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INSANIA Stockholm

Schon im letzten Jahr ließen die Schweden von INSANIA STOCKHOLM mit ihrem Album ´Sunrise In Riverland´ die Metallandschaft aufhorchen. Viele fanden zwar, dass ´Sunrise In Riverland´ eine Kopie von Bands wie Stratovarius, Helloween oder Blind Guardian wäre. Dies kann ich nicht so ganz nachvollziehen, denn es gibt eine Menge eigenständige Parts auf dem Album. Auf ihrem neuen Output ´Fantasy (A New Dimension)´sieht es noch besser aus, denn es ist noch variabler ausgefallen. Zusammen mit Drummer und Hauptsongwriter Mikko Korsback versuchte ich ein wenig mehr von den Schweden zu erfahren.

Ich habe einige Punkte gefunden, die musikalisch ein wenig anders ausgefallen sind. Interessant war aber für mich, wie Mikko dies sieht und er für die musikalischen Unterschiede auf dem neuen Album anführt.

– Das erste ist natürlich, dass wir einen neuen Sänger in unseren Reihen haben. Seine Stimme basiert mehr auf die Vocals von Michael Kiske, als es bei David der Fall war. Musikalisch sehe ich nicht allzu viele Unterschiede, obwohl wir doch einige Kleinigkeiten, von den Instrumenten her, verändert haben. Wir haben Keyboardpassagen eingebaut. Dies hat zur Folge, dass sich die Songs wesentlich anhören wie klassischen Powermetal.

Noch eine andere Sache ist mir aufgefallen, ihr habt verstärkt Chöre eingesetzt.

– Richtig und durch die Einsätze der Chöre und den Wechsel des Sängers klingt das Album wesentlich dynamischer.

Da kann ich Mikko nur zustimmen. Sehr gut fällt dies bei dem Song ´Master Of My Mind´, wo die Keyboards sehr gekonnt eingesetzt wurden und dieser Song dadurch sehr viel an Atmosphäre bekommt.

– Obwohl eigentlich für diesen Song kein Keyboardintro geplant war, denn dieses schrieb ich erst kurz vor den Recordings. Nachdem wir dieses Intro, zusammen mit den Gitarren aufgenommen hatten, dachte ich nur, das ist es. Für mich sind die Gitarrenparts und die Einsätze von Patricks Keyboardeinlagen das Beste, was wir jemals abgeliefert haben.

Für zwei Songs hattet ihr ein wenig Unterstützung von Roland Grapow (Masterplan), denn er steuerte einige Gitarrensolos zu. Wie kam denn diese Zusammenarbeit zustande?

– Ich lernte Roland Grapow und Markus Großkopf von Helloween vor zwei Jahren in Schweden kennen, als sie ihre damalige CD promoteten. Zur gleichen Zeit gaben wir auch einige Interviews für unser ´Sunrise In Riverland´-Album. Bei einer Interviewsession stellte man uns gegenseitig vor und somit stand einer Unterhaltung nichts mehr im Wege. Roland gefiel das Material von uns, weil es viele Einflüsse von Helloween beinhaltet. Er machte uns auch sofort den Vorschlag einige Soloparts auf unserem neuen Album zuzusteuern. Dies geschah denn auch jetzt und wir sind richtig stolz darauf, denn wir sind auch große Fans von seiner neuen Band Masterplan.

Das Material von Masterplan ist ja wirklich toll ausgefallen.

– Ich mag die Band wirklich und wir werden uns auch kommende Woche wieder treffen, denn sie sind ja im Moment mit Hammerfall auf Tour und nächste Woche gastieren sie in Schweden. Dann kann ich ihm auch endlich einige CD´s von uns zukommen lassen.

Was ist eigentlich für dich am Wichtigsten, wenn du Songs schreibst? Kommt das Songwriting mehr aus dem Gefühl oder Bauch oder hast du ein anderes Konzept, was du bevorzugst?

– Grundsätzlich schreibe ich die Songs nach meinem Gefühl. Dadurch dass ich ziemlich inspiriert werde durch Fantasy-Geschichten, kann ich mich regelrecht auslassen und meiner Phantasie freien Lauf lassen. Wichtig ist für mich, dass mein Herzblut in die Songs mit einfließt. Außerdem komponiere ich die Songs und schreibe die Texte zur gleichen Zeit. Der Vorteil dieser Arbeitsweise ist, dass die Songs viel intensiver sind, als wenn ich alles getrennt machen würde.

Du machst das ganze Songwriting alleine?

– Früher habe ich alles alleine gemacht. Mittlerweile versuch ich aber die anderen Bandmitglieder auch mit ins Songwriting zu intrigieren. So stammt auf dem neuen Album ´Fantasy´ etwa die Hälfte der Songs aus meiner Feder. Die andere Hälfte haben wir dann zusammen ausgearbeitet, obwohl die Grundideen meistens von mir stammten.

Euer neuer Sänger Ole Hansen ist ja wirklich phantastisch. Denkst du, dass er auch von euren Fans angenommen wird?

– Das ist immer schwierig zu sagen. Wir sind mehr als zufrieden, denn durch die Vocals von Ole stoßen wir doch in ganz andere Dimensionen. Wir hoffen nur, dass die Fans dies genauso sehen werden. Wir erhielten aber schon von einigen Journalisten die Rückmeldung, dass mit Ole´s  Stimme mehr als zufrieden sind.

Dass du Fantasygeschichten liebst, bemerkt man sofort, wenn man sich das Booklet anschaut. Eric Philippe steuerte ein wirklich tolles Booklet bei. Hat dieses Bild eine spezielle Bedeutung?

– Eigentlich nicht, aber trotzdem passt es sehr gut zu den Texten. Eric, der schon die Cover für Rhapsody gemacht hat, lieferte wirklich erstklassige Arbeit ab und er möchte auch für das nächste Album die Gestaltung des Covers übernehmen. Wir sind sehr zufrieden, denn dieses Cover strahlt wirklich Leben aus.

Das Album heißt ´Fantasy (A New Dimension)´. Worauf bezieht sich eigentlich ´A New Dimension´?

– Der Ausdruck bezieht sich auf einige Dinge. So wurden die Sounds ein wenig geändert. Mehr Keyboardeinlagen und verstärkte Gitarrenriff. Dann haben wir mit Ole Hansen einen neuen Sänger, der wesentlich besser zu diesem Material passt. Den Titel Fantasy haben wir gewählt, weil dieser Titeltrack sehr gut zum Cover und zu einigen Storys passen. ´New Dimension´ eben, weil wir den nächst höheren Level anstreben.

Vor einigen Tagen habe ich noch erfahren, dass euer Keyboarder Patrick Västilä ebenfalls aus der Band ausgestiegen ist.

– Das Problem bei Patrick war, dass er sich entscheiden musste zwischen der Musik und seinem Studium. Er hat sich nun für das Studium entschieden, weil es ihm wichtiger war. Wir akzeptieren dies vollkommen, denn man kann eine solche Entscheidung sehr gut nachvollziehen. Wir wünschen ihm auf diesem Wege noch einmal alles Gute für die Zukunft. Die Trennung geschah aber in bestem Einvernehmen. Wir werden jetzt so schnell wie möglich versuchen diese Lücke zu schließen.

Ich hoffe, dass dies der Band ziemlich schnell gelingt, denn irgendwie möchten wir doch alle das Songmaterial auch live in Augenschein nehmen. Zu den nächsten Aktivitäten von INSANIA STOCKHOLM alles Gute!

Story: Gisela

1 Kommentar zu INSANIA Stockholm

  1. Thank you for great article. Hello Administ . resim yükleme

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