HUBI MEISEL
Mit seinem ersten Soloalbum ´Cut´ hat HUBI MEISEL im Frühjahr dieses Jahres bewiesen, dass es sich lohnt auch einmal länger nach Songs zu suchen, welche man covern kann, als irgendetwas hergebrachtes nachzuspielen und dies dann auch noch halbherzig. Ich war schon ziemlich überrascht, dass man Stücke wie „Send Me An Angel“, „Drive“, „Relax“ oder „Broken Wings“ sehr eigenständig darbieten kann. Das ist aber nun fast schon ¾ Jahr her und es sind neue Aktivitäten bei Hubi Meisel geplant. Was so alles ansteht, könnt ihr nun im nachfolgenden Bericht nachlesen.
Nach DREAMSCAPE hast du dich ja nun entschieden Solo weiterzumachen. Warum kamst du zu diesem Entschluss?
– Wir hatten eigentlich mit der CD: „VERY“ ziemlich Erfolg und die Scheibe kam international tierisch gut bei den Metal-Fans an…aber wir haben danach nicht mehr in dieselbe Richtung gearbeitet und hatten einfach zu unterschiedliche Ansichten. Da ich schon mehrfach fester Sänger einer Band war und jedes Mal mehr oder weniger enttäuscht war…habe ich beschlossen künftig die alleinige Verantwortung für meine Karriere zu tragen. Den Entschluss SOLO durchzustarten bereue ich jedenfalls nicht.
Auf deiner Solo-CD „Cut“ gibt es Coversongs aus den 80igern zu hören. Ist solch eine Sache interessanter für einen Musiker, als die gängigen Rocksachen zu covern?
– Ich bin zwar kein Cover-Sänger, aber ich wollte schon seit etlichen Jahren den alten Jugendtraum umsetzen, den Pop-Klassikern meiner VOR-Metal-Zeit mit heftigeren Gitarren und einer Prise ROCK/METAL neues Leben einzuhauchen. Gerade weil diese Songs zwar phantastische Melodien haben, aber –wie ich finde- zu wenig ROCKEN, wollte ich diese Songs mal neu verpacken. Den RUSH Song habe ich drauf gepackt, weil ich diese Band schon immer klasse gefunden habe und ihnen damit persönlich Tribut zollen wollte.
Neben deinen Solosachen arbeitest du ja auch hin und wieder für andere Projekte, z.B. MISTHERIA, wo du ja deine Stimme für den Song „Eternity“ zur Verfügung gestellt hast. Wie kam die Zusammenarbeit zustande?
– Mistheria hat sich Audio-Files auf meiner Homepage angehört und mich gefragt, ob ich nicht einen Song für sein neues Album: „Messenger of the Gods“ (erscheint im Frühjahr 2003 über Lion Music) einsingen und texten möchte. Da er ein Spitzenmusiker ist (und zudem sehr nett), war ich natürlich gleich dabei. Ich kenne sehr viele internationale und erstklassige Musiker, und da ich ein eigenes Homestudio habe, ist eine Zusammenarbeit mit internationalen Musikern sehr unkompliziert.
Wenn man die Gästeliste dieser CD liest, bemerkt man, dass diese sich aus erstklassigen Musikern aus dem internationalen Bereich zusammensetzt. Magst du solche Sachen?
– Ja, bei solchen Namen und Persönlichkeiten mache ich natürlich gerne mit. Eine echte Herausforderung und außerdem schön abwechslungsreich!
Im Moment steckst du in den Recordings für deine neue Solo-CD, welche „EmOcean“ betitelt ist. Soundmäßig soll es ja im Prog-Metal-Genre liegen und ist zudem noch ein Konzeptalbum. Um welche Geschichte handelt es sich.
– Im Dezember 2002 legen wir mit den endgültigen Aufnahmen los und es handelt sich bei meiner neuen Solo-Scheibe ´EmOcean´ um ein progressives Konzeptalbum, das nicht nur Metaller und Proggies ansprechen dürfte, sondern hoffentlich jede/n der auf MUSIK steht. Das Konzept ist sehr umfangreich und ich kann es Dir jetzt nicht mit paar Sätzen erklären…aber es handelt sich um eine aufwendige Geschichte, bei der es um Atlantis, Sargasso Sea, das Bermuda Dreieck und eine spannende Unterwasser-Reise geht.
Hast du eigene Recherchen durchgeführt?
– Kann man so sagen. Ich habe mich paar Wochen in Archiven aufgehalten und wie ein Maulwurf durch’s Internet gewühlt…damit meine Story auch den nötigen Background bekommt.
Sind die Musiker auf deiner neuen Scheibe alle Freunde und haben sie sich nur für dieses Album bereiterklärt bei dir mitzuwirken?
– Es sind dies natürlich Menschen und Musiker, die ich sehr schätze und die mir an’s Herz gewachsen sind, auch wenn ich sie nicht alle gleich gut kenne. Für ´EmOcean´ habe ich mir folgende Musiker an Bord geholt:
Marcel Coenen (Ex-Lemur Voice/Sun Caged) = guits
Daniel Flores (Mind’s Eye) = drums
Vivien Lalu (Shadrane) = keys
Rob Van Der Loo (Sun Caged) = bass
Das ist jetzt nicht unbedingt eine feste Band, aber kann schon sein, dass ich mit einigen davon auch weiterhin kooperieren werde.
Zeichnest du dich alleine für das Songwriting verantwortlich?
– Nein. Ich schreibe zwar das Konzept, die Texte und Gesangsmelodien, Co-arrangiere die Songs und produziere und mixe das komplette Album… aber die Hauptarbeit des instrumentalen Songwritings habe ich Vivien überlassen, der in Absprache mit mir die jeweiligen Stimmungen und Inhalte musikalisch vertont hat. Aber die anderen Musiker dürfen selbstverständlich auch ihre Ideen einbringen und müssen nicht stur nachspielen, was ihnen vorgesetzt wird.
Wann soll das Album auf den Markt kommen?
– Die Aufnahmen beginnen in paar Wochen und obwohl ich mir für das Mixing ordentlich Zeit eingeplant habe…denke ich, dass Frühjahr 2003 realistisch sein dürfte.
Wie sieht es denn mit Live-Aktivitäten deinerseits aus?
– Generell bin ich ein Bühnenmensch und liebe es live zu performen. Mit CUT habe ich allerdings überhaupt nicht live gespielt, weil mir die Zeit dazu fehlte und ich Dank dieser GEMA-Misere leider nur 7 Songs auf der CD hatte. Wenn das neue Album „EmOcean“ bei den Hörern gut ankommen sollte, werden wir definitiv live damit auf Tour gehen.
Dann müssen wir uns auf das komplette Album leider noch bis zum Frühjahr in Geduld üben. Sobald es aber Neuigkeiten gibt, bekommt ihr diese sofort zu lesen
Story: Gisela
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