News Ticker

BALANCE OF POWER

Die englisch/amerikanische Melodik Metal Band BALANCE OF POWER – aktuell bestehend aus: Lance King (vocals), Pete Southern ( guitars), Bill Yates ( guitars), Tony Richie ( bass) und Lionel Hicks (drums) –  hat  nach dem Album„Ten More Tales …“ mit „Perfect Balance” nun bereits ihre vierte Scheibe veröffentlicht. Mit Tony konnte ich ein wenig über das neue Album plaudern.

Du hast beim letzten Album den größten Teil der Texte geschrieben. War das bei „Perfect Balance“ auch der Fall?

– Ja, ich habe die meisten Texte geschrieben. Unser Sänger Lance veränderte während der Proben einige Song-Passagen geringfügig.

Du bist der neue Bassist bei BALANCE OF POWER. Warum verließ Chris Dale eure Formation?

– Genau, Chris Dale war unser bisheriger Bassist. Er hat viele verschiedene Dinge im musikalischen Bereich gemacht, unter anderem mit einer eigenen Band, so dass immer mehr seiner Zeit in Anspruch genommen wurde. Und im letzten Jahr, als BALANCE OF POWER die Tour für Deutschland vorbereitete, bin ich für Chris eingesprungen. Wir haben auf der Tournee zusammen gearbeitet und es war okay. Chris entschied sich nach unserer Tournee für die andere Band.  So wurde ich der neue Bassist.

Wie lange hat die Produktion von „Perfect Balance“ gedauert?

– Alles zusammen genommen, also vom Entstehungsprozess bis zum Ende … ich denke, ungefähr zehn Monate. Obwohl, es stimmt eigentlich nicht so ganz, denn Pete und ich schreiben eigentlich immer an neuen Songs.

Dennis Ward von Pink Cream 69 war auch dieses Mal für den Mix  verantwortlich?

– Oh, das ist ein Fehler. Dennis hat den Mix auf dem letzten Album gemacht nicht bei „Perfect Balance“. Dennis hat sehr viel zu tun und daher wenig Zeit. Jeder will mit ihm arbeiten. Unser Mixtermin und seine Termine überschnitten sich. Wir haben es dann in die eigene Hand genommen. Produziert hat Lionel unser Album.

Wie seid ihr eigentlich auf  euren Bandnamen gekommen?

– Unser Bandname wurde kreiert von unserm ehemaligen Keyboarder Ivan Gunn und Bill Yates. Die beiden hatten die Idee. Ich weiß allerdings auch nicht so genau, wie der Name BALANCE OF POWER entstanden ist.

Euer Cover ist recht interessant … Der über den Flammen schwebende Engel. Auch die Farben von orange/gelb bis hin zum kalten blau. Was hat euch dazu inspiriert?

– Die Idee zu unserem Cover hatte ein Freund von Lance. Er macht sehr viel für verschiedene Leute, und schlug uns vor, einen über den Flammen schwebenden Engel darzustellen. Wir haben uns natürlich auch selbst Gedanken gemacht und Ideen gesammelt, aber letztendlich fanden wir die Idee mit dem Engel am spannendsten. Es drückte am besten unsere Gedanken des neuen Albums „Perfect Balance“ aus. Wir mochten dieses Design auf Anhieb.

 „Perfect Balance“ besteht aus vielen kleinen Geschichten.

– Genau. Unser zweites Album „Books Of Secrets“ war ein Konzeptalbum, eine zusammen hängende Geschichte. Unser drittes Album „Ten More Tales …“ bestand aus vielen kleinen Geschichten und bei  „Perfect Balance“ waren zuerst die Geschichten bzw. die Songs da und später kam der Albumname hinzu.

Die Songs sind aggressiver und härter als bei „Ten More Tales …“.

– Ich denke, dass es wichtig ist, eine unterschiedliche Art von Songs auf einem Album zu haben. Bei „Perfect Balance“ ist es uns sehr gut gelungen, aggressive und sehr ruhige Songs nebeneinander zu setzen. Das ist aus einem Gefühl heraus entstanden und sicher sind die Songs extremer geworden als bisher, sowohl bei den langsamen Stücken als auch bei den harten, aggressiven.

Was magst du mehr – Balladen oder Songs der harten Gangart?

– Puh, nicht ganz einfach zu beantworten – ich mag beides. Ich denke, ich mag die härteren Songs, da sie meistens schnell und heavy sind. Interessant ist aber eigentlich die Mischung – harte und gefühlvolle Stücke nebeneinander. Das Spannende ist, wenn im Entstehungsprozess sich zum Beispiel innerhalb harter Songs gefühlvolle Etüden entwickeln und somit im Song eine Aggressivität mitunter eine Weichheit bekommt, die dann später wieder verfliegt.

Sie entstehen aus dem Gefühl heraus?

– Ja, genau. Unsere Arbeit an den Songs ist sicherlich stimmungsabhängig. Wenn wir uns super fühlen, dann schlägt sich das natürlich auf unsere Songs nieder. Dementsprechend entwickelt sich auch unsere Lyrik und die Musik. Außerdem wird ja ständig an den Songs gefeilt. Die Stücke verändern sich immer wieder – genauer gesagt: sie arbeiten.

In euren Songs sind auch verspielte Effekte mit Hilfe von Keyboards zu hören?

– Das stimmt. Das ist ebenso eine Stimmungs- und natürlich eine Experimentiersache. Wir versuchen, technische Hilfsmittel in unseren Stücken auf interessante Art und Weise einzusetzen. Keyboardklänge haucht den Songs außerdem gewisse Spannung und Reibung ein. Die Stücke werden interessanter – es macht einfach Spaß mit Effekten zu arbeiten.

Ihr habt einige Schlagworte in euren Songs, wie z.B. Shelter – Fire – Killer – heavy live. Wie wichtig sind diese Worte für euch?

– Das sind Wörter, die uns in irgendeiner Form ständig begleiten über die Medien und auch so, durch das was auf der Welt passiert. Und seit dem 11.09 hat sich ja sowieso vieles verändert.

Eure Texte sind aber schon vorher entstanden!

– Ja, richtig. Aber die Wörter sind immer wieder aktuell. Und es sind natürlich Signalwörter für unsere Geschichten. Sie drücken in einer bestimmten Form Härte, Aggressivität oder eine andere Art von Gefühlen aus, können Bilder entstehen lassen. Und weisen somit auch auf den Inhalt der Songs hin.

BALANCE OF POWER hat in der nächsten Zeit einiges vor.  Sie wollen so bald wie möglich auf Tour gehen und außerdem im Frühjahr 2002 ein neues Album heraus  bringen. Mich würde es freuen.

Story: Gabi Peiter

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.