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PRETTY MAIDS

Im Grunde braucht man über die dänische Band PRETTY MAIDS nicht allzu viele Vorworte zu verlieren, denn fast jedem sind sie bekannt durch Veröffentlichungen aus der Vergangenheit. Mit Trademarks wie melodische Songs, wunderbare Chorgesänge und Harten Riffs wissen sie uns seit ´Red, Hot And Heavy´ und ´Future World´ zu begeistern. Seit dem 23, Oktober steht nun endlich das neue Werk ´Carpe Diem´ in den Plattenläden und was soll ich sagen, es wird euch begeistern. Zusammen mit Gitarrist Ken Hammer versuchte ich das Phänomen PRETTY MAIDS zu ergründen.

 

Euer letztes Album wurde in verschiedenen Studios aufgenommen. Habt ihr es euch bei ´Carpe Diem´ etwas leichter gemacht und es in einem Studio aufgenommen?

– Nein, das Album ist auch in mehreren Studios, genau gesagt in drei aufgenommen worden.  Die Basic-Tracks und Keyboards wurden im Puck-Studio aufgenommen, die Overdubs, Gitarren und die Vocals wurden im Studio meines Schwagers recordet und gemixt wurde das Album von Flemming Rasmussen in seinem Studio. Es gehört heutzutage zur Normalität in verschiedenen Studios aufzunehmen, obwohl dadurch die Anstrengungen größer ist.

In den Anfangszeiten hatten die PRETTY MAIDS noch zwei Gitarristen, doch seit etwa 10 Jahren spielst nur du Gitarre. Ist dies einfacher für euch?

– Es ist leichter, obwohl es manches Mal besser wäre einen zweiten Gitarristen zu besitzen. Aber für mich ist dies kein Problem und kann damit ganz gut leben. Mit zwei Gitarristen kannst du eine bessere Liveshow absolvieren, aber ich denke, dass unsere Liveshows trotzdem dynamisch sind.

Das brauchte Ken nicht zu erwähnen, denn in diesem Punkt sind wir uns wohl alle einig, live sind die PRETTY MAIDS ein Garant für tolle Liveshows. Ein Garant für gute PRETTY MAIDS-Alben sind natürlich Ronnies Gesang, deine Gitarrenarbeit und die wundervollen Melodien, mit der ihr uns schon seit fast 20 Jahre verwöhnt. Auch ´Carpe Diem´ ist so ein Album, bei dem man sofort weiß, ohne überhaupt zu wissen welche CD sich im Player befindet, das sind die PRETTY MAIDS.

– Die drei Punkte die du angesprochen hast sind ja richtige Markenzeichen, die unsere Musik ausmacht. Obwohl wir uns über solche Sachen nie Gedanken machen, denn sie kommen automatisch und ziemlich spontan beim Songwriting. Es ist eine Sache, die aus unserem Bauch und nicht vom Kopf her kommt. Deswegen kommen auch manches Mal Songs heraus, die man überhaupt in keine Schublade der PRETTY MAIDS einsortieren kann. Diese sind dann ziemlich experimentierfreudig.

Mein absolutes Highlight auf ´Carpe Diem´ ist der Ohrwurm ´Wouldn´t Miss You´

– Richtig, dies ist ein regelrechter Midtempo-Song in der Art wie z.B. ´Love Games´ und er beinhaltet die zuvor angesprochenen Markenzeichen von uns.

Dieser Song ist doch auch wirklich gut für ein Airplay im Radio.

– Das ist auch eine Sache, die ich nicht so ganz nachvollziehen kann, denn es würden mit Sicherheit sehr viele Zuhörer aufmerksam auf uns werden. Aber von den Radiostationen werden eben nur Songs von Bands wie z.B.  Backstreet Boys, oder Britney Spears gespielt. Obwohl, nimm nur ´Clay´, wäre dies nicht ein toller Song fürs Radio?

Dem kann ich nur zustimmen, denn nicht nur ´Clay´ wäre radiotauglich, sondern auch die anderen 11, auf dem Album befindlicher Songs, wären es wert im Radio gespielt zu werden. Die Songs sind aber schon seit den Anfangstagen an melodiös und für Fans des Rock und des Hardrocks auf jeden Fall nachvollziehbar. Die Band verfolgt eben einen Weg, der geradeaus verläuft. Liegt dies vielleicht daran, dass die Hauptsongwriter, nämlich du und Ronnie, beide im Sternzeichen des Skorpions geboren wurdet, denn man sagt den Skorpionen eine gewisse Beharrlichkeit nach

– Darüber habe ich noch nie nachgedacht, aber vielleicht liegt es wirklich daran. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, wird mir einiges klar, denn in meiner Familie sind fast auch nur Skorpione vertreten und die gehen auch alle ihren geraden Weg. Am besten merkt man dies bei meinem Sohn, der am 1. November ein Jahr alt wir und alle auf Trab hält. Ich habe es bisher immer so erklärt, dass wir den Weg verfolgen, den wir kennen und den wir am liebsten mögen. Wenn wir dies nicht machen würden, wären wir einfach nicht mehr wir selbst. Aber vielleicht trägt auch deine Idee dazu bei.

Die PRETTY MAIDS spielen nun schon 10 Jahre im selben Line-up. Vorher gab es doch einige Unruhen bezüglich des Wechsels einiger Musiker in der Band. Seid ihr in dieser Zeit zu einer Familie zusammen gewachsen?

– Das kann man so sagen, denn wir kennen jeden Fehler und Schwäche vom anderen. Dadurch, dass wir auch fast alle in unmittelbarer Nähe wohnen, sind die Bande ziemlich eng geworden. Ich denke auch nicht gerne an diese Unruhen, die wir in der Anfangsphase hatten zurück, denn die Musikalität blieb doch ein wenig auf der Strecke.

Die Band besteht nun schon fast 20 Jahre. Habt ihr über dieses Jubeljahr schon nachgedacht um spezielle Aktivitäten zu starten?

– Natürlich machen wir uns darüber schon Gedanken, denn so weit ist dies auch nicht mehr entfernt. Was wir genau unternehmen steht bis jetzt noch nicht fest. Wir werden uns aber mit Sicherheit einiges überlegen, damit die Fans von uns auf ihre Kosten kommen, denn treue Anhängerschaft sollte belohnt werden.

Dann können wir ja nur gespannt sein und vielleicht ist der Hardrock und die Metalmusik in der Zwischenzeit noch ein wenig mehr nach oben geklettert. Wir haben uns ja schon vor drei Jahren darüber unterhalten. Findest du auch, dass die Akzeptanz gegenüber dieser Musikrichtung größer geworden ist?

– Das sehe ich genau so, denn in der letzten Zeit ist der Zulauf bei den Konzerten größer geworden. So langsam wächst das Interesse wieder und dies kann uns nur zufrieden machen.

Obwohl ja im Ganzen die Verkaufszahlen zurückgegangen sind. Denkst du, dass dies durch neue Technologien, wie z.B. das Internet kommt.

– Das glaube ich nicht so recht, denn im Grunde, gibt es fast ausschließlich Songs von größeren Bands herunterzuladen. Bei uns, als kleinere Band, spielt das Internet die große Rolle. Ich weiß auch nicht so recht, warum die Verkaufszahlen zurück gegangen sind. Vielleicht liegt es daran, dass es in den 80iger Jahren noch mehr Unterstützung von Seiten der größeren Fernseh- und Radiostationen gab. Wenn man heute nicht im Trend ist hat man schon fast verloren. Nimm nur Deep Purple, wenn sie im Radio gespielt werden hört man nur die älteren Sachen. Aber ob dies allein der Grund dafür ist, wage ich zu bezweifeln.

Dass die Akzeptanz für die PRETTY MAIDS vorhanden ist, merkt man am besten bei den Konzerten. Bei diesen Events gehen die Leute regelrecht mit und man weiß hinterher nicht mehr, wer ausgelaugter ist, die Band oder das Publikum. So auch bei der letzten Tour, im Frühjahr 1999.

– Das war wirklich phantastisch. Uns hat es unsagbar Spaß gemacht vor einem solchen Publikum zu spielen und es hat uns auch wahnsinnig, nach einigen traurigen Erlebnissen, die wir in den letzten Jahren durchlebt haben, aufgebaut. Es war eine heilsame Tour für uns.

Kommt ihr denn bald wieder?

– Natürlich, denn dies sind wir den deutschen Fans schuldig. Genau wissen wir noch nicht, aber es soll Anfang des Jahres losgehen. Eines kann ich euch jetzt schon versprechen, wir werden wieder alles geben. Wir wollen mit dem Publikum eine richtige Party feiern.

Das kann ich mir vorstellen, denn diese Vollbedienung werden die Fans bei einem PRETTY MAIDS-Konzert erhalten. Es hat bis jetzt immer Spaß gemacht ein Konzert von ihnen zu besuchen, denn in den knapp zwei Stunden hat man immer die Probleme, die ein jeder mehr oder weniger mit sich herumträgt, vergessen können.

http://www.prettymaids.dk

Story: Gisela

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