News Ticker

BLOODFLOWERZ

Schon mit ihrem ersten Album „Diabolic Angel“ zogen BLOODFLOWERZ die Aufmerksamkeit auf sich. Das wird sich mit ihrem neuen Album „7 Benedictions/7 Maledictions“ gewiss ändern, denn in punkto Songwriting haben sie sich um ein vielfaches gesteigert. Dies wollte ich bei ihrem Auftritt in Wuppertal, wo sie auf dem Billing vom Feuertanz-Festival standen, mir etwas genauer ansehen. Leider steckten BLOODFLOWERZ in einem riesigen Stau und somit wurde leider nichts aus dem Live-Auftritt. Schade, denn das tolle Material hätte ich gerne auch live gesehen. Nichtsdestotrotz kam aber dann doch noch das nachfolgende Interview zustande, denn irgendwann kam die Band dann endlich an. Zusammen mit Sängerin Kirsten Zahn und Drummer Tim Schwarz, gelang es mir einige interessante Statements zu erhalten.

Das neue Album ist wesentlich abwechslungsreicher ausgefallen. Kam dies durch eure erhöhte Tourpräsenz zustande, oder welche Gründe waren sonst noch ausschlaggebend?

Kirsten: Da sind meistens viele Faktoren, welche eine Rolle spielen. So hatten wir nun zur zweiten Scheibe eine bessere Möglichkeit unser Album aufzunehmen. Zudem haben wir uns im Vorfeld sehr viele Gedanken darüber gemacht, wo wir eigentlich hinwollen. Die Idee zu diesem Album ist ziemlich spontan entstanden, aber bei der Ausarbeitung dieser Idee haben wir doch sehr aus dem Gefühl heraus gehandelt. Das größte Plus war aber, dass wir für das Ausarbeiten der Höhen und Tiefen des Albums viel mehr Möglichkeiten hatten, als es beim Debut war.

Das Album handelt ja von den sieben Todsünden und den 7 Tugenden. Wie seid ihr eigentlich auf ein solches Thema gekommen?

Kirsten: Die Idee dazu kam eigentlich recht spontan, denn ich beschäftige mich in meiner Freizeit doch sehr oft mit solchen Themen. Für uns ist dieses Thema kein religiöses sondern mehr ein ideologisches Thema, mit denen jeder Mensch tagtäglich konfrontiert wird. Schwierig gestaltete sich aber die soundtechnische Seite, denn das Thema sollte ja auch mit der richtigen Musik versehen werden.

Ging denn das Songwriting doch noch schnell vonstatten?

Kirsten: Nein, denn wir haben uns wirklich konkrete Gedanken gemacht, um den richtigen Sound zu finden. Es ist nicht gerade einfach wie die Habgier oder die Liebe musikalisch umzusetzen ist. Das Wichtigste war für uns, dass wir nicht das Thema, sondern die Emotionen richtig transportieren wollten und genau das gestaltete sich sehr schwierig.

Tim: Es war sehr schwierig die Gegensätzlichkeit umzusetzen. Diese spiegelt sich ja auch schon in allem, vom Bandnamen angefangen bis hin zu den Texten wider. Gut war aber, dass wir durch das Thema gewisse Eckdaten wie 14 Songs schon vorgegeben hatten. Anders lief auch dieses Mal, dass die Texte von 12 Songs schon vor der Musik fertig waren. Es war eine vollkommen andere Herangehensweise, als wie wir gewohnt waren. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass diese Songs viel mehr Tiefgang erzeugen, als es bei unserem ersten Album der Fall war.

Gegensätzlich ist ja auch vor allem der Sound zu der Stimme von Kirsten. Aber genau das ist ja der Reiz an den Songs.

Tim: Diesbezüglich haben wir auch schon zum letzten Album sehr viel Feedback bekommen. Diese wunderbare Stimme kombiniert mit dem teils heftigen und sehr emotionalen Sound erhielt sehr viel Lob. Wir möchten dieses auch gerne noch ein wenig ausbauen. Uns freut es sehr, dass dir die Songs auch gut gefallen.

Ich finde auch, dass die Texte wirklich perfekt durch eure Musik umgesetzt wurden.

Kirsten: Das ist aber auch total wichtig, denn man muss die Todsünden und Tugenden richtig fühlen können. Das war auch von Anfang an unser Ziel gewesen.

 

Auf dem Booklet stehen ja auch hinter den Songs die richtigen Bedeutungen. Habt ihr das bewusst gemacht?

Kirsten: Eigentlich ja, denn nicht jeder macht sich die Arbeit und übersetzt Texte. Deswegen haben wir hinter jedem Song geschrieben, was er inhaltlich aussagt. Wie z.B. „Fire In Paradise“ – Liebe, „Black Snake Sister“ – Lust und „False Gods“ – Angst.

Ihr habt ja auch die Aufnahmen in einem anderen Studio, nämlich im Woodhouse Studio gemacht. Waren die beiden Produzenten Siggi Bemm und Dan Diamond, die sich ja schon für The Covenant, Joachim Witt, Therion, The Gathering oder Philip Boa auszeichneten, sehr hilfreich für euch?

Kirsten: Ich würde jetzt nicht sagen, dass es viel besser war, aber es war schon lehrreich für uns, mit einem neuen Studio andere, neuere Wege zu erschließen. Uns gefielen aber vor allem die Vorstellungen, welche die beiden von unserem Material hatten, denn die waren fasst in alle Belange deckungsgleich.

Tim: Uns war es wichtig, dass ein solches Album auch in einem guten Studio, mit guten Produzenten aufgenommen wird. Deswegen haben wir uns im letzten Jahr einige Studios angeschaut. Bei Siggi haben wir sofort diesen magischen Moment verspürt und waren uns sicher, weil er schon unser letztes Album und das Promomaterial kannte, dass wir bei ihm gut aufgehoben sind. Wir waren uns sehr sicher, weil diese gewisse Spannung in der Luft war. Das war eigentlich der ausschlaggebende Punkt für die Aufnahmen dort. Hinzu kommt auch noch, dass er sich sehr stark für junge Bands einsetzt. Es ist ja nun nicht gerade der klassische Mainstream den wir machen, aber Siggi und auch wir denken, dass man die Leute animieren sollte, auch einmal etwas anderes zu hören.

Dem kann ich nur zustimmen, denn auch ich habe mittlerweile erfahren, dass es viel interessanter ist, mal über den besagten Tellerrand zu schauen oder besser gesagt zu hören. Kommen wir aber jetzt einmal zu euren Livepräsenzen, welche ja heute leider nicht stattgefunden haben. Wie ist denn das neue Material aufgenommen worden?

Kirsten: Es ist bis zum jetzigen Zeitpunkt sehr gut gelaufen und die Fans, welche auch immer mehr werden, haben sehr gut auf unsere neuen Songs reagiert. Es ist aber auch immer eine Sache, wie du deinen Auftritt bestreitest. Wir sind immer darauf bedacht, dass ein Geben und Nehmen während des Konzertes stattfindet.

Tim: Wir spielen vor allem immer gerne auf solchen Festivals, wie diese Feuertanz-Konzerte. Obwohl wir doch soundmäßig ein wenig aus diesem Rahmen fallen, waren die Reaktionen immer sehr gut gewesen.

Was auch vielleicht an der Offenheit dieser Konzertbesucher liegt. Schau dich doch nur einmal um. Man findet Leute mit Manowar-, Metallica, Children Of Bodum-Shirts ebenso wie Leute mit In Extremo- oder Schandmaul-Shirts. Deswegen glaube ich persönlich passt ihr wunderbar zu diesem Billing.

Tim: Das sehe ich genauso und die vergangenen Konzerte haben dies mit Nachdruck bewiesen. Es macht auch immer sehr viel Spaß auf solchen Festivals zu spielen. Trotz allem freuen wir uns auf eine Clubtour, welche im Herbst stattfinden soll.

Dann kann ich nur sagen, alles Gute für euch bis dahin und vielleicht sieht man sich denn auf der kommenden Tour. Euch kann ich diese Shows auch  nur empfehlen.

www.bloodflowerz.com

Story: Gisela

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.