WOLF
Was hat diese Truppe für einen Namen, einen veralteten Musikstil und präsentiert Coverartworks, da kräuseln einem die Fußnägel. Zumindest bei ihrem selbstbetiteltem Debütalbum. Sei es wie es sei, ich zumindest finde die Jungs richtig geil. Grund genug, um den sympathischen Schweden in einen Smalltalk, formvollendet Stellung zum Debüt bzw. dem neuen Machwerk ´Dark wings´ zu nehmen. Gesprächspartner war Mikael Goding, seines Zeichens Basser beim, bösen, bösen WOLF.
Bevor es losgeht erst mal herzlichen Glückwunsch zum neuen Album ´Dark wings´.
– Oh, vielen Dank, es freut uns wenn unser Material gut ankommt. Hoffentlich nicht nur bei den Journalisten. Hahaha…..
Was hat sich getan bei WOLF zwischen den beiden Veröffentlichungen. Gibt es etwas Neues zu berichten?
– Wir haben einen neuen Mann mit an Bord. Johan Bülow spielt heuer die zweite Gitarre. Ich finde ein zweiter Gitarrist kann gehörig viel am Sound einer Band verändern. Und das merkt man dem neuen Material auf ´Black wings´ auch durchgehend an.
Journalisten können immer viel reden. Was sind denn deiner eigenen Meinung nach die gravierendsten Unterschiede zwischen ´Wolf´ und ´Black wings´.
– Eigentlich hat sich alles ein wenig geändert. Vom Coverartwork angefangen, über die Lyrics, der Sound, ja selbst der Stil bzw. die Musik selbst.
Da bin ich ja mal gespannt.
– Die Songs auf ´Black wings´ sind viel kompakter und unterscheiden sich gehörig voneinander. Alle Kompositionen tendieren im Bereich der 5 Minuten-Grenze und selbst das Cover ist abgründig böse. Auf dem Debüt hatte jeder Track dasselbe Schema und unterschieden sich größtenteils nur in der Länge der einzelnen Song´s.
Apropos Cover, das Artwork vom Debüt war ja wohl die Lachnummer schlechthin.
– Da stimme ich dir zu, ein Glücksgriff war das gerade nicht. Aber ob du es glaubst oder nicht es gab sogar Leute die echt drauf abgefahren sind.
Bevor wir weiter über Cover reden, tut sich denn auf dem Livesektor bei WOLF etwas?
– Mit einer Tour ist noch nichts weiteres geplant. Wir sind noch auf der Suche nach einer geeigneten Bookingagentur. Das einzige was 100ig in trockenen Tüchern liegt, ist das Wacken Open Air. Sonst sieht es leider recht mau aus.
Oh Wacken, das ist ja geil. Wie denkst du darüber?
– Festivals dieses Formats sind absolut großartig, vor allem wenn man selbst da spielen kann. Ich bin echt gespannt wie es wohl ist, vor einer riesigen Meute wie in Wacken aufzutreten.
Und dann die Vielzahl der Bands mit der man praktisch die Bühne teilt. Yees….WOLF play in Wacken. Geil!
Es ist immer erstaunlich das Bands aus Skandinavien doch noch den Weg hin zum traditionellen Metal finden. Hauptsächlich habt ihr in Nordeuropa dann doch mehr die heftigeren Bands. Könntest du euren Stil selbst beschreiben?
– Wir sind WOLF, sonst nichts. Niemand von uns hat sich mit dem Metal der 90iger irgendwie beschäftigt. Wir sind mit dem Zeugs aus den 80igern groß geworden, wir kennen gar nichts anderes. Und wenn ich dann unseren Stil beschreiben sollte dann würde ich sagen: ´The second new wave of british working class heavy metal´!
Na hoffentlich bricht man sich daran nicht die Zunge ab. Hahaha! Was sind deine momentanen 5 Lieblings-CD´s/LP´s?
– Ich stehe nur auf Vinyl-Scheiben. CD´s sind definitiv für´n Arsch.
IRON MAIDEN-Same
BLACK OAK ARKANSAS-Raunch and roll
ARIA-Krov za krov
AC/DC-High vaultage
BLACK SABBATH-Same
Möchtest du zum Abschluss noch etwas für eure Fans loswerden?
– Bis wir endlich auf Europatour gehen fordere ich euch auf, hört einfach Heavy Metal und trinkt Bier. Das werde ich auch gleich tun. Das schwedische Radio bringt gerade ein Livekonzert von AC/DC anno 1979. Leider kann ich aber nicht so viel Bier trinken, weil morgen schon wieder die Arbeit ruft. So´n Scheiß!
Das ist bei uns doch genau das Gleiche. Danke für deine geopferte Zeit und das kurzweilige Gespräch und vielleicht laufen wir uns in Wacken ja über den Weg. dann mal Prost!!
Story: Volker Raabe
Kommentar hinterlassen