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BISS

Im letzten Jahr konnte eine Band aus Deutschland sehr viele Lorbeeren einfahren. Die Rede ist von BISS. Sie verstanden es, zeitlosen Hardrock mit so viel Power zu versehen, dass er schon wieder sehr innovativ klang. Die Musiker vom letzten Album haben zwar etwas gewechselt, aber mit ihrem zweiten Album ´Joker In The Deck´ legen sie wieder ein wahres Feuerwerk an zündenden Rocksongs vor. Die Band um Gitarrist Doc Heyne (TANNER, MAD MAX) wird komplettiert durch Sänger Michael Bormann (JADED HEART), Bassist Barend Curbois (ex-VENGEANCE) und Drummer Jos Zoomer (ex-VANDENBERG). Ein solches Album wirft natürlich einige Fragen auf, welche mir Doc Heyne auch ziemlich ausführlich beantworten konnte.

In einem Zeitraum von einem Jahr ein zweites Album vorzulegen, ist ja doch verhältnismäßig schnell vonstattengegangen.

– Dadurch, dass ich permanent Ideen habe, geht das Songwriting ziemlich schnell vonstatten. Mir war auch schon nach dem ersten Album klar, dass es mit BISS weitergehen würde. Deswegen habe ich auch alles an Songmaterial gesammelt, was mir in der ganzen Zeit so einfiel.

Du zeichnest dich auch alleine für das Songwriting verantwortlich?

– Eigentlich schon, obwohl man sagen muss, dass Michael Voss doch in gewisser Weise seine Finger mit im Spiel hat. Im Grunde ist es so, dass ich ihm meine Songs vorstelle und dann arbeiten wir zusammen die Songs aus. Diese Feinarbeit hat sich aber auch gelohnt. Das bezieht sich auch auf die Gesangslinien, denn er ist eben Sänger und kann diesbezüglich wertvolle Tipps geben.

Beim letzten Album hatte ich ja schwer die Vermutung, dass es sich bei BISS lediglich um ein Projekt handeln würde. Diese Meinung muss ich leider revidieren, denn bei einer solchen Bandkonstellation und solchem Material bin ich mir nicht mehr so sicher.

– Das ist auch vollkommen richtig. Bei der ersten Scheibe war es so, dass wir ja überhaupt nicht wussten, wie die Songs akzeptiert wurden. Wir hatten damals, als einige Songs fertig waren, zwei Plattenfirmen mit dem Material bemustert.  Nach einer positiven Resonanz stand für uns fest, weitermachen. Das war für uns schon ein großer Ansporn, aber im Grunde heißt dies ja auch gar nichts, denn wir kannten die Reaktionen von den Leuten nicht. Das Problem war nur, dass wir keine Band auf die Beine gestellt hatten. Nachdem sich das Album aber doch verhältnismäßig gut verkauft hatte und die Fans auch mehr als zufrieden waren, haben wir diesen Faden eben weitergesponnen.

Ihr habt ja nun mit Sänger Michael Bormann einen neuen Sänger. Kann er diesen Job bei BISS gut mit seiner Hauptband JADED HEART vereinbaren?

– Ich hatte zuerst das Gefühl, dass Michael in zu vielen Töpfen herum rührt, dass es für uns keinen Sinn gehabt hätte. Wir haben dann einige Sänger aus Holland und England ausprobiert, aber als es dann zu einer Entscheidung kommen musste, sagte uns Michael, dass er auch nicht mehr die große Lust hätte an den  jeder Ecke mit seiner Band anzutreten. Er wollte in Zukunft nur noch gezielt mit JADED HEART agieren. Von daher hatte er natürlich die Zeit gehabt. Zusätzlich gefiel ihm auch das Songmaterial und insofern war das mit der Suche nach einem Sänger kein Thema mehr.

Was mir persönlich auch aufgefallen ist, dass sich Michael viel mehr in Szene setzt als bei JADED HEART. Er gefällt mir mit diesem Material wesentlich besser.

– Das finde ich gut, dass du das sagst, denn es war eigentlich auch unsere Absicht. Bei JADED HEART ist es einfach so, dass er keinen Produzenten mehr im Hintergrund hat. Er singt die Lieder so wie er es gerne möchte. Bei BISS ist die Sache aber vollkommen anders, denn Michael Voss hat schon seine genauen Vorstellungen von den Gesangslinien und der Darbietung. Wir haben so manches Mal gesagt, dass wir uns manches etwas anderes vorstellten, als wir mit den Recordings anfingen. Insofern haben wir ihn in manchen Beziehungen regelrecht gecoacht. Wir waren am Ende auch sehr zufrieden, dass seine Stimme ganz anders klingt als bei JADED HEART. Das war aber eigentlich nur ein Nebeneffekt, denn wir wollten im Grunde einen Sänger haben, die Songs bis auf das I-Tüpfelchen performt und das hat er auch gemacht.

Der erste Song des Albums ´Dogfighter´ ist co-written bei Paul Sabu (SABU). Hast du Kontakt zu Paul?

– Der Kontakt kam über Michael Voss zustande. Das war eine ganz witzige Geschichte. Wir haben beim Aufräumen seines Studios, verursacht durch den Umzug in sein neues und größeres Studio, einen Text von Paul Sabu gefunden. Er hatte vor einigen Jahren schon Kontakt mit ihm gehabt. Dann hatten wir die Idee einen Song darum zu schreiben. Natürlich mussten wir erst bei Paul nachfragen und er war sofort mit der Bedingung einverstanden, mitzuarbeiten. So steuerte im Endeffekt die Backgroundvocals bei.

Das Album trägt den Titel ´Joker In The Deck´. Was hat es damit auf sich?

– Wir haben bei diesem Album gesagt, dass wir auch im Detail stimmig sind. ´Joker In The Deck´ ist ein Begriff aus dem Kartenspiel. Das war auch der Grund gewesen, dass wir die Spielkarte durch das Album gezogen haben. Der Satz hat verschiedene Bedeutungen, aber der Hauptgrund besagt, dass man noch etwas in der Hinterhand hat. Man uns, von Seiten der Presse, nach dem Weggang von Fernando Garcia, überhaupt keine Überlebenschancen mehr eingeräumt. Wir dachten uns aber nur, von wegen, denen werden wir es jetzt zeigen und insofern haben wir der ganzen Sache jetzt auch nach außen hin eine gewisse Stimmigkeit zu geben. Das beinhaltet den Titel, das Cover und letztendlich haben wir viel mehr Wert auf die Texte gelegt.

Für mich sehr überzeugend ist euer Bandname BISS. Wollt ihr mit diesem Namen den anderen beweisen, dass ihr euch durchbeißen könnt?

– Diesen Namen habe ich schon lange in der Schublade. In dieser Konstellation passt es einfach zur Band. Mir war es auch egal, dass es ein deutscher Name ist. Ich warf den Namen damals in den Raum und alle fanden ihn gut. Vor allem klingt er phonetisch sehr aggressiv, also passen zu unserem kraftvollen Rock.

Ihr wolltet ja im letzten Jahr mit BONFIRE auf Tour gehen. Durch den Ausstieg von Fernando musstet ihr dieses Vorhaben leider begraben. Wie sieht es denn tourtechnisch nun bei euch aus?

– Wir würden natürlich sehr gerne spielen, aber das Problem ist, dass wir im letzten Jahr ein super Angebot vom BONFIRE-Management erhalten haben. Wir hätten gar nichts zuzahlen müssen. Das war ein unglaublich kulantes Angebot. Jetzt sieht es so aus, dass wir, da es besser für uns ist als Support zu spielen, natürlich für eine solche Tour bezahlen müssten. Da wir aber trotz den guten Kritiken nicht wissen wo wir genau stehen, müssen wir nun erst einmal abwarten Bis jetzt sieht es so aus, dass die erste Auflage schon verkauft ist. Wir müssen uns also noch ein bisschen in Geduld fassen, bevor wir diesbezüglich tätig werden.

Dann hoffen wir jetzt, dass sich die Verkaufszahlen noch besser entwickeln und wir in den Genuss kommen BISS demnächst als Support begrüßen zu können. Mehr News demnächst hier oder auf der

Story: Gisela

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