ALTARIA
Nach drei erfolgreichen Alben stehen die Finnen von ALTARIA mit ihrem dritten Output in den Startlöchern. Nach einigen Line-up Wechsel sind sie nun bereit für neue Taten. Ihr ehemaliger Gitarrist Jani Liimatainen hatte es vorgezogen sich nur noch auf Sonata Arctica zu konzentrieren. Mit J-P Alanen fanden sie auch schnell einen adäquaten Ersatz. Nun befinden sie sich auf Europa-Tour mit Doro und Sonata Arctica und in Herne hatte ich die Gelegenheit mit Drummer Tony und Bassist Marco ein Gespräch zu führen.
Die Band hatte ja wie schon angesprochen eine Menge Probleme mit dem Line-up, was aber nun endlich aus der Welt geschafft wurde.
Marco: Das ist richtig, aber das könnte ja immer wieder passieren. So wie es jetzt läuft ist es richtig gut, denn jeder von uns ist sehr motiviert.
Tony: Das hat sich natürlich auch sehr stark auf unseren Sound ausgewirkt, denn wenn man ein gutes Line-up hat, schlägt sich dies auch auf eine Band und ihre Songs nieder.
Und verändert auch vielleicht auch ein wenig den Sound, denn mittlerweile geht doch alles wieder „Back to the Roots“ bei euch.
Tony: Richtig, denn die Keyboards wurden ein wenig zurückgefahren und dafür wurden die Songs druckvoller. Ich finde diesen Sound ehrlicher und pass auch besser zu uns.
Lag es vielleicht auch an eurem schwedischen Produzent Jonas Kjellgren?
Marco: Ich denke schon, denn er hat sich sehr mit unserem Sound befasst und wir haben sehr viel von ihm gelernt. Es ist immer sehr lehrhaft mit neuen Leuten zusammen zu arbeiten. Er hat es jedenfalls geschafft uns wieder in die richtige Richtung zu bringen, denn das letzte Album ist doch, für meine Belange zu soft ausgefallen.
Ihr kommt ja aus Finnland dem Land der unbegrenzten Bands. Normalerweise sind die Bands aber doch von der härteren Sorte, oder gibt es auch viele Bands, die euren Sound spielen?
Tony: Bei uns macht fast jeder Musik. Was sollen wir auch sonst vor allem im Winter machen? Nein jetzt mal im Ernst, es gibt schon eine große und vor allem auch unterschiedliche Szene. Die meisten, die hier in Deutschland bekannter sind, spielen nun mal Death- oder Blackmetal. Aber es gibt auch viele Bands, die Powermetal oder melodischen Metal spielen.
Marco: Das ist aber auch schon seit längerer Zeit so und vor allem haben die Bands bei uns keine Probleme in die Charts einzusteigen. Da kann es auch schon mal vorkommen, dass eine Metalband über Wochen in den Charts vertreten ist.
Das ist ja wie im Schlaraffenland. Hier in Deutschland wäre das nicht möglich.
Marco: Dafür ist die Auswahl hier auch größer und der Metal wird hier nicht so sehr gefördert. Das ist bei uns ganz anders. Deswegen ist das auch eine große Chance für uns jetzt zusammen mit Doro und Sonata Arctica auf Europatournee zu gehen.
War das nicht sehr überraschend für euch?
Tony: Wir waren ganz schön geschockt, denn mit einer solchen Tour hätten wir in unseren Träumen nicht gerechnet.
Wer schreibt denn eigentlich die Songs bei euch?
Tony: Das Hauptsongwriting liegt in den Händen von Marco und mir. Wir sammeln die Ideen und stellen sie zusammen. Mit den Rohfassungen gehen wir dann in den Proberaum und dann werden die Songs zusammen mit den anderen ausgearbeitet.
Gibt es da nicht auch mal Probleme?
Marco: Eigentlich nicht, aber wenn doch, dann ärgern wir die anderen.
Inwiefern?
Tony (lacht): Da wir beide auch schwedisch sprechen, reden wir einfach in dieser Sprache und dann wissen die anderen genau, was die Glocke geschlagen hat.
Das ist nicht euer Ernst?
Tony: Das war auch nur ein Scherz, wir diskutieren das immer aus, denn bei uns herrscht eine gute Kommunikation. Aber trotz allem reden wir aus Spaß manches Mal auf Schwedisch.
Auf einigen eurer Songs gab es ja auch Gäste, die euch ein wenig unterstützt haben.
Tony: Da sind wir auch sehr stolz drauf, denn als Gastgitarrist konnten wir einige Songs zusammen mit dem ehemaligen Gitarrist von DIO Rowan Atkinson einspielen. Auch hat uns Henrik Klingenberg, der Keyboarder von Sonata Arctica, ein wenig unter die Arme gegriffen. Das war schon ein Erlebnis mit einem solchen Gitarristen zusammen zu arbeiten.
Was passiert eigentlich jetzt nach der Tour mit Doro? Dann kommen sicher zuerst die Festivals und dann?
Marco: Es sind schon einige Festivas in Finnland bestätigt und es werden sicher noch einige dazukommen. Nach der Festivalsaison ist schon eine fast vierwöchige Tour durch Finnland gebucht.
Und dann spielt ihr wohl an jeder Ecke?
Marco: So ähnlich, aber die Clubs in Finnland besitzen nicht die Kapazität, wie hier in Deutschland. Dort passen höchstens 400 Leute in einem Club und da macht es schon Sinn in vielen Städten aufzutreten.
Das kann ich gut verstehen, aber vielleicht kommen sie im Herbst auch noch mal zurück nach Deutschland, denn ihre Show war wirklich toll und powervoll. Warten wir es ab.
Story: Gisela
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