WALTARI
WALTARI Part One
Lange war es ruhig um WALTARI. Aber ich kann euch versichern diese Ruhe hält nicht mehr lange an, denn WALTARI melden sich mit einer EP zurück. Auf „Life Without Love“ geht es in gewohnter WALTARI-Manier zur Sache. Ich fand die Finnen schoon immer toll und das was sie in den 90iger Jahren, neben der Band noch auf die Beine gestellt haben, war schon beeindruckend. Um nur ein Projekt zu erwähnen, die Death Metal-Sinfonie in Deep C „Yeah! Yeah! Die! Die!“ von 1995. Was wir in der nächsten Zeit von WALTARI zu erwarten haben, versuchte ich von Kärtsy Hatakka in Erfahrung zu bringen.
Eigentlich hatte ich schon eine Auflösung von WALTARI befürchtet, denn in der letzten Zeit hörte man gar nichts mehr von den Finnen.
– Nie, nie werden wir uns auflösen. Darüber haben wir uns noch nie Gedanken gemacht und ich bin mir sicher, dass diese Band sich eigentlich nie auflösen wird, dafür hängen wir zu sehr an dieser Band. Der einzige Grund wäre, wenn man uns verbieten würde.
Kann man diese doch etwas längere Pause als Suche nach neuen Inspirationen ansehen?
– Nein eigentlich nicht. Richtig ist, dass wir eine kurze Zeit nach neuen Inspirationen gesucht haben, aber die größte Zeit nahm die Suche nach einem neuen Label in Anspruch. Es war schon nicht ganz einfach, denn wir wollten ja auch ein Label finden, welches uns versteht und genau das ist in der heutigen Zeit nicht mehr so einfach.
Ihr habt ja gerade eine EP veröffentlicht. Ist diese Veröffentlichung anzusehen als einen Teaser?
– Das kann man so sehen, denn das Album soll ja erst im März dieses Jahres veröffentlicht werden.
Ich habe bei Recherchen im Internet gelesen, dass die Single „One Day“ schon einige Wochen in den finnischen Charts vertreten ist.
– Sie ist schon seit dem letzten Sommer in den Charts. Sie wurde hier ja schon vor längerer Zeit veröffentlicht. Die komplette EP wurde aber nicht in Finnland veröffentlicht, sondern nur die Single „One Day“ und dies als Radioversion.
Was mir an den neuen Songs gefällt, dass sie wieder so vielfältig ausgefallen sind. Sie werden auf jeden Fall nicht langweilig und genau dafür sind WALTARI bekannt.
– Ich hasse es, wenn Songs langweilig sind. Das ist im Rockgeschäft sehr oft der Fall. Dadurch das ich auch an anderen Sachen interessiert bin, hatte ich auch die Möglichkeiten solche Projekte zu machen wie die Death Metal Oper oder andere Sachen. Das macht mir Spaß und ich versuche meine alle meine Ideen umzusetzen.
Auf der Maxi-CD ist der Song „Life Without Love“ auch in einer Remix-Version vertreten. Dieser Remix wurde von Faith No More-Musiker Billy Gould gefertigt. Wie kam diese Zusammenarbeit zustande?
– Billy ist ein guter Freund und schon seit Jahren ein Fan von WALTARI. Wir lernten ihn Anfang der 90iger Jahre kennen. Er hat auch eine tiefe Verbundenheit zu finnischen Bands und er hat auch schon finnische Bands produziert. Ich traf ihn vor einiger Zeit auf der PopKomm in Köln, als ich auf Suche nach einem Deal für uns war. Wir unterhielten uns über die Pläne von WALTARI und er sagte spontan, wenn wir im Studio wären, würde er gerne einen Remix zu einem Song von uns beisteuern. Ich dachte es wäre ein Spaß gewesen, denn diese Idee hatte er, als wir nach der Messe schon einige Bierchen zu uns genommen hatten. Als wir dann im Studio waren, kontaktete er mich und fragte, ob ich ihm nicht einen Song für den Remix schicken könnte. Ich konnte es kaum glauben, aber er hat wirklich noch daran gedacht. Dadurch, dass er in Los Angeles wohnt, schickte ich ihm den Song und er fertigte denn den Remix dafür an. Das war schon eine tolle Sache, denn mit Hilfe des Internets ging alles ziemlich schnell vonstatten.
Das Internet ist schon eine tolle Sache, wobei wir beim nächsten Thema wären. Ihr habt eine Fanpage, welche ziemlich komfortabel ausgestattet ist. Sie ist des Öfteren auch aktueller als eure eigene. Ich habe gehört, dass die Page www.waltari.de nun auch eure offizielle Homepage ist.
– Das ist richtig, denn eigentlich ist auch Deutschland der größte Markt, wo wir die meisten Fans besitzen, für uns. Finnland ist auch sehr gut, aber leider leben dort ja nicht so viele Menschen.
Wie sieht es denn in den anderen Ländern Europas aus?
– Da sieht es auch ganz gut aus, mit Ausnahme der südeuropäischen Länder. Vielleicht liegt das mit deren Mentalität zusammen. Ich weiß es aber auch nicht genau.
Was können wir denn nun von eurem Album, welches ja im März veröffentlicht werden soll erwarten?
– Ich würde es so ausdrücken, dass die Fans einfache und moderne Rocksongs zu erwarten haben. Mehr möchte ich eigentlich noch nicht verraten. Lasst euch überraschen.
Das werden wir auch. Bis zum Release des Albums müsst ihr euch aber noch ein wenig gedulden. Die Fortsetzung des Interviews werdet ihr dann pünktlich zum Release lesen können.
Story: Gisela
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