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CIRRHA NIVA

Im Jahr 1989 begann die Geschichte von CIRRHA NIVA. Da fanden zwei Schulfreude – Peter Vennema und Rob Willemse – wieder zusammen und formierten mit anderen Musikern die Band Requiem. Ein Jahr später, 1993, nannten sie sich dann CIRRHA NIVA und nach einigen Veränderungen innerhalb der Band erschien dann 1996 endlich ihr Debütalbum „The Mirror World Dimension“. Es folgten noch zwei weitere Album und im Januar diesen Jahres erschien das aktuelle Werk „Liaison De La Morte“. Durch Rob konnte ich ein wenig über CIRRHA NIVA  in Erfahrung bringen.

Was habt ihr vor CIRRHA NIVA gemacht?

– Viele von uns spielten in verschiedenen anderen Bands, bevor wir uns formierten. Tommy unterstützte zum Beispiel Phantom Blue, die zurzeit ziemlich populär sind. Für mich und Peter allerdings ist CIRRHA NIVA die erste Band. Wir spielten bisher in keiner anderen Band.

Wir kamt ihr auf den Bandnamen CIRRHA NIVA?

– Das war Peters Idee. Nachdem er Dante Alighieris „Divine Commedia“ gelesen hatte, kam er auf den Namen CIRRHA NIVA. Er wird abgeleitet von den Namen Cirrha und Nisa – die „Mountaintops of the Parnassus“. CIRRHA NIVA ist ein Symbol für die treibende Kraft, poetische Inspiration und menschliches Wissen. Peter hatte auch die Titelidee unseres Demoalbums „Alighieri“s Roots“. Und um sein Wissen um „Divine Commedia“ zu unterstreichen, benannten wir unsere Plattenfirma nach diesem Berg – Parnassus Records.

Wann habt ihr mit der Produktion eures Album „Liaison De La Morte“ begonnen?

– Ich glaube wir begannen mit „Liaison De La Morte“, nachdem wir den Song „Nightwish“ komponiert hatten. Zu diesem Zeitpunkt war uns klar, dass dies der Beginn eines vollständigen Konzeptalbums sein sollte. Es dauerte beinahe zwei Jahre um „Liaison De La Morte“ fertig zu stellen. Anfangs hatten wir überhaupt nicht die Intension unser Album in diesem Zeitraum zu produzieren. Eigentlich wollten wir für eine kurze Zeit im Studio an einer Mini CD arbeiten und kündeten es in mehreren Magazinen an. Aber dann hatten wir irgendwie alle unterschiedliche Vorstellungen über die Songs auf unserer Mini CD. Letztendlich verwarfen wir unsere bisherige Idee und quartierten uns im Sommer in Studio ein und produzierten „Liaison De La Morte“.

Habt ihr „Liaison De La Morte“ selbst produziert, und wo ist euer Album entstanden?

– Unser Album ist in den Sing Sing Studios in den Niederlanden eingespielt und produziert worden. Wir haben „Liaison De La Morte“ mit Hilfe von „trainierten Ohren“ selber produziert.

Wieso habt ihr euer Album „Liaison De La Morte“ genannt?

– Zuerst verwendeten wir unseren Arbeitstitel „Echoes from Everafter“, aber wir waren uns darüber einig, dass er als Albumtitel etwas zu süß und niedlich war. Wir wollten einen Titel finden, der härter, unheimlicher und romantischer sein sollte. Als wir so zusammen saßen kam Liselotte (Liselotte Hegt-Sängerin) mit diesem Titel als Geschenk. Wir waren sofort begeistert, denn „Liaison De La Morte“ beinhaltete alles was für uns wichtig war: die Düsternis, das Geheimnisvolle und die Romanze.

Für mich ist „Liaison De La Morte“ eine Musical-Rock Story.

– Genaugenommen ist es eine Konzeptstory, da sämtliche Songs von einer Geschichte handeln. Andererseits kann man unser Album auch als Rockstory bezeichnen, da unsere musikalischen Arrangements durch starke Einflüsse der theatralischen Dramatik mit Opera-Touch geprägt sind. In „Liaison De La Morte“ kombinierten wir zum ersten Mal Metal, Prog-Rock, Neo-classic, Jazz, Folk und Soundscape Elemente miteinander. Außerdem kamen wir während der Produktion unseres Albums  auf die Idee, einen Chor einzusetzen. Deshalb sind eigentlich alle Zutaten für eine Rockstory vorhanden.

Eure Songs sind in Englisch und Französisch. Warum?

– Das unsere Songs in Englisch sind, liegt auf der Hand. Die französischen Texte haben wir eingesetzt, um die romantische Seite unserer Stücke zum Ausdruck bringen zu können. Französisch ist nun mal die Sprache der Liebe und es war für Liselotte eine große Herausforderung in Französisch zu singen. Wir neigen eigentlich dazu neue Wege auszuprobieren. Und da wir bislang unsere Texte generell in Englisch schrieben, war es natürlich auch eine Herausforderung für uns alle.

Wer war zuständig für die Musik und wer für die Texte?

– Arnold, Liselotte und ich schrieben die Lyriken und wir alle haben an der Musik gearbeitet.

Was inspirierte euch, dieses Cover zu machen – die Silhouette eines Mannes als Schatten?

– Unser Manager und kreativer Künstler Inge Steenhorst zeichnete einige Skizzen, die die entsprechenden Charaktere aufzeigen sollten. Die mysteriöse Figur aus der Unterwelt hat zwar den kleinsten Part, jedoch den größten Einfluss auf die Geschichte. Es erschien uns wichtig, genau diesen Charakter auf unserem Cover zu platzieren, um die mysteriöse Bedeutung zu unterstreichen.

Die Geschichte ist recht interessant: Eine finstere Liebesgeschichte kombiniert mit einer Horrorstory, verfeinert mit romantischen Gefühlen. Wie kamt ihr auf diese Idee?

– Die Idee entstand durch den Text des Songs „Nightwish“. Er basiert auf einem früheren Song –„Vacuum“(Enter The Future Exit). Beide handelten von dem gleichen Thema. „Nightwish“ ist sozusagen die Fortsetzung von „Vacuum“. Während des Schreibprozesses entstanden in  mir Bilder aus den Filmen: The Crow, Sleepy Hollow und Nightmare Before Christmas. Ich analysierte die Musik. Als Songwriter bin ich allerdings auch beeinflusst durch Fish’s interessante, merkwürdige Texte.

Was war eure Inspiration, so viele Musikstile zu kombinieren?

– Die größte Inspiration war sicher der Song „Nightwish“. Er enthält so viel Energie, Stile, Sphären und verrückte Ideen, so dass es eine Schande gewesen wäre, es nicht weiter zu führen. Außerdem wollten wir die richtige Sphäre für jeden Teil unseres Albums kreieren, es sollte einfach nicht nur aus Metal bestehen. Wir wollten zum Beispiel bei dem französischen Song auch den dementsprechenden Sound entstehen lassen. Was war da besser geeignet als ein Akkordeon. Folglich kam Wilbert mit dem Vorschlag, das Akkordeon-Thema als roten Faden durch den gesamten Song laufen zu lassen, wodurch der Sound wie eine Karussellmusik klingt. Die Karussellmusik steht für das Karussell des Lebens. Jeder von uns befindet sich auf diesem Karussell, einige nur für ein paar Jahre, andere für Dekaden. Wenn du dieses Karussell verlässt … dann stirbst du … und unsere Geschichte fängt an.

Ihr verwendet eine Menge Effekte in euren Songs!

– Wir denken, sie gehören dazu, um diese überwältigende und gleichzeitig hoffnungslose Stimmung zu erzeugen. Der Sound ist doch großartig geworden, oder nicht?

Was inspiriert dich an Horror Geschichten?

– Hmm, ich sehe mir gerne Horrorfilme an und lese Horrorgeschichten, aber ich bin auch ein Fan von Comics oder Musicals. Ich mag die Kombination von allem was ich mache und konzentriere mich gerne auf bestimmte Momente in meinem Leben. Vielleicht werden wir als nächstes eine Symphony oder ein kommerzielles Album produzieren.

CIRRHA NIVA’s Tun hat sich mit dem Album „Liaison De La Morte“ noch längst nicht erschöpft. Sie ließen ein Film von Tom Steennhorst produzieren, der sowohl auf der CD als auch während der Live-shows zu sehen sein wird. Sie haben mit ihrem Album eine komplette Live-Show mit allem Zubehör (Choreographie, Feuer, Schauspieler, Nonstop Music, Video Projektionen etc.) auf die Beine gestellt. Wird sicher so sehenswert sein, wie das Album „Liaison De La Morte“ hörenswert ist.

www.cirrhaniva.nl

Gabi Peiter

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