz. Durch diese ganzen Projekte hat sich mein Bewusstsein auch wesentlich erweitert. Hinzu kommt auch noch, dass ich mit den besten Songwritern und Produzenten in der Welt zusammen arbeiten konnte, die mir auch musikalisch sehr viel geholfen haben. Durch die ganzen Erfahrungen, die alle ins neue Album mit eingeflossen sind, bin ich auch jetzt sehr zufrieden mit „Spirit Of Man“.

Du sprachst eben davon, dass es das erste Mal war, dass du ein Album produzierst hast. War es einfach für dich?

– Zuerst muss ich erwähnen dass ich Hilfe hatte, denn sonst wäre es doch ein wenig schwierig geworden.  Ich benötigte eine ganze Zeit um mich an diese Arbeit zu gewöhnen, aber ich denke, dass ich immer noch am besten weiß, wie die Songs am Ende klingen sollen. Ich hatte ja auch lange Zeit gehabt, denn die Produktion hat doch 2 Jahre gedauert, vom Songwriting bis zur fertigen Produktion. Ich hoffe jetzt nur, dass die Fans und die Medien das Album mögen.

Das ist ja auch der wichtigste Punkt, dass die Fans das Album mögen. Davon bin ich aber vollkommen überzeugt. Jetzt haben wir vom Songwriting, Sound und der Produktion geredet und die Texte außen vorgelassen. Steckt hinter „Spirit Of Man“ ein Konzept?

– Nein, aber es beschreibt das Gefühl des ganzen Albums sehr gut. In den Texten kommen Geschichten von Familien, Freunden und auch von England vor und der Titel klingt einfach nur gut.

Und das Cover passt ja auch wunderbar zum Titel.

– Es sieht so aus, als wäre es ein Werk von Leonardo da Vinci. Spaß beiseite! Ich arbeite schon länger mit einem Coverdesigner zusammen und ich fragte ihn, was man tun könnte um einen Bezug zu Titel zu bekommen. Er kam dann mit diesem Cover und ich war sofort begeistert, denn es passt wunderbar zum Titel und ist ein kleines Meisterwerk geworden.

Ich gehe jetzt aber stark davon aus, dass du uns diese Songs live auch nicht vorenthalten möchtest. Ist schon etwas geplant?

– Ich werde in jedem Fall das Album live präsentieren. Ich denke, dass im April oder Mai eine Tour stattfinden wird. Darauf freue ich mich am meisten, denn ich singe für mein Leben gern live.

Das kann ich mir gut vorstellen, denn live wird dieses Album noch besser rüberkommen, wenn dies überhaupt machbar ist. Wir freuen uns schon jetzt auf die Live-Präsentation.

Story: Gisela

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