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XANDRIA

Nach ihrem Debut-Album „Kill the Sun“ stehen XANDRIA bereits schon nach einem Jahr mit einem weiteren Meisterwerk in den Startlöchern. „Ravenheart“ heißt die neue Scheibe und lässt Soundverwandte Bands wie Nightwish und Within Temptation verdammt blass aussehen. „Ravenheart“ kletterte auf Anhieb bis auf Platz 36 in die deutschen Charts. Marco, Kopf und Gitarrist der Band stand mir für ein paar Fragen Rede und Antwort.

Ich finde das ihr gegenüber eurem letzten Album wesentlich reifer geworden seit, wie kam bei euch diese Entwicklung zustande?

– Na ja, unsere Lebensumstände haben sich mit dem Plattenvertrag komplett geändert. Unser erstes Album war damals draußen und wir sind auch direkt auf Tour gegangen, haben dadurch 1000 neue Leute kennen gelernt, total abenteuerliche Situationen erlebt und und und. Das sind natürlich Sachen die einen prägen und die Erfahrungen haben wir dann in unseren Texten mit eingearbeitet. Die Live-Erfahrung ist für uns sehr wichtig gewesen. Wir sind keine Band gewesen die früher auf eigene Faust durch das Land gezogen sind. Es ist bei uns so losgegangen das ich Songs schrieb, Demos aufgenommen und zusammen an der Musik gearbeitet haben. Glücklicherweise haben wir dann auch direkt einen Plattenvertrag bekommen, haben dann das Album aufgenommen und dann ging es auch schon direkt auf Tour. Das war natürlich für uns eine ganz neue Erfahrung so viel Live zu spielen. Dadurch das wir so viel Live gespielt, haben wir auch ein gutes Feeling dafür bekommen Ideen für das neue Album umzusetzen. Eine Veränderung ist auch das wir unheimlich Spaß bekommen haben an soundtrackartigen Soundlandschaften. Herr der Ringe z.B. geht ja auch nicht an einem spurlos vorbei ohne einem mit Ideen zu beflügeln.

Also wird man doch schon von so großartigen Filmen wie Herr der Ringe inspiriert?

– Ja, das ist wirklich so! Wir waren gerade 2-3 Wochen im Studio und wir sind auch sofort ins Kino gegangen als der Streifen lief und waren auch mächtig beeindruckt. Da wir ziemlich offen für alles sind konnten wir auch diese Einflüsse gut für unser neues Album verarbeiten. Deswegen wussten wir nach unserem ersten Album auch nicht wie unser zweites Album klingen würde.

Wäre es denn mal eine Herausforderung für euch Filmmusik zu machen?

– Ja klar! auf jeden Fall! So ein Titeltrack wäre ja schon was Feines. Aber wir hatten ja nicht nur Spaß an den Orchesterparts sondern auch mit neuen modernen Loops und Programming zu arbeiten.

Wie kam der Kontakt zu eurem Produzent Jose Alverez Brill zustande?

– Über unser Label Drakkar. Da wir so keine Ahnung von Produzenten hatten, hat uns dann die Plattenfirma weiter vermittelt.

Jetzt sind ja Bands wie Within Temptation und Nightwish zurzeit absolut angesagt. Was meinst du wie weit ist XANDRIA konkurrenzfähig und was unterscheidet euch von diesen Bands?

– Wir wollen ja gar nicht konkurrieren! Wir haben unsere eigene Vision und wir machen unsere Musik nicht um auf irgendwelchen Wellen mit zu schwimmen. Diese Ideen die wir auf unserem zweiten Album umgesetzt haben, haben bei uns absolut nichts Mode-Trends zu tun. Within Temptation und Nightwish sind ja mittlerweile sehr namhafte Bands, die den Mainstream geknackt haben und natürlich auch so manche Türe für die Szene geöffnet haben.

Du bist ja auch überwiegend für die Texte verantwortlich….

– Ne, eigentlich ist es mehr umgekehrt. Ich bin mehr für die Musik verantwortlich und Lisa hat sich ausschließlich für das neue Album um die Texte gekümmert. Auf dem ersten Album war es noch so, dass ich noch fast alle Texte geschrieben habe. Jetzt war Lisa wesentlich kreativer und es ist für eine Sängerin auch immer schöner wenn sie ihre eigenen Texte präsentieren können.

Hat denn Lisa sehr viel Persönliches in ihren Texten verarbeitet?

– Ja schon! Das sind teilweise Erlebnisse aus dem letzten Jahr und auch teilweise sehr schöne Erlebnisse, sehr interessante Geschichten die in kleine Storys verarbeitet worden sind. Da wir kein reines Konzept-Album gemacht haben, steht auch jeder Song musikalisch und textlich für sich selbst. Mit „Ravenheart“ haben wir dadurch einen Song der sehr fantasylastig ist auch textlich gesehen, Dann gibt es aber auch sehr persönliche Texte die unsere Trennung zwischen Lisa und mir als Paar verarbeiten.

Warum ist denn eigentlich euer Bassist ausgestiegen?

– Ja! das war so! Er musste erst mal schauen wie es bei ihm beruflich weiter geht. Wir können ja noch nicht von der Musik leben und jeder hat noch seinen Job. Er stand auf einmal vor der Entscheidung wie es bei ihm beruflich weiter gehen soll und hat sich gegen die Band entschieden.

Wie bekommt man so etwas eigentlich zeitlich unter einem Hut, Job und Band?

– Einfach ist das immer nicht, unser Schlagzeuger z.B. nutzt jede Flexibilität die er bekommen kann um sich bei der Band einzubringen. das ist natürlich sehr wichtig für eine Band die so Vorhaben haben wie wir. Da geht schon mal der ganze Jahresurlaub für die Band drauf, dann geht es halt nicht nach Mallorca sondern auf Tour.

Für eure Single „Ravenheart“ habt ihr ja ein sehr schönes Video gedreht, wo wurde es gedreht?

– Das Video wurde auf der Burg Neideck bei Nürnberg gedreht. Das war auch eine sehr sagenhafte und mystische Kulisse, genau das richtige um ein phantasievolles Video zu drehen.

Ich finde es ist ein sehr tolles und schönes Video geworden und wünsche euch noch viel Erfolg mit eurem neuen Album „Ravenheart“.

http://xandria.de

Story: Bocky

 

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