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INCERTAIN – Rats In Palaces

Veröffentlichung: 22.09.2017

Label:   Pride & Joy Records

Stil:   Thrash Metal, Death Metal

Webpage:  http://www.incertain.de

Facebook:  https://www.facebook.com/Incertain

 

INCERTAIN gründeten sich im Oktober 2012 in Andernach/Rheinland-Pfalz. Die damals noch sehr junge Band machte seitdem vor allem live ihre ersten Gehversuche in der Szene und lediglich Drummer Luis Strietholt hatte vorher schon erste Erfahrungen mit dem Indie Rock-Projekt CELEBRATE SIMON sammeln können. Zu den musikalischen Vorbildern des Fünfers gehören u.a. Speed- und Thrash Metal-Größen wie OVERKILL, EXODUS und TESTAMENT, aber auch auf wichtige Vertreter des Death Metal wie VADER und modernere Acts wie LAMB OF GOD. Sie brillierten auch auf dem Andernacher „A Chance for Metal Festival“ oder aber auch im Vorprogramm von TANKARD. Daraus resultiert jetzt das Debutalbum der Band. „Rats In Palaces“ wurde von Michael „Freio“ Haas (SOBER TRUTH, SIC ZONE, ERZFEIND) im Big Easy Studio in Hennef aufgenommen und gemischt. Dann bin ich mal gespannt was mich erwartet.

Schon mit dem Opener „Bring Back The Anarchy“ geht es vehement los. der Song wurde mit Deathmetal-lastigem Gesang von Sängerin Liane Walter versehen und die Gitarren knallen brutal aber auf dem Punkt. Ziemlich thrashig geht es dann beim nächsten Lied „Mankind´s Grave“ zu. Der Song ist eine perfekte Kombination aus Growls, Gitarre und temporeichen Drumparts – vollkommen überzeugend. Textlich gesehen trifft der Titelsong „Rats in Palaces“ voll den Nerv der Zeit, denn er kritisiert die Manager in den oberen Etagen der Industrie. Der Song verfügt über eine tolle Gitarrenarbeit und einer ausgezeichneten Sängerin. Beim Stück „Amok“ denkt man zuerst das nun ein ruhiger Song kommt, aber dies ist nur von kurzer Dauer. Der textlich sehr persönliche Song wird bestimmt von harten Gitarrenparts und einem treibenden Schlagzeug. Mit dem thrashigen Song „Crusader“ hat man dann die Hälfte hinter sich gebracht und bis jetzt kann ich nur sagen – Hut ab vor dieser jungen und dynamischen Band.

Sehr düster klingt das thrashige balladeske „Rage & Greed“. Dass sie so düster klingt hat einen Grund, denn thematisch geht es darum das eine Person einem bestialischen Mann ausgeliefert ist. Toll umgesetzt. Mit „Immortality“ ist INCERTAIN eine wahre Hymne gelungen. Der Thrashsong lebt von epischen und emotionalen Gitarrenläufen am Anfang und einer wahnsinnig guten Instrumentierung. Für mich eins der Highlights auf dem Album. Einen weiteren Kracher gibt es dann mit „Social Lies“ zu hören. Wie der Titel schon verrät geht es bei diesem brachialen Song um unsere Zivilisation, das Thema wurde wunderbar musikalisch umgesetzt. Einen weiteren sehr düsterer Song bekommt man mit „Mask“ geboten. Was diesen Song so besonders macht sind die cleanen Vocals im Mittelpart. Der letzte Song auf dem Album, „Pain Diet“, basiert auf die Folterszenen vom Buch „1984“, welches aus der Feder von George Orwell stammt. Auch auf diesem Song ist die Band in Hochform, denn die Brachialität die INCERTAIN darbietet ist sehr professionell. Mit diesem Song findet die Scheibe den perfekten Abschluss.

Als Fazit kann ich nur bestätigen, INCERTAIN liefern ein modernes und sehr intensives Thrash- und Deathmetal Album ab, welches sich durch die Spielfreude der Band auszeichnet. Perfekt produziert kann man sich jetzt vorstellen, dass INCERTAIN den Grundstein für eine Karriere gelegt haben.

Tracklist:

  1. Bring Back the Anarchy
  2. Mankind´s Grave
  3. Rats in Palaces
  4. Amok
  5. Crusader
  6. Rage & Greed
  7. Immortality
  8. Social Lies
  9. Mask
  10. Pain Diet

 

Line-up:

Liane Walter – Gesang
Sven Müller – Gitarre
Phil Unger – Gitarre
Janis Wilkes – Bass

Luis Strietholt – Drums

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