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DIAMOND DOGS

Also nicht, dass ich mich beklagen möchte, also wirklich nicht. Aber ich habe langsam aber sicher das Gefühl, dass da eine ganze Metal-Armada aus Schweden auf uns zu rollt. Nicht nur die Black-und Death Metal Freaks dürfen gekonnt das geschwärzte Haar im Takt wiegen, sondern auch die Freunde des Pogo und somit des Punks können enthusiastisch das Band schwingen. Und dann kommt da plötzlich eine 8 Mann starke Combo des Weges, die völlig aus dem Konzept fällt. Guter alter Rock und manchmal auch Roll wird der Klampfe meisterhaft entlockt. Ob das so mit rechten Dingen zu Recht und noch mehr wollte ich von den Jungs von Diamond Dogs erfahren und so führte ich das Interview mit Honk.

Einige Mitglieder spielten zuvor in anderen Bands. Wie fing die Sache mit Diamond Dogs an?

– Nun, ich würde dir jetzt gerne etwas Ausgefallenes erzählen wie, dass wir alle Pizza mit dem Löffel essen, dass wir uns immer ausziehen wenn Schnee fällt oder Sex haben während des Schachspiels. Aber die Geschichte ist ziemlich langweilig. Wir haben uns im Business kennen gelernt, obwohl die Hälfte der Band aus derselben Kleinstadt außerhalb von Stockholm kommt.

Diamond Dogs erinnert mich an David Bowie. Warum habt ihr den Namen gewählt?

– Nun, ich könnte etwas Witziges dazu sagen, wie dass wir alle enge Freunde von Snoop Doggy Dogs Bruder Diamond wären oder was ähnliches. Aber eigentlich gibt es keine Antwort darauf, außer dass es ein passender Name ist. Einige von uns mögen Mr. Bowie, obwohl er unsere Musik nicht beeinflusst hat.

Ihr seid alle von den 70igern beeinflusst, nicht wahr? Oder hört irgendjemand eine völlig andere Musikrichtung?

– Sind wir so einfach zu durchschauen?

Als ihr vor mehreren Jahren die Band gründete, war eine große Black-und Death Metal Bewegung in Skandinavien. Was dachtet ihr darüber? Hat diese Bewegung in irgendeiner Weise euch beeinflusst?

– Keiner von uns hat jemals diese Musikrichtung auch nicht in entferntesten Sinne gespielt. Wir haben aber eine Menge verrückte Leute in den Sunlight Studio getroffen und mögen sie irgendwie auch. Sicherlich haben wir auch viele Freunde, die in diesen düsteren, furchtsamen Bands spielen. Ich denke, dass ENTOMBED zu einer der besten gehört.

Ihr habt euren 2. Longplayer eingespielt, der Ende September veröffentlicht wurde. Ich kann mir vorstellen, dass es sehr schwierig ist eine Studiosession mit 8 Leuten hinzu bekommen. Wie läuft es im Studio ab? Spielt ihr die Stücke zusammen ein oder jeder einzeln?

– Als erstes von allem ist es schon sehr schwierig die Band zusammenzukriegen. Anfangs hatten wir ein paar Treffen mit Tomas Skogsberg und haben die Aufnahmen besprochen, danach haben wir die Stücke zusammengestellt und aufgenommen. Das meiste Material hat Sulo geschrieben. Das interessante und kreative an der Sache ist, dass ein großer Teil der Stücke im Studio entwickelt wurden. Jeder von uns freut sich so viel beizusteuern wie möglich. Danach verbrachten Tomas und ich eine Menge Zeit im Studio um das Album abzumischen. Wir nahmen noch ein paar Tracks herunter für die Zukunft.

Welchen Part übernimmt jeder Einzelne beim Komponieren eines neuen Songs? Wer ist euer stärkster Kritiker außerhalb der Band?

– Jeder versucht Einfluss darauf zu nehmen und den anderen seine Meinung darzustellen. Es ist kein Scherz, aber mein Vater Sebastian hat ohne Zweifel ein sehr großes Mitspracherecht.

Was passiert nach den Aufnahmen? Macht ihr mit euren Familien Urlaub?

– Vielleicht wenn unsere Frauen und Kinder auch Zeit haben. Es kommt auch noch das Touren hinzu, und so kommt einen eben nicht gerade der Urlaub in Spanien in den Sinn, wenn man unterwegs ist und spielt. In Schweden kann man auch gut relaxen.

Ihr seid 8 Bandmitglieder, also so etwas wie eine große Familie. Hängt ihr ständig zusammen rum? Gehört Freundschaft zum gemeinsamen Musizieren oder ist es eher  ein gewöhnlicher Job wie die Arbeit in einem Büro?

–  Es ist ein wunderbares Leben. Obwohl wir uns alle sehr mögen und uns auch auf den anderen verlassen können, so steht jeder die alltäglichen Dinge alleine durch. Sicher hast du Recht, dass es so etwas wie eine zweite Familie ist während der Tour, aber ich schätze dass es ähnlich ist im Arbeitsleben.

Wann seid ihr wieder auf Tournee? Nehmt ihr eure Familien mit?

– In November werden wir 15 Gigs mit den Jungs von HANOI ROCK in Grossbritanien spielen, das wird ein Mordsspaß werden. Dabei werden wir auch ein paar liebe Menschen um uns scharen.

Dem kann ich nichts mehr zufügen und wünsche den Jungs eine klasse Tour auf der Insel.

Story: Kerstin Ziganke

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