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ASTRAL DOORS

Seit dem Jahr 2002 gibt es eine Band, die schon auf eine sehr achtbare Karriere zurückblicken kann. Die Rede ist von den Schweden ASTRAL DOORS. Mit ihrem letzten Album hatten sie auch erfolgreiche Touren als Support von Bands wie Grave Digger und Doro zu verbuchen. Ebenso waren die Kritiken der ersten beiden Alben überschwänglich. Nun gibt es mit „Astralism“ das dritte Album der Band. Um ein wenig mehr von der Band in Erfahrung zu bringen, unterhielt ich mich mit Sänger Patrik Johansson.

Die Songs auf dem neuen Album kommen wirklich aus dem Innern von euch.

– Das ist richtig und sie wirken deshalb auch sehr natürlich. Das passiert deswegen, weil wir uns sehr intensiv mit den einzelnen Songs befassen.

Der unterschiedliche Sound fasziniert mich auch, denn er wirkt zu keiner Zeit langweilig. Ich denke, dass diese Vielseitigkeit auch durch die unterschiedlichen Interessen der einzelnen Musiker zusammen hängt.

– Da sehe ich auch so, denn bis zum letzten Album lag das Songwriting in den Händen von Joachim Nordlund (git.), Johan Lingstedt (dr.) und mir. Jetzt zum neuen Album stieß auch noch unser zweiter Gitarrist Martin Haglund dazu. Er arbeitet nun als vierter beim Songwriting mit.

Das war ja auch der Hintergrund der Frage, denn Martin hat ja einen ganz anderen Background, denn er bevorzugt mehr die Schiene des extremen Metals. Das hört man den neuen Songs auch an, denn sie wirken rough und sehr modern.

– Das ist richtig, denn dadurch, dass Martin jetzt auch beim Songwriting mitwirkt klingen unsere Songs ein wenig nach Old School Metal, versehen mit modernem Sound. Martin ist ein großer Fan von Bands wie z.B. Killswitch Engage, die ja in einem ganz anderen Genre Musik machen.

Die Texte und die Melodielinien werden alle von Patrik geschrieben. Ein Song, der mir besonders gut gefällt ist „Israel“. Welche Story steckt in dem Song?

– Israel hat eine besonders interessante Geschichte. Schon lange gibt es in diesem Land nur Kampf. Das Stück handelt von der Geschichte dieses Landes und zum Ende hoffen wir, dass es in diesem Land bald Frieden gibt. Es ist also die Message des Friedens, der in diesem Song das Hauptthema ist. Ich denke, dass dieses schöne Land lang genug gelitten hat.

Und welches Thema steckt im Stück „London Cave“ und „The Green Mile“?

– „London Cave“ hat den Terror-Anschlag von London zum Thema. Das war schon eine üble Sache, die damals in London passiert ist, denn es kamen einfach zu viele unschuldige Menschen ums Leben. Der Song „The Green Mile“ handelt von einem Mann, der im Todestrakt auf seine Hinrichtung wartet.

Dieses Thema wurde ja auch schon sehr eindrucksvoll mit Tom Hanks in der Hauptrolle verfilmt.

– Ich liebe diesen Film, denn es spiegelt wirklich sehr gut die Situation in der Todeszelle wieder. Das sind auch Themen, die mich sehr beschäftigen und ich schreibe eigentlich ausschließlich über Themen, die mich bewegen. Wenn ich mir eine gute Dokumentation im Fernseher anschaue und ich zum Nachdenken angeregt werde, ist dies eine gute Möglichkeit für mich darüber zu schreiben. Trotz allem kommt die Liebe natürlich auch nicht zu kurz. Über alles was mich inspiriert kann ich gute Storys schreiben.

Ich möchte jetzt aber kurz auf eure Geschichte eingehen. Ihr habt ja nach eurer Gründung ziemlich schnell einen Plattenvertrag bekommen und auch sofort Erfolge und gute Kritiken bekommen.

– Das ging wirklich sehr schnell und wir waren richtig überrascht. Joakim setzte nach dem Songwriting einige Songs in Foren ins Internet. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.

Und nun habt ihr ein spanisches Label, was ja auch nicht gerade üblich ist.

– Das ist richtig, aber die ganze Korrespondenz lief über Deutschland, weil Locomotive Records in Köln eine Niederlassung hat.

Ihr wart ja nach eurem letzten Release mit Grave Digger auf Tour gewesen. Wie sind denn die Reaktionen des Publikums ausgefallen?

– Die Tour zusammen mit Grave Digger war ja unsere erste Tour gewesen. Die Reaktionen waren einfach fantastisch. Wir wussten ja gar nicht, was auf uns zukam und demzufolge waren wir mehr als überrascht, dass die Leute uns so gut empfangen haben. Ich finde das Publikum in Deutschland ist das Beste auf der ganzen Welt, denn sie sind sehr loyal.

Nun liegt ja sofort die nächste Tour im September als Support von Blind Guardian an.

– Das war auch eine große Überraschung und wir konnten es zuerst gar nicht glauben. Wenn ich auf die Daten schaue wird es mir richtig schwindlig. Dass es mit dieser Tour geklappt hat ist einfach unglaublich.

Vor allem spielt ihr dann auch in Hallen der größeren Dimensionen.

– Das haben wir jetzt auch erfahren und ich find es so toll und eines kann ich den Fans schon versprechen, wir werden alles geben um euch zufrieden zu stellen.

Davon gehe ich aus, aber mit Patrik´s Stimme, die mich des Öfteren an Ronnie James Dio erinnert dürften sie wohl leichtes Spiel mit den Fans von Blind Guardian und natürlich auch ihren eigenen Fans haben. Sind wir mal gespannt auf September.

www.astraldoors.com

Story: Gisela

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