MEDICATION
Schon seit ihrer Veröffentlichung der Maxi-CD geistert der Name MEDICATION durch den Blätterwald der Presse. Dahinter verbergen sich keine Geringeren als Logan Mader (ex-MACHINE HEAD und SOULFLY) und Whit Crane (ex-UGLY KID JOE und LIFE OF AGONY). Gespannt war ich ja schon, wie das Songmaterial des kompletten Albums klingen würde, bei dieser Konstellation. Ich wurde auch nicht enttäuscht, denn ´Prince Valium´ hielt das, was ihre Maxi-CD versprach. Die Songs verlieren zu keiner Zeit die Melodik und das ist für mich persönlich ein sehr wichtiger Grund. Zusammen mit Whit Crane, mit dem ich ja schon vor einigen Monaten das erste Interview gemacht hatte, versuchte ich ein wenig Licht in die Band MEDICATION zu bringen. Da sich MEDICATION gerade auf Tour in Amerika befanden, war die Verbindung auch nicht so toll, aber trotz allem konnten wir uns im Endeffekt noch sehr gut verständigen.
Nach der Veröffentlichung der Maxi-CD war ich natürlich sehr gespannt auf das komplette Album. Schon beim ersten Anhören war ich so überrascht, denn ´Prince Valium´ strotzt nur so vor Vielseitigkeit.
– Das Album spiegelt genau das wider, was wir beim Songwriting empfinden. Wir persönlich mögen auch viele verschiedene Richtungen in der Musik und deswegen kommt auch diese Vielseitigkeit zustande.
Ich habe gelesen, dass ihr fast 18 Monate an dem Songwriting gearbeitet habt. Ist dies korrekt?
– Das ist korrekt, denn wir starteten die Band im März 99 und im Grunde sind die Songs in dieser Zeit bis Anfang des Jahres entstanden. Es gab zwischenzeitlich immer wieder kleinere Breaks, denn wir hatten noch andere Verpflichtungen wahrzunehmen. Aber wenn wir alles zusammenrechnen, kommen wir auf 1 ½ Jahre Zeit für das Songwriting.
Warum habt ihr das Album ´Prince Valium´ genannt, so träge ist es doch gar nicht?
– Dies hat nichts mit Drogen zu tun, aber wir fanden den Titel ziemlich lustig. Zusätzlich steht es auch noch in einem guten Zusammenhang mit unserem Bandnamen MEDICATION. Das fanden wir ziemlich cool.
Dem kann ich nur zustimmen und mit langsamer und ruhiger Musik haben die Songs überhaupt nichts zu tun. Was war für dich der Grund bei MEDICATION mitzumachen?
– Definitiv Logan, denn ich war schon immer von seinen Songs fasziniert. Die Songs, welche Logan, B-Blunt und ich zusammen geschrieben haben, sind wirklich so, wie ich mir gute Songs immer vorgestellt habe. Deswegen bin ich auch zur Band gekommen.
War MEDICATION direkt von Anfang an als Band geplant oder nur als Projekt?
– Ich sang bei LIFE OF AGONY und Logan war bei SOULFLY. Innerhalb von 10 Tagen standen wir beide ohne Band da. Kurz darauf fragte mich Logan, ob wir nicht zusammen etwas machen sollten und nach einigen Sachen, die wir zusammen geschrieben hatten, war mir klar, dass dieses genau das war, was ich wollte. Man kann also beruhigt von einer Band sprechen, obwohl sich das mit den einzelnen Musikern etwas schwierig gestaltete.
Mir persönlich gefällt vor allem die härtere Gangart, die sich geschickt mit den exzellenten Vocals von Whit paart.
– Ich mochte schon immer diesen heavy Sound, aber er ist ja nicht das, was ich die ganze Zeit gemacht habe. Trotzdem ist die Melodik in den Songs das Wichtigste für mich. Ich persönlich bin auch schon seit langer Zeit ein sehr großer Fan von Logan und das, was er zusammen mit MACHINE HEAD und SOULFLY gemacht hat.
Man hört auch den gewissen Sound von Logan, der ja MACHINE HEAD so geprägt hat.
– Wenn wir heute zusammen spielen ist es immer wie auf einem magischen Trip. Ich bin so fasziniert von den Songs, dass mir jedes Mal eine Kalte Schauer über den Rücken läuft.
Was hat sich eigentlich in der Zwischenzeit, seit unserem letzten Interview alles ereignet?
– (Whit lacht) Wir suchen immer noch den richtigen Drummer. Im Moment haben wir wieder einen guten, aber ob es wirklich definitiv der Richtige ist, wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Zurzeit sind wir auf großer Tour durch Amerika und supporten COAL CAHAMBER und AMERICAN HEAD CHARGE. Wir haben auch wieder an neuem Material gearbeitet. Trotz allem ist es für mich persönlich sehr wichtig, die Songs, welche wir geschrieben haben, auch live zu präsentieren. Das ist eigentlich das Wichtigste für mich. Es macht zudem ja auch noch eine Menge Spaß.
Wie sind denn die Reaktionen der Leute auf eure Shows?
– Die Reaktionen sind einfach fantastisch. Wir haben es uns jedenfalls nicht so vorgestellt, denn wir wussten ja nicht genau, wo wir standen. Nach den ersten Shows wissen wir definitiv, dass wir alles richtig gemacht haben. Aber auch die anderen Bands im Billing sind einfach genial. Vor allem AMERICAN HEAD CHARGE sind gigantisch.
Die Band kenne ich überhaupt nicht. Welchen Sound spielen sie denn?
– Sie spielen sehr brutalen Metal und damit treten sie den Leuten ganz gewaltig in den Allerwertesten. Einfach super!
Ich habe in Reviews gelesen, dass eure Gigs einfach gewaltig wären, weil keiner sein Ego ausspielt und die Show dominieren möchte. Man merkt eben, dass die Chemie bei euch stimmt.
– Das ist richtig, wir sind ein regelrechtes Team, bei dem sich keiner in den Vordergrund drängt. Das ist auch der Grund dafür, dass wir alle Spaß an den Live-Performances haben. Ich habe so etwas in der vergangenen Zeit ziemlich oft vermisst.
Wie lange müssen wir noch auf eine Live-Performance von euch warten?
– Da steht noch gar nichts fest. Wir hoffen natürlich so schnell wie möglich auch nach Europa zu kommen, aber du weißt ja selber wie es geht. Man muss eben den richtigen Zeitpunkt abwarten und das ist in der heutigen Zeit mehr als schwierig, denn es sind meistens zu viele Bands unterwegs. Wir hoffen, dass es mit einer Tour Ende August oder vielleicht im September klappt.
Das hoffe ich auch, aber leider steht bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts fest. Ich werde euch aber auf dem Laufenden halten. Wer noch mehr Informationen rund um MEDICATION haben möchte, sollte auf ihrer Homepage nachschauen. Sie ist zu erreichen unter:
Story: Gisela
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