MY DARKEST HATE
Nach dem neuen Hammeralbum von MY DARKEST HATE, ist es natürlich Zeit für ein Interview mit den Jungs. Mein Gesprächspartner ist Drummer Klaus Sperling, der zu einem lockeren Gespräch bereit war.
Als erstes wollte ich wissen, ob My Darkest Hate am Anfang nur ein Projekt, oder eine feste Band werden sollte?
– Es sollte von Anfang an eine feste Death Metal Band werden. Jörg hatte schon nach dem Demo „Blood pounding black“ 1998 Leute für eine feste Band gesucht, die musikalisch wie auch menschlich zusammen passen.
Wer spielte eigentlich bei dem Demo „Blood ponding black“?
– Bei dem Demo spielte Jörg alle Gitarren und den Bass ein, und den Gesang übernahm René, der auch auf der ersten Scheibe „Massive Brutality“ noch dabei war. Das Schlagzeug übernahm ein Drumcomputer. Da Jörg noch einen Schlagzeuger suchte, gab er mir das Demo mit der Frage, ob ich einen Drummer kenne, der da mitmachen will. Ich hörte mir das Demo an und war davon total begeistert, und Jörg war überrascht, dass mir diese Art von Musik gefällt und ich selber mitmachen will. Da wir uns ja schon lange kennen, freute es Jörg umso mehr, und mit Oliver Grosshans an der zweiten Gitarre stand die Band MY DARKEST HATE.
Ihr spielt ja alle auch noch in anderen Bands mit. Kann man da von der Musik leben, oder habt Ihr alle noch einen regulären Job?
– Das wäre schön, aber leider haben wir alle noch einen Job, und wir müssen genauso arbeiten wie jeder andere auch, da es heut’ zu Tage in der Metalmusik sehr schwierig ist. Die einzigen traditionellen Death Metal Bands wie SIX FEET UNDER, BOLT THROWER und CANNIBAL CORPSE können es. Selbst VADER wird wohl noch nebenbei jobben, obwohl die „Für eine Hand voll Dollar“ überall spielen.
Wann geht Ihr denn endlich auf Tour? Die Fans sind ja bereits ganz heiß darauf, Euch endlich mal live zu erleben und nach zwei Alben ist es doch auch mal an der Zeit…
– Für nächstes Frühjahr ist dann die erste MY DARKEST HATE – Tour geplant, aber es liegt noch nichts Konkretes vor, wann und mit wem wir auf Tour gehen. Außerdem hängt es auch vom Verkauf unseres neuen Silberlings ab. Die Tour sollte über ganz Deutschland verteilt sein, und 7-8 Gigs müssten es schon werden.
Da die neue CD „To Whom It May Concern“ ja ein Hammer ist, (siehe auch CD-Kritik). Wer ist denn eigentlich für die Songs und Lyrics verantwortlich?
– Bis auf die Coverversion „Brain Dead“ wurde die neue CD komplett vom Jörg geschrieben. Bei der CD „Massive Brutality“ waren drei Songs noch von René und alle anderen Songs kamen auch wieder aus Jörgs Feder. Trotz allem kann ich bei den Drumpassagen kreativ sein, und meine eigenen Einflüsse mit einbringen. Jörg gibt seine Riffs vor, und ich kann ihm dann eigene verschiedene Drumfolgen anbieten. Auch bei den anderen Bandmitgliedern ist Jörg sehr offen für ihre Kreativität.
Ist es eigentlich richtig, dass Ihr als Ludwigsburger Band geführt werdet?
– Der Sitz der Band ist wirklich Ludwigsburg, da Jörg und Oliver aus Ludwigsburg kommen. Ich selber komme aus Esslingen, ca. 30km südlich von Ludwigsburg und Chris kommt aus Nörtingen, studiert aber in Ludwigsburg. Shorty kommt aus der Heilbronner Gegend.
Da die Band dieses Jahr sehr gut auf dem „Party San Open Air“ angekommen ist, strebt Ihr es doch bestimmt an, auch nächstes Jahr auf einigen Festivals zu spielen. Ist da schon irgendetwas geplant für 2003?
– Für das „Bang Your Head“ sehe ich überhaupt keine Chance, da dort hauptsächlich „True Metal“ gespielt wird, und höchstens mal eine Speed oder Thrash Band auftritt. Obwohl ich dort schon einmal SIX FEET UNDER gesehen habe. Zurzeit wird jetzt das „With Full Force“ abgecheckt, und evtl. besteht da ja die Möglichkeit zu spielen. Im Moment steht nur fest, dass wir auf dem „Fuck the Commerce“ Festival mitspielen werden. Aber ich habe gehört, dass die Veranstalter ein Festival für die „Flutopfer“ arrangiert haben, das eine völlige Pleite war und diese jetzt auch finanziell sehr schlecht da stehen. Das „Party San Open Air“ kommt frühestens 2004 wieder in Frage, da wir ja dieses Jahr dort schon gespielt haben und es uns allen sehr gut gefallen hat. Dort stimmte einfach alles. Die Atmosphäre, die Organisation war der absolute Hammer, und wir kommen immer wieder gerne dorthin zurück um zu spielen.
Mit welcher Band würdet ihr denn gerne mal auf Tour gehen?
– Ich kann im Namen aller antworten, dass wir alle gerne mal mit „Vader“ touren wollen, und wenn ich mir eine Band aussuchen könnte, würde ich gerne mal mit SIX FEET UNDER oder BOLT THROWER und der Chris am liebsten mal mit NAPALM DEATH touren.
Abschließend noch eine persönliche Frage an Dich Klaus. Schaffst du es die Drums für
MY DARKEST HATE und PRIMAL FEAR hintereinander zu spielen? Könnte ja mal auf einem Festival vorkommen.
– Na klar, ich habe ja schon mal so eine Erfahrung in Japan gemacht. Zuerst musste ich 70 Minuten aushilfsweise die Felle für Sinner bearbeiten, und im Anschluss 90 Minuten für PRIMAL FEAR. Na ja, bei MY DARKEST HATE ist das Ganze doch schon etwas anstrengender. Aber da kenn ich nix, erstens abtrocknen, zweitens Cappie wechseln, drittens zur nächsten Bühne rennen und weiter spielen.
Ich wünsche Dir und der Band für die Zukunft alles Gute, und mache weiterhin so gute Mucke wie bisher. Wir sehen uns ganz sicher auf Eurer ersten Tour.
Story: Klaus Schmidt
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