THE CASCADES
Mit THE CASCADES scheint wieder ein neuer Gothic-Stern am deutschen Himmel aufzugehen. Mit ihrem Debut ´Nine 66´ liefern sie ein professionelles Album ab. Beim Anhören des Longplayers kommt es einem vor, als hätten THE CASCADES schon mehrere Alben aufgenommen. Warum dies so ist und noch andere Sachen konnte ich von Gitarrist Max in Erfahrung bringen.
THE CASCADES, die sich im Jahre 1998 gegründet haben, nahmen ihr Debut mit einigen Gastmusikern auf. So unterstützte sie Bassist Jens Riediger (Ex-DREADFUL SHADOWS, THANATEROS) tatkräftig. Ist euer Line-up noch nicht vollständig?
– Doch, denn wir sind nur zu dritt. Live werden wir unterstützt von einem Drummer. Es lag aber nahe, da wir in Berlin unser Album aufgenommen haben, dass Jens und Heiko Wolf (SCREAM SILENCE) uns bei den Aufnahmen geholfen haben, da wir zu dieser Zeit noch keinen geeigneten Drummer zur Verfügung hatten.
Mir gefiel das Album auf Anhieb, denn es hat einen eigenständigen Sound, obwohl im Info einige Vergleiche zu Bands wie The Mission oder den Sisters angeführt wurden. Ich persönlich sehe dies nicht so, denn die Songs haben einen sehr modernen Touch.
– Das sehen wir auch so, aber es gibt da schon einige, die Reviews von dem Album geschrieben haben und uns dann mit diesen Bands verglichen haben.
Ich würde, um die Auswahl der Bands noch ein wenig zu erweitern, käme durch den Gesang her noch Type-O-Negative hinzu. Obwohl ich persönlich auch solche Vergleiche hasse, denn man macht ja keine Musik um wie irgendeine andere Band zu klingen. Aber das muss wohl so sein, damit sich der Hörer ein wenig orientieren kann. Wie reagiert ihr denn auf solche Vergleiche?
– Es kommt darauf an, wie es in den Reviews gemeint ist. Wenn man in solchen Reviews versucht uns einen Strick daraus zu drehen, indem behauptet wird, sie machen ja sowieso nur solche Musik, wie The Mission oder die Sisters, dann sind wir verständlicherweise nicht so recht glücklich damit. Ich denke das liegt wahrscheinlich daran, dass sich viele nicht die Mühe machen und genau den Songs lauschen. Dann kommen halt solche Statements zustande. Es ist zwar nicht unbedingt falsch, aber trotzdem haben wir unseren eigenen Sound.
Dem kann ich nur zustimmen, denn bei Songs wie ´Babylon´ und ´Mercury´ kann man feststellen, dass THE CASCADES sehr verstärkt mit einem modernen Sound arbeiten.
– Das ist vollkommen richtig und zu diesen Songs kann ich zum jetzigen Zeitpunkt schon ein wenig mehr sagen. Wir haben schon einige neue Songs geschrieben und diese gehen auch vollkommen in diese Richtung. Wir sind auch durch unsere Persönlichkeiten so geartet, dass wir in verschiedene Richtungen experimentieren und uns zu guter Letzt kommen denn Songs heraus, die nach ´Babylon´ oder ´Mercury´ klingen. Diese Stücke zählen auch zu unseren Favoriten.
Hört ihr denn innerhalb der Band mehrere verschiedene Richtungen?
– Musikalisch sind wir vollkommen verschieden und wie es manchmal bei Bands unseres Genres gesagt wird, dass wir zu Hause nur SISTERS OF MERCY hören ist vollkommen falsch. Ich persönlich mag auch diese Schubladen nicht. Ich unterscheide mehr in Musik, die mir gefällt und solche, die mir nicht gefällt. Es gibt ebenfalls gute Metalbands wie es auch gute Technobands gibt. Wir sind da nicht verschlossen gegenüber anderen Richtungen.
Die Hauptsache ist doch, dass ein Song bei einem Gefühle erzeugt. Zurück zum Album. Warum habt ihr euer Debut ´Nine 66´ betitelt. Hat er eine spezielle Bedeutung?
– Es ist eigentlich nur ein Titel für das Album. Eine kleine Bedeutung hat er schon. Das steht aber nur in Bezug zu dem nächsten Album.
Wie lange habt ihr denn für die Produktion gebraucht?
– Da das Budget, wie bei den meisten neuen Bands, sehr klein ist, haben wir in ca. 4 Wochen das Album fertig gestellt. Wir haben aber zwischen den Recordings eine kleine Auszeit genommen, weil der Kopf wieder frei werden musste.
Das ist vollkommen verständlich, denn ein wenig Abstand sollte man auch während den Recordings haben, denn wenn der Kopf nicht mehr frei ist, behindert einen das doch in starkem Maße.
– Trotz allem sind wir froh, dass unsere Plattenfirma hinter uns steht und uns diese Auszeit hat zu Gute kommen lassen.
Davon gehe ich auch aus, dass ihr bei dieser Plattenfirma sehr gut aufgehoben seid.
– Das war auch ein richtiger Glücksfall für uns, dass wir bei dieser Plattenfirma einen vertrag erhalten haben. Für uns war auch von Anfang an klar, dass wir nur bei einem Label unterschrieben wollten, welches einen guten Ruf hat.
THE CASCADES sind in Bayern beheimatet. Habt ihr in Bayern Gelegenheit auch live zu spielen?
– Es gibt schon einige Gelegenheiten für uns aufzutreten, denn ganz so schwarz, wie viele denken, ist Bayern nun doch nicht. Da wir in der Ecke, München, Nürnberg und Regensburgwohnen, haben wir doch einige Möglichkeiten Gigs zu absolvieren.
Geht ihr denn auch auf Tour?
– Da kann ich dir jetzt definitiv sagen, denn ich habe vor einigen Minuten die Bestätigung erhalten, dass wir ab dem 29.03. mit LORDS OF THE NEW CHURCH unterwegs sind. Nach einer kleinen Pause geht es denn Mitte April mit THE LAST DANCE aus Amerika weiter.
Na dann wollen wir uns THE CASCADES doch einmal live anschauen, denn das Album verspricht viel und live kommt ja fast jedes Material besser rüber.
Story: Gisela
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