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WHITE WIZZARD – Infernal Overdrive

Veröffentlichung: 12.01.2018

Stil:  Traditional Heavy Metal

Label:  M-Theory Audio

Facebook:  https://www.facebook.com/WhiteWizzard

 

Die amerikanische Band WHITE WIZZARD fiel in der Vergangenheit nicht nur durch 3 tolle Alben auf, nein sie haben seit ihrer Gründung schon sieben Gitarristen, vier Schlagzeuger und auch Sänger verschlissen. Also drehte sich das Besetzungskarussell wirklich schnell. Die Band, die ihren Ursprung im traditionellen Metal hat, verstand es sehr gut mit ihren unterschiedlichsten Einflüssen ein tolles Gebräu herzustellen. Nun haben sie es endlich geschafft mit „Infernal Overdrive“ den lang ersehnten Nachfolger von „The Devil´s Cut“, aus dem Jahre 2013, zu veröffentlichen – ich bin gespannt!

Vehement startet das Album mit dem Titelsong „Infernal Overdrive“, der ein wenig an JUDAS PRIEST „Painkiller“ erinnert. Sehr gut für die Band ist auch, das der ehemalige Sänger Wyatt Anderson zur Band zurück gekehrt ist und er macht seinem Spitznamen „Screaming Demon“ bei diesem Song alle Ehre. Ebenfalls sehr flott geht es dann mit „Storm The Shores“ weiter. Dieser Song verfügt über ein geniales Gitarrenspiel und Wyatt setzt seine Stimme sehr variantenreich ein. Sehr interessant wurde der Song „Pretty May“ arrangiert. Nach einem akustischen Einstieg geht es richtig los. Wyatt singt was das Zeug hält und man muss genau hinhören damit man alles versteht, denn er singt sehr schnell. Zwischendurch wird der Gesang immer wieder mit Gitarrensolos durchdrungen, die einfach nur toll sind. Bei „Chasing Dragons“ wird es dagegen sehr hymnenhaft. Der Song bohrt sich direkt ins Ohr und will dort auch niciht mehr heraus – toll gemacht.
Mit „Voyage Of Tthe Wolf Raiders“ ist WHITE LIZZARD eine unter die Haut gehende Ballade gelingen, denkt man am Anfang, denn nach einer guten Minute entpuppt sich der Song als ein wahres New Wave Of British Heavy Metal-Wunder. Der über 9 Minuten lange Zeit verliert über die gesamte Zeit nicht die Spannung und es ist ein Genuss sich diesen Song anzuhören. Vorsicht Suchtfaktor! Genau wie der Vorgänger „Critical Mass“ mit seinen fast 9 Minuten ziemlich lang und opulent ausgefallen. Tolle Gitarrenarbeit, die nie ihren Speed verliert, ist der Hauptbestandteil dieses Metal-Songs. Das Stück „Cocoon” ist ein wahres Hitmonster, welches sich, trotz Eingängigkeit, durch ein sehr modernes Songwriting auszeichnet und an manchen Stellen sehr bombastisch klingt. Ziemlich an IRON MAIDEN angelehnt dröhnt dann mit „Metamorphosis” aus den Boxen. Das trifft aber nur auf den Sound zu, denn der Gesang ist bei diesem Lied einfach nur „Over The Top“. Den Abschluss des Albums „Infernal Overdrive“ bildet der Song „The Illusions Tears”. Der sehr balladesk startende Song entwickelt sich in seinem Verlauf zu einem sehr interessanten Rocksong, der auch mit über 11 Minuten nie langweilig wird. Bei diesem Song kann man den Spannungsaufbau sehr gut nachvollziehen und bringt die Zuhörer wieder sehr geruhsam ans Ende der Reise.

Mit ihrem neuen Album „Infernal Overdrive“ zeigen uns WHITE WIZZARD auf, dass wieder mit ihnen zu rechnen ist, falls sie nicht wieder Besetzungsprobleme bekommen. Das Album ist von der musikalischen und vor allem gesanglichen stark, aber ich habe so meine Probleme mit den Texten, denn die sind doch manches Mal sehr unterhalb der Gürtellinie. In der heutigen Zeit sollte man einfach ein wenig nachdenken über was man singt. Ich habe gedacht, dass die amerikanische Metalszene ein wenig toleranter wäre. Zum Glück kenne ich einige Bands die das noch sind.

Tracklist:

  1. Infernal Overdrive
    2. Storm the Shores
    3. Pretty May
    4. Chasing Dragons
    5. Voyage of the Wolf Raiders
    6. Critical Mass
    7. Cocoon
    8. Metamorphosis
    9. The Illusions Tears

 

Line-up:

Wyatt „Screaming Demon“ Anderson – Vocals
Jon Leon – Bass and guitars
James J LaRue – Lead guitars und Keyboards/Orchestration
Dylan Marks – Drums

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