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DIRTY RIG

DIRTY RIG aus New York veröffentlichen ihr zweites Album und es hat sich was getan bei ihnen. Am Mikro steht kein Geringerer als Kory Clarke, der schon für Aufruhr mit seiner Band WARRIOR SOUL nicht nur in Deutschland sorgte. „Rock Did It“ verfügt über die richtigen Kick Ass-Attitüden, die ein Rock´n Roll-Album haben sollte. Mit einem gut aufgelegten Kory Clarke konnte ich dann auch das nachfolgende Gespräch führen.

10 Jahre ist es schon her, als ich das letzte Mal mit Kory in London gesprochen habe. Wie die Zeit vergeht. Was hat sich eigentlich bei dir in einem kurzen Rückblick alles getan?

– Ich war in Los Angeles für 5 Jahre und bin nach dem Anschlag auf das World Trade Center wieder nach New York zurückgekommen. In Los Angeles hatte ich eine Band, die sich Space Age Playboys nannte und mit dieser habe ich zwei Alben aufgenommen. Dann habe ich auch noch an Soloscheiben gearbeitet. Nun bin ich wieder zurück mit einer Band und einem Sound der mir richtig liegt.

Für DIRTY RIG ist „Rock Did It“ das zweite und für dich ist es das erste Album mit der Band. Wie ist die Zusammenarbeit überhaupt zustande gekommen?

– Buckshot der Bassist von Dirty Rig kam zu einer Show von mir und Warrior Soul. Er sagte mir dass er einen Sänger für seine Band suchte. Ich wusste gar nicht was ich damit anfangen sollte und fragte ihm also erst mal nach einer CD, damit ich mir die ganze Sache mal anhören konnte. Ich hörte mir also die Songs an und fand sie einfach toll. Das Problem war nur, dass ich gerade an einer Reunion von Warrior Soul arbeitete. Ich entschied mich aber dann dafür, den Posten des Sängers zu übernehmen.

Die Songs sind ja auch wie für dich gemacht, denn sie sind wie für deine Stimme gemacht.

– Richtig laut, das ist immer gut für mich.

Nachdem wir ausgelacht haben, denn Kory bringt einem immer sehr schnell zum Lachen, ging es dann weiter. Wer war eigentlich für das Songwriting verantwortlich? Waren die Songs schon fertig?

– Einige Songs waren schon fertig, aber bei den anderen habe ich dann die Gesangslinien zugesteuert, damit sie den richtigen Biss bekommen, den ich so liebe. Es war in jedem Fall ein sehr relaxtes Arbeiten mit der Band, weil alle offen waren. Die Stücke waren erst fertig, wenn auch alle damit zufrieden waren.

So sollte es ja auch sein. Ist DIRTY RIG nun dein neues Zuhause?

– Es ist mein Hauptprojekt, denn ich mache auch noch andere Sachen. Ich produziere auch Bands. Im Moment bin ich mit einer Band im Studio, die sich The Stoned nennt. (Kory lacht, warum wohl) Zusätzlich spiele ich auch noch am Schlagzeug bei der Band.

Du spielst Schlagzeug?

– Oh ja. Es macht auch wieder richtig Spaß für die Jungs was zu tun, denn die Songs sind sehr humorvoll. Trotzdem sind sie sehr hart, Metal eben. Dann arbeite ich auch noch mit einer Girlband aus Südafrika im Studio. Demnächst wird noch die Eine oder Andere Band dazukommen. Diese Arbeit macht mir richtig Spaß. Ich habe auch noch die Idee ein eigenes Label zu gründen.

Wie bei dir heraushöre ist Musik eine richtige Droge für dich.

– Das ist wirklich so. Wenn ich spüre, dass eine Sache gut ist, dann muss ich sie auch anfangen. Das ist bei mir einfach so und manches Mal ist es eben sehr viel.

So ging es mir auch, als ich zum ersten Mal im Album von DIRTY RIG reingehört habe. Es macht einfach Spaß und ich glaube die Zeit ist genau richtig, denn die Leute wollen richtigen und vor allem ehrlichen Rock´n Roll hören.

– das sehe ich auch so. ich bin ja aufgewachsen in einer Zeit, als es genauso war. Toll ist auch. Dass viele Radiostationen genauso denken und Songs von DIRTY RIG spielen.

Dass die Band angesagt ist merkt man auch daran, dass ihr einige Gigs schon bestätigt habt in Amerika.

– Wir werden sehr viel zu tun haben, denn die Nachfrage hier ist wirklich sehr gut. Da werden noch einige Shows zukommen.

Wollt ihr denn auch nach Europa kommen?

– In jedem Fall. Im Moment versuchen wir im September müssen jetzt aber erst mal abwarten wie das Album überhaupt ankommt. Wir konzentrieren uns erst mal auf den amerikanischen Markt und wenn hier alles gut ist, dann können wir weiter denken.

Sieht es denn im Moment gut aus für ehrlichen Rock´n Roll in Amerika?

– Wer weiß das schon. Aber das Land ist sehr groß und es ist Platz genug für jede Art von Musik, man muss die Stellen nur finden.

Zum Schluss interessiert mich aber eine Sache. Du erwähntest eben, dass Buckshot dich bei einem Reuniongig von Warrior Soul gefragt hat, ob du den Posten als Sänger übernehmen möchtest. Planst du denn auch eine Reunion von Warrior Soul?

– Das ist noch nicht aus der Welt und im Herbst werde ich mit Warrior Soul auch ein Konzert in London bestreiten. Ich finde es auch toll, dass alle Scheiben nun noch mal veröffentlicht wurden.

Und das noch mit Live-Bonustracks.

– Das ist auch eine gute Sache, denn so konnte man auch einige Zeitzeichen setzen. In jedem Fall besser als irgendeinen Remix oder schlechten Cover mit auf das Album zu packen. In jedem Fall bin ich gespannt was die Zukunft so bringen wird.

Das bin ich auch. Wichtig ist aber, dass Kory Clarke eine neue Heimat hat, die DIRTY RIG heißt. Das ist doch mal eine gute Nachricht, denn solch schillernde Figuren dürfen einfach nicht in der Versenkung verschwinden. Aber nachdem was er alles so vorhat, wird er wohl nie in der Versenkung verschwinden. Ich freue mich schon darauf ihn wieder mal persönlich und vor allem live bei uns zu sehen.

Story: Gisela

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