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JADED HEART

Nun schon seit 13 Jahren sind JADED HEART präsent in der Hardrock-Landschaft. Obwohl ihnen der große Durchbruch nie so richtig gelungen ist, haben sie sich doch einen sehr guten Namen im Business gemacht. Das bewiesen sie mit sechs außerordentlich guten Alben. Nun endlich gibt es wieder ein neues Lebenszeichen der Duisburger. Mit „Trust“ ist ihnen ein sehr gutes Album gelungen, aber eigentlich hätte ich auch nichts anderes erwartet. Um einige Sachen zu hinterfragen, unterhielt ich mich mit Sänger Michael Bormann und er konnte meinen Wissensdurst stillen.

Mit „Trust“ haben JADED HEART ein Album fertig gestellt, welches sehr vielseitig ist. Obwohl das Rad in dieser Richtung nicht mehr erfunden werden kann, ist es ihnen gelungen, ein frisches und anspruchsvolles Album aufzunehmen. Es gibt einige Stücke, die mir sofort auf Anhieb gefielen. „Burning Heart“ ist eines davon, denn das Lied hat sehr viel Atmosphäre durch die eingesetzten Chöre.

– Das die Chöre so sehr hervorstechen liegt wohl sehr stark an der Instrumentierung. Die Gitarren sind auf diesem Lied sehr verhalten und deswegen kommen die Chöre sehr stark zur Geltung. Im Gegensatz dazu steht „Anymore“, denn dieser Song ist zwar auf der gleichen Weise komponiert worden, aber er geht ziemlich nach vorne, weil eben die Gitarren mehr in den Vordergrund gesetzt wurden.

Du hast das Thema Instrumentierung gerade schon angesprochen. Das ist mir persönlich sehr stark bei „Masquerade“ aufgefallen. Bei diesem Lied gibt es zusätzlich aber noch ein tolles Intro, was sehr mystisch angelegt ist.

– Richtig, denn es beginnt ganz anders, als es im Verlauf des Songs weitergeht. Das Stück ist auch schon acht Jahre alt. Wir wollten diesen Song schon so oft mit auf eine Platte nehmen, aber immer wieder ist etwas dazwischen gekommen. Bei „Let It Rain“ habe ich auch Elemente von älteren Songs mit eingebaut. Im Laufe der Jahre sind immer wieder Songs angefallen, die einfach nicht auf eine CD gekommen sind. Dieses Mal habe ich mir gedacht, dass es doch einfach zu schade ist, solche Stücke in der Schublade zu lassen.

Das ist ja öfter so, dass Songs geschrieben werden, die dann in Vergessenheit geraten.

– Das ist bei mir sowieso immer sehr schlimm, denn ich schreibe permanent neue Songs. Ich könnte jetzt sofort zwei oder drei Alben nachlegen. Ich schreibe kontinuierlich, denn es ist wie eine Befreiung für mich Songs zu schreiben. Schade ist dann nur, dass immer wieder eine Menge Songs übrig bleiben, für die man keine Verwendung hat. Schlimm ist, dass man so viel Material liegen hat, aber doch lieber etwas Neues schreibt.

Was mir am Album sehr gut gefällt ist die Anordnung der Stücke. Die Mischung aus rockigen Songs und gefühlvolleren Stücken wurde sehr gut gewählt. War euch dieser Punkt auch sehr wichtig?

– Eine Reihenfolge ist sehr wichtig. Ich habe am Anfang einmal eine Reihenfolge ausprobiert und als Orientierung die Stärken der einzelnen Songs als Kriterium gesetzt. Genau diese erste Anordnung war auch zum Schluss für uns alle die richtige gewesen. Ich wurde auch sehr oft angesprochen und man meinte zu mir, dass ich auf keinen Fall die Reihenfolge, wie sie auf dem Demo war, verändern sollte. Aber eigentlich war es reiner Zufall, dass sie jetzt auch in dieser Reihenfolge auf CD sind. Ich bin da mehr nach dem Gefühl gegangen und das hat mich nicht getäuscht.

Ihr habt ja auch in der ganzen Zeit viele Touren gefahren, die vielleicht auch ein wenig euch als Band geprägt haben und einen gewissen Eindruck hinterlassen.

– Natürlich hinterlassen solche Touren gewisse Eindrücke, aber die liegen mehr in Bezug auf den Rock´n Roll. Wir haben alle unsere Alben und demzufolge versuchen wir auch unser bestes zu geben. Ich sehe es eher so, dass man von dem Erlebten mehr beeindruckt ist, als von den einzelnen Bands. Es war schon toll mit Bands wie GOTTHARD und MOTHERS FINEST zu touren, aber jeder hat sein eigenes Ding durchgezogen.

Obwohl ihr ja immer mit guten Kritiken und mit den dementsprechenden Touren versorgt war, ist euch bis heute der „große“ Durchbruch leider nie gelungen.

– Das kann man so sagen, obwohl ich mir das selber auch nicht so recht erklären kann.

Ich eigentlich auch nicht, aber als deutsche Band hat man eben auch nicht die großen Chancen im Radio gespielt zu werden. Bei den Magazinen ist es ja fast das Gleiche, denn wenn man im Soundcheck nicht gut abgeschnitten hat, ist es mit einer Story auch schon wieder vorbei.

– Das ist ein großes Problem, denn es gibt doch einige deutsche Bands, die im Radio gespielt werden, aber das kostet ja eine Menge Geld. Ich finde einen solchen Umstand sehr schade.

Das finde ich auch. Ihr habt ja auch jetzt das Label gewechselt. Ich habe gelesen, dass euer Vertrag bei einem Motörhead-Konzert in Köln unterzeichnet wurde. Das konnte ich ja erst gar nicht glauben.

– Das ist aber richtig. Ich habe nichts von der Motörhead-Show mitbekommen, denn ich bin kein großer Fan von ihnen. Aber Skew Siskin sind als Vorband mitgefahren und da sie auf dem gleichen Label sind wie wir jetzt, war es natürlich eine gute Idee, sich dort mit dem Chef der Plattenfirma zu treffen. Wir sind dann auch ziemlich schnell einig geworden und schon hatten wir einen neuen Vertrag, Das ging ziemlich schnell.

Das kann man wohl sagen. Jetzt aber noch einmal zurück zu „Trust“. Euer Keyboarder Henning Wanner ist ja eigentlich ein richtiger Multiinstrumentalist. Neben dem Keyboard, kann er auch noch singen und Gitarre spielen. Habt ihr euch das zunutze gemacht?

– Nein, Henning hat keine Gitarrenparts auf dem Album übernommen, denn die absolviere ich. Ebenso ist er auch nur bei den Backings zu hören. Aber ich muss gestehen, dass dieses Potential, welches er hat, sehr gut für eine Band ist.

Mir ist zu Ohren gekommen, dass ihr bald auf Headliner-Tour gehen wollt. Ist das richtig?

– Ja, denn wir haben vor im April und Mai eine Headliner-Tour in Clubs zu absolvieren. Im Moment werden gerade die Dates festgemacht. Diese Tour soll dann auch vielleicht noch auf den Juni ausgedehnt werden und natürlich wollen wir auch auf einigen Open Airs präsent sein.

Dann kann ich euch nur alles Gute für die nächste Zeit wünschen. Hier findet ihr mehr Infos zu JADED HEART.

https://www.facebook.com/jadedheartmusic

Story: Gisela

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