BRITNY FOX
Im Jahre 1986 formierte sich in Philadelphia die Band BRITNY FOX. Von ihrem selbstbetitelten Debutalbum verkauften sie nahezu 1 Million Einheiten. Diesem Album sollten noch zwei folgen, welche ebenso erfolgreich waren. Im Jahre 1992 entschloss man sich eine Pause einzulegen. Diese dauerte bis zum Jahre 1998 an. Die Musiker fanden wieder zusammen und schon im Jahre 2000 konnte ein Deal mit Spitfire unterschrieben werden. Nach einem Livealbum erscheint nun endlich das lang erwartete Studioalbum von BRITNY FOX. Zusammen mit Gitarrist Michael Kelly Smith versuchte ich ein wenig Licht in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft hineinzubringen.
Seit dem 20. Oktober steht das neue Album „Springhead Motorshark“ in den Plattenläden. Ich mag das Album, denn es vereint den alten Stil, kombiniert mit neueren Sounds. War es wichtig für die Band neue Wege zu beschreiten?
– Als wir mit dem Songwriting begannen, hatten wir keinen Plan, wie die Songs überhaupt klingen sollten. Wir haben uns auf unser Gefühl verlassen und schufen somit 20 Songs. Wir waren selber überrascht, dass solche Songs herauskamen. Letztendlich entschlossen wir uns für 11 Songs, die dann auf das Album kamen. Dass sie so unterschiedlich ausgefallen sind, war von Anfang an nicht geplant.
War es dein einfach für euch neue Stücke zu schreiben?
– Wir hatten in den vergangenen Jahren schon einiges an Songs geschrieben. Diese wurden aber dann noch einmal komplett überarbeitet. Unser Sänger Tommy und ich setzten uns dann zusammen und das Songwriting ging uns ziemlich gut von der Hand. Obwohl es ein ziemlich langer Prozess war, kann ich doch sagen, dass es uns eigentlich sehr leicht gefallen ist, neue Stücke zu schreiben, denn jeder von uns hat wirklich das Letzte für die Songs gegeben.
Das hört man den Stücken auch an, denn im Grunde ist es ein Album im BRITNY FOX Stil. „Motorhead Springshark“ wurde auch von Tommy und dir selber produziert. War dies der beste Weg für euch?
– Absolut, denn wir alleine wissen im Grunde, wie wir klingen wollen. Zudem machen wir das auch schon sehr lange, dass es uns an Erfahrung nicht fehlt. Für uns war dieser Weg der Beste.
Was ich besonders gut an der Veröffentlichung finde, ihr habt zusätzlich zu den 11 Songs noch 3 Videos mit hinzu genommen.
– Sie stammen alle vom Livealbum, Das Konzert wurde damals auf Video aufgenommen. Deswegen war es uns wichtig, den Fans auch noch etwas mehr zu bieten, als nur die „nackte“ CD.
Ich glaube auch, dass dies eine gute Idee für die Zukunft ist, denn die Preise für eine CD sind doch sehr in die Höhe geschnellt und somit bekommt der Fan doch wieder ein wenig „Value For Money“.
– Das ist richtig. Die Veröffentlichung eines Videos war auch für Japan vorgesehen, aber leider wurde es nie in Japan veröffentlicht. Da wir nun die Aufnahmen haben, dachten wir uns, dass es doch gut ist, sie auch den Fans zu präsentieren. Ich finde dies auch eine gute Idee, denn ich muss wirklich gestehen, dass die Preise für die CD´s sehr hoch sind. Aber mit solch einem Bonus wird eine CD nochmals aufgewertet und sie erscheint im Endeffekt nicht mehr so teuer.
Das Booklet ist ja auch sehr interessant, denn es stellt einen Ritter dar, der aber die Zähne eines Haies besitzt. In der Mitte des Booklets sind die Fenster einer Kirche abgebildet. Wer kreierte das Cover?
– Ich habe das komplette Design und Konzept erstellt. Es spiegelt auch die Songs des Albums wider. Außerdem versuchte ich die einzelnen Songs mit Bildern zu verdeutlichen.
Wie z.B. beim Song „Memorial“, wo ein Bild mit Kreuzen abgedruckt wurde.
– Richtig, dass ist eine Sache, die man gut als Beispiel nehmen kann. Die anderen Bilder drücken auch aus, worüber es in den jeweiligen Songs geht.
BRITNY FOX starten ihren zweiten Anlauf mit der gleichen band. War es einfach die ehemaligen Bandmitglieder zu motivieren, einen Neuanfang zu starten?
– Als wir damals uns entschlossen eine Pause einzulegen, waren wir uns sicher, dass wir nach einiger Zeit einen neuen Versuch starten werden. Zur damaligen Zeit hatten wir gegen die aufkommende Grunge-Szene keine Chance und somit legten wir BRITNY FOX erst einmal auf Eis. Wir hatten die ganze Zeit über Kontakt und als uns im Jahre 2000 Spitfire ein Angebot machten, waren wir alle froh darüber. Es bedurfte keinerlei Motivation, denn wir wussten immer, dass wir irgendwann einmal weitermachen würden.
In Amerika wurde das Album schon im Juli veröffentlicht. Wie waren denn die Reaktionen auf das Album?
– Die waren fantastisch. Wir hatten ein wenig Angst gehabt, denn wir wussten ja nicht, wie die Leute unser neues Album annehmen würden. Wir sind nun aber mehr als überrascht und es übersteigt wirklich alles, was wir uns vorgestellt haben und wir sind richtig glücklich. Obwohl wir auch einige schlechtere Kritiken bekommen haben. Diese handelten fast alle von der Vielseitigkeit des Albums, weil es ja doch nicht mehr 100% BRITNY FOX ist, was ich aber nicht so ganz nachvollziehen kann, denn auch wir haben uns im Laufe der Jahre verändert.
Das ist aber doch mehr als verständlich, denn zwischen den Studioalben liegen ja mehr als 10 Jahre und in einer solch langen Zeit verändert sich ein Mensch doch wesentlich.
– Das sehe ich genauso. Wir wollten ja auch nicht ein Album veröffentlichen, welches eine Kopie der Vergangenheit ist. Ich denke aber trotzdem, dass es ein straightes Rockalbum geworden ist. Obwohl wir vielleicht mit mehr Sounds, wie Folk und anderen Stilistiken arbeiten, ist es doch „Real BRITNY FOX“.
Einen Song muss ich an dieser Stelle doch ansprechen und zwar „Sri Lanka“. Er ist 8 Minuten lang und sehr spirituell angelegt.
– Eigentlich war er erst 4 ½ Minuten lang. Durch die ganzen Zwischenspiele ist er so lang geworden. Wir wollten darauf aber auch nicht verzichten, denn sonst hätte er an Flair verloren. Er ist schon etwas ungewöhnlich, aber wir ließen diesen Song so wie er ist.
Als letzter Song klingt er auch sehr gut, denn der Schluss des Stückes ist auch sehr gut, durch seine beruhigende Art, zur Meditation geeignet.
– Das stimmt und er drückt auch sehr viel Zufriedenheit aus. Deswegen haben wir ihn auch so gelassen und ihn ans Ende des Albums gestellt. Er ist in jedem Fall ein friedvoller Abschluss eines vielseitigen Albums.
Dem brauch ich nichts mehr hinzuzufügen, denn auch ich hätte ein solches Statement abgegeben. Hoffen wir jetzt, dass sie auch bald uns in Deutschland besuchen werden, damit wir auch in den Genuss der Livepräsentation von „Springhead Motorshark“ kommen.
Story: Gisela
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