News Ticker

GOTTHARD

GOTTHARD are back!!!

Mit einem neuen Album warten unsere Lieblinge aus der Schweiz auf. Die Scheibe trägt den Namen ´Human Zoo´ und ist für mich eines der reifsten Alben, welches GOTTHARD abgeliefert haben. Das Album beinhaltet  eine gute Mischung aus treibenden Rocksongs, gefühlvollen Balladen und ins Ohr gehende Midtempo-Perlen. Obwohl die Meinungen auch bei diesem Album auseinander gehen werden, bin ich der Meinung, dass alle Songs für mich ehrlich und vor allem sehr nachvollziehbar sind. Wollen wir doch mal sehen, was Marc Lynn zu dem Ganzen zu sagen hat.

Wie schon erwähnt ist ´Human Zoo´ das reifste Album in textlicher sowohl wie musikalischer Hinsicht für mich von GOTTHARD. Seht ihr das genau so?

– Unbedingt, denn es war uns immer ein Dorn im Auge, dass nicht alles so vollkommen zusammen gepasst hat. Mit Marc Tanner haben wir einen neuen Produzenten, der für uns wie neues Bandmitglied ist. Er hat uns auch einige Fehler aufgezeigt, die in der Vergangenheit schon längst hätten behoben werden sollen. Zum ersten hat er Steve sehr gut helfen können mit den Texten, denn Marc ist Amerikaner und als Sänger, Songwriter und Gitarrist eine Koryphäe auf seinem Gebiet. Zum Zweiten hat er sich sehr viel Zeit für die Songs genommen.

Das war auch eine Frage von mir, denn für mich kam es so vor, als wenn die Arbeit mit Marc Tanner sehr viel Positives für euch gebracht hat.

– Es hat nur positive Aspekte für uns gegeben. Er hat uns sehr viele Hilfestellungen gegeben, zum Beispiel, wenn wir noch mehr die Gitarren in den Vordergrund setzen wollten, hat er nur gemeint, kommt Jungs es reicht so vollkommen. Im Nachhinein, als wir uns denn den fertigen Song anhörten, mussten wir ihm voll und ganz zustimmen.

Ihr habt ja innerhalb von zweieinhalb Monaten fast 30 Songs geschrieben. Das ist aber auch nicht so ganz normal für euch.

– Eigentlich nicht, aber dadurch dass wir mit einem neuen Produzenten zusammenarbeiten würden, wollten wir vom Songwriting her ziemlich gut vorbereitet sein. Deshalb haben wir auch alles Mögliche geschrieben, was in dieser Zeit möglich war. Früher war es immer so, dass wir schon beim Schreiben der Songs aussortiert haben. Dieses Mal haben wir aber alle Stücke zu den Aufnahmen mitgenommen. Früher hätten wir Songs wie ´Have A Little Faith´ schon vorher abgehakt. Stell dir das nur vor.

Das will ich mir gar nicht vorstellen, denn dieser Song ist doch wirklich einer der stärksten, den ihr als Ballade wirklich geschrieben habt. Wenn ihr den nicht auf die Platte genommen hättet, wäre ich euch wirklich böse gewesen.

– Wir uns auch, denn es ist eine der gefühlvollsten Ballade, die wir jemals geschrieben haben.

Das ist richtig, denn das Stück hat ein hohes Potential für einen Hit. Zurück zum Songwriting. Obwohl ihr doch schon so viele Songs im Gepäck hattet, wurden zusammen mit Marc Tanner noch einige Stücke geschrieben.

– Das wurde ziemlich spontan gemacht, denn wir wollten einfach die besten Songs abliefern und Marc hat uns diesbezüglich auch noch einige Tipps gegeben.

Für mich sind ´What I Like´ und ´Janie´s Not Alone´ die wirklichen Highlights des Albums. Was mir an diesen Songs am besten gefiel, waren die Einsätze von orientalischen Einflüssen und der Violine bei ´What I Like´ und die irischen Einschläge bei ´Janie´s Not Alone´.

– Wir haben ja schon immer vereinzelt mit Streichern gearbeitet. Aber wir haben immer schon nach neuen Inspirationen hinsichtlich der Musik gesucht. Die irischen Soundstrukturen fanden wir persönlich ziemlich gut und passen sich auch gut dem Song an. Wir möchten auch in Zukunft verstärkt mehr Instrumente mit in unsere Songs zu einzuarbeiten. Die Auswahl der Instrumente wird aber meistens an den Songs angelegt. Uns ist es auch egal, ob es zum Rock passt oder nicht. Es ist allein unsere Entscheidung.

´Janie´s Not Alone´ handelt von einem 12-jährigen Mädchen. Ist dies eine authentische Geschichte?

– Dies ist eine fiktive Geschichte, aber sie ist zutreffend auf viele Mädchen, welche sich in derselben Lage befinden. Es passiert so viel Schlechtes auf der Welt, dass es uns einfach wichtig ist, auch solche Dinge in unsere Songs anzusprechen.

Ziemlich gut finde ich den Text von ´What I Like´, denn viele Menschen lassen sich ihr Leben von den Medien und vor allem von Trends diktieren.

– Dieser Text spiegelt kein Klischee wider, aber es soll einfach das wiedergeben, was man wirklich will, eben ´What I Like´. Viele Menschen haben dies aber leider vergessen.

Bei jedem Album von Gotthard hatte es in der Vergangenheit immer einen Coversong gegeben. Hattet ihr so viel Material, dass ihr deswegen auf einen Cover verzichtet habt?

– Das war bei uns immer die letzte Frage gewesen, welchem Cover nehmen wir. Dieses Mal stellte sich die Frage gar nicht, denn wir haben schon so viele gute Cover gemacht, dass wir dieses Mal wirklich bewusst darauf verzichtet haben. Wir haben aus meiner Sicht mit ´Hush´ und ´Mighty Quinn´ sehr gute Cover auf den letzten Alben gehabt. Die anderen waren zwar auch gut, aber irgendwie fehlte denen das gewisse Etwas oder besser gesagt die Eigenständigkeit. Das war auch der Grund dafür, dass wir lieber auf eigene Songs zurückgegriffen haben.

Meine Meinung zum Thema Cover ist schlicht, ich habe ihn nicht vermisst.

– Wir ihn auch nicht. Das ist doch ein gutes Zeichen.

Bei diesen starken Songs hätte meiner Meinung nach auch kein Coversong hineingepasst.

– Dies ist den anderen Medienvertretern genauso ergangen, denn diese Frage kommt sehr selten.

Viel schöner ist es doch, dass wir 12 starke Songs geboten bekommen, die sich alle als Ohrwurm erweisen. Mehr zum Thema GOTTHARD werdet ihr von mir während der Tour erfahren, denn für diese habe ich noch einige Fragen vorbereitet. Denkt daran, im April ist es soweit, denn dann startet die große Deutschlandtour zusammen mit KINGDOM COME im Vorprogramm.

www.gotthard.com

Story: Gisela

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.