AFTER FOREVER
AFTER FOREVER Februar 2001
Es gab einige Umstrukturierungen bei AFTER FOREVER nach ihrem Debütalbum „Prision Of Desire“ im letzten Jahr. Die Band, jetzt bestehend aus Floor Jansen (vocals), Mark Jansen (guitars, screams), Sander Gommans (guitars, grunts), Lando van Gils (synths), Luuk van Gerven ( bass) und Andre Borgman (drums, acoustic guitar). Aber die Veränderungen haben ihrem Tatendrang keinen Abbruch getan. Im Gegenteil, ihr zweites Album „Decipher“ ist erschienen. Mit Sängerin Floor konnte ich über Geschehenes und Neues plaudern.
Was geschah, nachdem ihr euer Debütalbum „Prision Of Desire“ auf den Markt gebracht hattet?
– Wir haben auf einigen Festivals in Holland und in Belgien gespielt. In der Zwischenzeit haben wir an neuen Songs für unser neues Album gearbeitet. Ab Januar 2001 haben wir geprobt und ab Juli haben wir mit den Studioarbeiten begonnen.
Wie war das Gefühl, als ihr das Feedback für „Prision Of Desire“ bekamt?
– Das war schon toll. Wir sind eine von vielen, vielen anderen Bands, und freuen uns natürlich sehr, dass wir mit unserem Debütalbum in Holland und in Belgien einen solchen Erfolg haben durften. Die Reaktionen, auch aus Deutschland und Amerika, auf unser Album, das war schon einmalig. Und das in so kurzer Zeit.
In eurer Band gab es einige Veränderungen nach „Prision Of Desire“?
– Ja, Jack Driessen und Joep Beckers verließen AFTER FOREVER. Die Arbeit mit der Band war mit ihrem Studium nicht vereinbar, und so mussten sie uns verlassen. Der Zeitaufwand für das Studium war einfach zu groß. Dafür kam dann Lando van Gils und Andre Borgman zu uns.
Wer hat „Decipher“ produziert?
– Stephen van Haestregt (Ambeon) im Gegensatz zu unserem ersten Album, das von Hans Pieters & Dennis Leidelmeijer produziert worden ist.
Wo wurde „Decipher“ produziert?
– In Studio RS 29 in Waalwijk – in den Niederlanden. Und Oscar Holleman war für den Mix verantwortlich.
Wie lange hat die Produktion von „Decipher“ gedauert?
– Wir waren für zwei Monate im Studio. Mit den Songs haben wir allerdings direkt nach unserem Album „Prision Of Desire“ begonnen.
Interessant ist, dass ihr auf „Decipher“ eine Ouvertüre, mit starker klassischer Anlage als Einleitung habt. Was hat euch dazu animiert?
– Das ist ziemlich lustig, denn diese Ouvertüre ist vor drei Jahren von Sander geschrieben worden. Er hat sie auf dem Computer erschaffen und ich denke, dass er von recht vielen musikalischen Elementen beeinflusst worden ist. Es passte sehr gut zu unseren anderen Stücken, die ja auch recht stark von der klassischen Musik gefärbt sind.
Der Text ist in Latein. Warum?
– Mark hat diese Einleitung getextet und gesungen. Ich denke, das Mark damit eine wichtigere Aussage rüber bringen wollte. Die Intro sollte etwas mystisches beinhalten und den Zuhörer schon einmal in die Stimmung unser Musik bringen.
Auf „Decipher“ habt ihr überhaupt deutlich mehr mit klassischen Elementen gespielt, auch in den Chorparts?
– Ja, das stimmt. Wir haben neben unseren Instrumenten auch einige klassische Instrumente, wie z.B. die Violine oder das Cello eingesetzt. In unserem Backgroundchor sind die gleichen männlichen Stimmen vertreten und die Frauenstimmen haben sich verändert. Der gesamte Schreibprozess war sehr naturalistisch. Mark hat die meisten der Keyboard Parts geschrieben und die beeinflussen die Songs sehr stark. Und auch meine Stimme wirkt in den Songs recht klassisch, beinhaltet aber auch einige Popmotive.
In dem Song „Imperfect Tenses“ hast du ein Duett mit dem Gasttenor Casper De Jonge gesungen. Ein auf klassischer Musik basierendes Lied mit einem aggressiven Musikbett unterlegt.
– Ja, der Song ist sehr schön. Es ist auf unserem Album als leises Zwischenspiel gedacht.
Interessante Effekte setzen auch die von der männlichen Stimme produzierten „grunts“ und die „sceams“.
– Stimmt. Die tiefen „grunts“ waren von Sander und die höhere „sceams“ Stimme war von Mark. Auch bei unserem letzten Album war es so aufgeteilt. Sander hat mit seiner tiefen Stimme die meisten Einsätze in den Songs. Die männlichen Stimmen waren aggressiver als bei unserem Debütalbum, da die Interpretation des Textes eine andere Variante nicht zu ließ. Und es hat natürlich auch seinen Effekt, diese Art von Einwürfen.
Deine Stimme ist wesentlich klarer bzw. „reiner“ als bei eurem Debütalbum, und das Musikbett und die männlichen Einwürfe sind deutlich aggressiver. Was war die Inspiration?
– Wir wollten in unsere Songs mehr Emotionen einfließen lassen. Es sollte eine Reflexion unseres Gesangsstils sein. Und die „grunts“ und „screams“ sollten aggressiver sein und wurden es ja dann auch. Ich denke, dadurch hat unser Sound gewonnen. Meinen Stimme ist ziemlich weich, so dass ich beim Gesang mehr mit den Emotionen in positiver Hinsicht spielen konnte: Wie kann ich zu Lösungen kommen – die Texte stellen Fragen über das Leben. Im Gegensatz zu unserem ersten Album. Ich glaube, bei „Decipher“ wird dadurch mehr Aufmerksamkeit auf die Textaussagen gelegt.
Ist daher auch der Albumname „Decipher“ entstanden?
– Genau. „Decipher“ ist für uns so etwas, wie die Suche nach Lösungen für Dinge oder Situationen, die wir nicht verstehen. Mark und ich schrieben jeweils die Hälfte der Liedtexte. Und seine Themen unterschieden sich deutlich von den meinen. So mussten wir einen Titel finden, der unser beider Texte benennen konnte.
Genau, eure Lyriken sind im Vergleich zu eurem Debütalbum bei „Decipher“ auch traurig und düster, aber mir scheint das es in dieser Trostlosigkeit immer wieder die Hoffnung gibt .
– Stimmt. Meine Texte stellen Fragen, so dass sie nicht wirklich traurig sind. Sie sind mit einem anderen Hintergedanken entstanden als bei „Prision Of Desire“. Ich habe versucht, durch eine Vereinfachung der Texte, oder besser gesagt, durch mehr Klarheit in meinen Texten, auf Fragen Lösungen anzubieten. Ich beschreibe bei „Decipher“ mehr und versuche deutlicher zu werden.
Sie werden durch Holland und Belgien touren und sie hoffen, auch in Spanien ihre Musik live vorstellen zu können, aber auch Deutschland wollen AFTER FOREVER dieses Mal nicht auslassen. Außerdem werden sie wieder durch Südamerika, insbesondere Mexiko touren. AFTER FOREVER wird also in der Zukunft sicher keine Langeweile haben.
Story: Gabi Peiter
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