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GORKY PARK

GORKY PARK 1994

 Es ist schon ein Stress (aber positiver), den man als nebenberuflicher Redakteur hat. Von der Arbeit nach Hause, schnell umgezogen, das Diktiergerät geschnappt, ab ins Auto und dann im Eiltempo nach Köln, damit man pünktlich zum Interview erscheint. An diesem Tag stand GORKY PARK auf dem Programm. Als ich um 17.00 Uhr in der Live Music Hall ankam, blieb mir sogar noch etwas Zeit zu relaxen, denn mein Interviewpartner Big Sascha (Lead Vocals und Bass) ruhte sich noch etwas im Tourbus aus. Aber dann nach 20 Minuten und der Suche nach einem geeigneten Platz konnten wir dann endlich beginnen.

 Es ist eine lange Zeit zwischen dem letzten und dem neuen Album vergangen. Was habt ihr in der Zwischenzeit gemacht?

– Nach dem Moskau Peace Festival sind wir in die USA gegangen, weil wir in Russland keine Zukunft mehr hatten und die Möglichkeiten in der USA sind nun mal optimal. Wir spielten dort Gigs wie 1990 beim Farm Aid oder an High-Schools (laut Presseinfo an 70 Highschools) im Zuge einer Anti-Drogen Kampagne.

Wie lange lebt ihr jetzt schon in Los Angeles?

– Das sind jetzt mittlerweile schon 2 1/2 Jahre. Wir fühlen uns ganz wohl dort und die Möglichkeiten sind für uns dort sehr groß.

In der Zwischenzeit hatte sich auch noch Alexei Belov, der mit dem Rest der Band einen Stadtbummel gemacht hatte, zu uns gesellt. So konnten wir dann zu dritt das Interview weiterführen. Werdet ihr demnächst auch wieder einmal nach Russland gehen?

Alexei: Ja, das werden wir auf jeden Fall, denn wir wollen unsere Fans dort nicht vernachlässigen. Geplant sind Gigs in Stadien mit ca. 70000 Zuschauern.

Was habt ihr nach der Tour mit Axxis vor? Irgendwelche anderen Touraktivitäten?

Alexei: Nach der Axxis-Tour werden wir erst einmal nach Los Angeles Fliegen, dort ein bisschen Kraft schöpfen um dann eine Tour durch Skandinavien und den Rest von Europa zu starten. Anfang 1994 wollen wir dann mit der Vorproduktion für unser neues Album beginnen, welches dann gegen Ende des Jahres erscheinen soll.

Wie sieht es eigentlich in der Musik-Szene in Russland aus?

Alexei: Die Musik-Szene in Russland ist sehr groß. Es gibt dort sehr viele gute Bands. Aber leider sind deren Möglichkeiten sehr begrenzt.

Gibt es dort mehr Power-Rock-Bands oder Melodic-Rock-Bands?

Big Sascha: Die Bands in Russland bevorzugen eigentlich mehr die härtere Gangart.

Alexei: Ja, aus dem einfachen Grund, weil die Musik das einzige Ventil für Jugendliche ist, ihre Luft abzulassen.

Wovon handeln eigentlich die Lyrics eurer Lieder?

Alexei: Der größte Teil unserer Lyrics handelt von den Zuständen die im Moment in Russland herrschen. Aber wir haben ja darauf, was in Russland passiert keinen Einfluß und deshalb schreiben wir immer weiter. Natürlich haben wir in unserem Balladenteil auch einige Lovesongs.

In der Zwischenzeit war die Zeit schon so weit fortgeschritten, dass Alexei und Big Sascha sich leider zum Soundcheck verabschieden mussten. Ich wünschte beiden noch viel Glück für die Zukunft und entließ sie somit zum Soundcheck.

Story: Gisela   

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