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BLOODFLOWERZ

Nach fast drei Jahren melden sich die süddeutsche Band BLOODFLOWERZ wieder mit einem starken Album zurück. „Dark Love Poems“ verzaubert mit leidenschaftlichen Songs, die wesentlich reifer klingen als die Songs auf den letzten Alben. Rockig, emotional und mystisch ist die Devise auf den neuen Songs. Mehr zum neuen Album und auch andere Veränderungen konnte ich von Sängerin Kirsten Zahn in Erfahrung bringen.

Mit dem neuen Album haben die „Blutblumen“ einen großen Schritt nach vorne gemacht. Lag dies auch zum Teil vielleicht daran, das sich ein wenig in eurem Line-up verändert hat?

– Zum Teil sicherlich, denn die Songs sind mit den neuen Musikern entstanden. Dadurch, dass sie die Songs eingespielt haben, konnten sie ihre eigene Note mit einbringen. Ich finde, dass man das auch ganz gut raus hört.

In jedem Fall, denn die Instrumente wurden wesentlich akzentuierter eingesetzt.

– Das sehe ich auch so. Dadurch, dass ich die meisten der Songs alleine geschrieben habe, konnte ich auch meine ganzen Dinge, die mir sehr wichtig waren, mehr Ausdruck verleihen. Ich fand vor allem sehr wichtig, dass die Songs wesentlich rockiger klingen sollten. Jochen, unser neuer Gitarrist war da auch ganz wichtig, denn er konnte genau diese Gefühle sehr gut auf der Gitarre umsetzen. Wir haben uns in dieser Hinsicht sehr gut ergänzt.

Du hattest ja auch lange Zeit zu experimentieren, denn mittlerweile sind ja schon 3 Jahre seit dem letzten Album ins Land gezogen.

– Ich fand das auch sehr wichtig und diese Zeit habe ich auch nicht vergeudet, denn man konnte andere neue Dinge reifen und sie dann wirklich umsetzen.

Man bekommt ja auch im Verlauf der Zeit auch andere Sichtweisen, denn wenn eine etwas längere Zeit zwischen den Alben liegt, erlebt man persönlich vielleicht auch Dinge, die einem Umdenken lässt.

– Da muss man sich auch als Musiker hinsetzen und diese ganzen Einflüsse in die Tat umzusetzen. Das ist auch beim Songwriting sehr wichtig für mich.

Wenn man sich die Songs anhört, ist mir sofort aufgefallen, dass sie sehr emotional sind. Sind sehr viele persönliche Dinge mit eingeflossen?

– Das Album ist wirklich sehr persönlich ausgefallen. Ich habe in diesem Album alles verarbeitet, was ich in der Zwischenzeit so alles erlebt habe. Es gibt sehr viele Einblicke in richtig persönliche Dinge. Für mich war es sowieso immer wichtig über Sachen zu schreiben, die mich bewegen, aber gerade beim Thema Liebe geht es doch ein ganzes Stück tiefer ins Innere. Es passte auch wunderbar zum Gedanken mehr Atmosphäre in die Songs zu bringen, im Gegensatz zum letzten Album, was wesentlich direkter ausgefallen war.

Diese atmosphärische Stimmung ist ja auch sehr bemerkenswert. Vor allem die Sache Bloodflowerz meets Anna Kränzlein und Birgit Muggenthaler (beide Schandmaul) verleihen Songs wie „Anthem For A Stranger“ und „The Fool And The King“ die gewisse Tiefe, die nur durch originale Instrumente, wie Schalmei und Violine erzeugt werden können.

– Das stimmt, denn es sind Instrumente, die man nicht sofort mit einer solchen Musik in Verbindung bringt. Ich wollte aber auch mit Instrumenten experimentieren, die eine gewisse Emotion auslösen und als ich die Passagen auf meinem Keyboard programmiert hatte, klangen sie einfach zu kühl. Birgit und Anna haben sich die beiden Songs angehört und sie haben dann die passenden Instrumente für die jeweiligen Lieder selber ausgesucht. Die Entscheidung der beiden hat super gepasst, denn sie drücken wirklich die jeweilige Stimmung richtig aus. Hypnotisch und beschwörend das ist auch genau das, was der Song aussagt.

Zum Song „Damaged Promises“ habt ihr ja schon ein Video gedreht. Warum fiel die Wahl eigentlich auf diesen Song?

– Es war eigentlich die Wahl unserer Plattenfirma, obwohl wir sehr viele Freiheiten beim Label genießen. Achim der Chef vom Label begründete die Wahl so, dass er einen Song ausgesucht habe, der die ganzen Ecken der Musik abdecken würde, also die rockige, die düstere und die Metalschiene. Was wir jetzt festgestellt haben, die Favoriten sind bei diesem Album bei den einzelnen Leuten sehr unterschiedlich.

Obwohl ihr ja in der Vergangenheit auch schon eine große Bandbreite hattet, denn bei euch treffen ja auch die unterschiedlichsten Musiker aufeinander, die auch verschiedene Geschmäcker besitzen.

– Das ist aber auch gerade interessant, wenn mal wieder ein anderer Aspekt in die Songs mit einfließt. Es wird aber schon manches Mal schwierig, wenn man dann entscheiden muss, wie der Song arrangiert wird. Wir würden uns auch langweilen, wenn wir uns immer wieder selber reproduzieren.

Eure Bilder sind auch ganz toll geworden. Die Fotografin Spooky Sally hatte ja vor kurzem eine Ausstellung ihrer Werke und auf dieser wart ihr auch vertreten. Hattet ihr irgendetwas damit zu tun?

– Eigentlich nicht, aber da die Ausstellung in Schwäbisch Hall war, haben wir sie besucht. Die Ausstellung wurde von unserem Erschaffer des Cover-Artworks Timo Würz und Spooky Sally durchgeführt.  Die Bilder die sie macht haben auch wirklich was außergewöhnliches, denn durch die Farbgestaltung Kommen die unterschiedlichsten Emotionen zutage. Tolle Künstlerin!

Mit welchen Erwartungen geht ihr denn jetzt die nächsten Monate an?

– Ich hoffe, dass es den Fans genauso gut gefällt wie uns. Hinzu kommt noch, dass es viele Leute hören, die dann ihr Ding für sich herausziehen können. Das fand ich für mich persönlich immer das Schönste an der Musik, wenn ich mir Platten gekauft habe und dann bei mir im Innern auch etwas geschah.

Das etwas mit uns geschieht, dafür werden die BLOODFLOWERZ wohl im Herbst sorgen, denn dann wird es wohl eine Tour geben. Lasst euch verzaubern von „Dark Love Poems“!

www.bloodflowerz.com

Story: Gisela

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