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HUMAN FORTRESS

1997 gründete sich die hannoverische Melodik Metal Band unter dem Namen TIMEZONE. Aber wie das manchmal so ist – wenn die Chemie unter den Bandmitgliedern einfach nicht stimmen will, dann gibt es ganz schnell ein Band-Ende. 1999 formierte sich dann ein Teil der Ehemaligen als HUMAN FORTRESS neu. Das bis dato unveränderte Line-up besteht aus: Joti Parcharidis (vocals), Torsten Wolf (guitars), Volker Trost (guitars), Dirk Marquardt (keyboards, accoustic guitars), Pablo Tammen (bass) und Laki Zaios (drums). Inzwischen haben sie ihr zweites Album „Defenders Of The Crown“ herausgebracht. Dirk stand mir für ein Interview zur Verfügung.

Eigentlich habt ihr euch zum zweiten Mal gegründet: 1997 unter dem Namen TIMEZONE und zwei Jahre später unter dem Bandnamen HUMAN FORTRESS. Was war der Grund?

– Nun ja, das war ja vor meiner Zeit. Anfangs hatte TIMEZONE eine Frontfrau. Nachdem sie sich von der Sängerin getrennt hatten, hat Joti Parcharidis als Frontmann den Gesangspart übernommen. So hat sich aus TIMEZONE unter neuen Namen HUMAN FORTRESS entwickelt. Natürlich mit einer etwas anderen Besetzung … nur Pablo und Torsten sind aus der Urbesetzung erhalten geblieben.

Wie entstand euer jetziger Bandname?

– Das ist eine sehr gute Frage, denn das war ebenfalls vor meiner Zeit. So wie ich das verstanden habe, soll HUMAN FORTRESS die Bedeutung einer menschlichen Festung haben. Einerseits steht der Name für die Kraft … die Kraft der Musik die transportiert werden sollt, und andererseits für die Freundschaft die dahinter stand. Die Jungs kannten sich ja alle untereinander und daraus ist HUMAN FORTRESS entstanden.

„Defenders Of The Crown“ ist euer zweites Album. Allerdings liegt zwischen eurem aktuellen und dem Debütalbum eine Ewigkeit. Warum?

– Unser Album war 2002 an sich schon fertig. Es ist erst ein Jahr später herausgebracht worden. In dieser Zeit wechselten wir von unserem bisherigen Label LMP zu Massacre Records. Das war der Grund, weshalb das alles nicht so nahtlos ineinander über ging.

Habt ihr euer Album selbst produziert?

– Nein, es wurde von Tommy Newton produziert, allerdings haben wir unsere Wünsche mit eingebracht. Eingespielt wurde es in der Nähe von Celle.

Wer ist verantwortlich für die Musik und wer für die phantasievollen Texte, die über Kampf, Rüstung, Blutzoll, Macht und Tod erzählen?

– Hauptverantwortlich für die Texte ist unser Sänger Joti, der sich sehr stark für das Mittelalter interessiert. Er engagiert sich  für die inhaltliche Form der Lyriken, für die phantasievollen Texte. Er lässt sich inspirieren durch Burgen, Schlösser, liest sehr viel über die Geschichte des Mittelalters, auch Romane wie „Herr der Ringe“ und andere Phantasiegeschichten und holt sich so seinen Textideen. Du wirst oftmals an Shakespeare oder an die Artus Sage erinnert… so als würde im Moment die Zeit um mehrere hundert Jahre zurückgedreht werden. Ich denke Joti durchlebt diese Zeit in seinen Texten. Und für die musikalische Seite unserer Musik sind vorwiegend Torsten, Joti und meinen Wenigkeit verantwortlich. Was natürlich nicht bedeutet, dass die anderen Musiker unwichtig sind. Alle bringen sich ein, und wir versuchen gemeinsam gute Songs zu entwickeln.

Interessant ist, wie ihr aus mitunter aggressivem, hartem Gesang zur Melodie findet. Wie wichtig ist für euch die Melodielinie?

– Ich würde sagen, sie steht an erster Stelle. Die Musik muss unserer Meinung nach sofort ins Ohr gehen. Unser Wunsch ist es, dass unsere Songs beim Hörer hängen bleiben. Wir haben eine ganz eigene Linie und die wollen wir auch zum Ausdruck bringen. Unsere Fans sollen bei unseren Auftritten die Möglichkeit haben mit singen zu können.

Deshalb setzt ihr auch in Refrainparts verstärkt auf Chorelemente?

– Genau, das ist von uns auch so gewollt. Es verstärkt den Wiedererkennungswert.

Ihr arbeitet häufig mit verschiedenen Musikelementen, neben starken Riffs, klare Keyboardklänge. Was war die Idee?

– Uns gefallen beide Bereiche: einmal der aggressive und auch der dramatische Sound. Und durch die Verschiedenheit unserer Musikeinflüsse bzw. –leidenschaften  – bei mir z.B. ist es die Folkecke, Torsten wiederum ist ein waschechter Metaller und produziert dann die dementsprechenden Riffs. Ich denke, diese Vielfalt die dadurch entsteht, die gefällt uns allen gut und die bringt’s auch in unseren Songs. So können harte Stücke durchaus neben verspielten, melodischen Songs stehen.

Ihr setzt auch Instrumentalklänge wie die der Trompete oder der Violine ein. Waren sie real oder technisch erzeugt?

– Was denkst du?

Zwischendurch hörte es sich real an, aber dann war ich mir wieder sicher, dass es mit Hilfe der Keys produziert worden war.

– Wir haben fast alles im Sampler gemacht. Ansonsten hätten wir die Musiker auf unserer CD gelistet. Bis auf die Violine in dem Song „Border raid in lions march“ wurde alles mit dem Keyboard erzeugt. Meiner Meinung nach ist uns das ganz gut gelungen. Unser Traum ist natürlich mit Live Musikern zu arbeiten, aber das ist halt sehr teuer. Die Musiker müssten sehr professionell sein. Jeder Instrumentalist müsste einzeln eingespielt werden, das kostet eine Menge Zeit und dementsprechend auch relativ viel Geld.

Ihr vertieft eure Texte gerne mit düsteren Musikfragmenten, z.B. der Song „Colloseum“, indem ihr gregorianische Chorelemente  verwendet. Ich hatte das Gefühl, dass es sich um eine Intro zu „Gladiator in Rome“ handelte. Richtig?

– Genau … es ist als Einleitung zu „Gladiator of Rome“ gedacht. Wir wollten keine übliche Anfangsintro oder ein Out komponieren. Der gesamte Aufbau von „Colloseun“ mit den gregorianischen Chorelementen soll die Dramatik von „Gladiator of Rome“ einleiten, um den Text und die Gesangslinie besser zur Geltung zu bringen. Diese anfängliche düstere Stimmung, die sich steigert und schließlich explodiert.

HUMAN FORTRESS hat mit ihrem aktuellen Album Klasse bewiesen, und ganz eindeutig ihre musikalische Linie gefunden. Ich denke, dass die Vielseitigkeit von „Defenders Of The Crowm“ für praktisch jede Musikrichtung hörenswert ist.

https://www.facebook.com/humanfortressofficial

Gabi Peiter

1 Kommentar zu HUMAN FORTRESS

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