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LARRIKINS – Nordische Seelen, die ihr Leben in Lieder packen!

Seit über 10 Jahren musizieren die 4 Jungs aus dem in Mecklenburg-Vorpommern liegenden Goldberg schon zusammen. Mit ihrem Sound lädt LARRIKINS Punk-, Metal-, Ska- und Hardcore-Fans ein, um ihren Songs, die bei diesen ganzem Mix entstehen, zu zelebrieren. Eine selbstbewusste Mischung, für die man aber mit offenen Ohren ans Werk gehen muss. Nicht nur wegen dem Sound, sondern auch wegen der Texte war es interessant der Band einige Fragen zu stellen. Sänger Felix stand mir gerne Rede und Antwort.

 

Ihr habt ein solch breit gefächertes Soundgefüge, dass es nicht leicht ist den Sound einzuordnen. Wie würdet ihr euren Sound selber einordnen?

– Hallo Gisela. Wir nennen unseren Sound mittlerweile liebevoll „Non Genre Music“. Dieser Begriff ist uns vor knapp drei Jahren eingefallen und trifft es wohl am besten.

 

Wodurch kommt der ganze Stilmix zustande? Habt ihr unterschiedliche Interessen bezüglich des Sounds?

– Wir vier hören privat komplett unterschiedliche Musik. Sicherlich haben wir auch unsere gemeinsamen Favoriten aber insgesamt ist das ein sehr bunter Mix. Das ist dann natürlich auch im Proberaum beim Songwriting zu merken. Da bringt jeder ein paar Ideen aus seiner Richtung mit. Das ist ziemlich erfrischend und wird auf alle Fälle nicht langweilig.

 

Ihr beschreibt euch so als  „Nordische Seelen, die ihr Leben in Lieder packen“. Wie kann ich das verstehen?

– Selbstreflektierend. Das waren wir natürlich mit 20 Jahren in diesem Sinne noch nicht aber im Laufe der Zeit hat jeder von uns seinen Weg und seine Strategien für das Leben gefunden. Vielleicht einigen wir uns auf erwachsen geworden? Und irgendwie hilft uns unsere Umgebung hier mal einen Gang runter zu schalten. Mecklenburg Vorpommern ist traumhaft. Wenn es dir schlecht geht, fährst du einfach ans Meer und sitzt stundenlang am Strand. Das hilft manchmal sehr.

 

Ihr liegt ja mit euren Texten sehr nahe am Puls der Zeit. Sind euch kritische Themen wichtig und wer verfasst die Texte?

– Natürlich. Die meisten unserer Songs bestehen aus Themen, die wir als wichtig und gleichzeitig kritisch betrachten. Sicherlich haben wir auch den ein oder anderen Partysong in unserem Repertoire, aber der Großteil der Songs liegt uns aufgrund der kritischen Inhalte schon sehr am Herzen.

Der Großteil der Texte kommt von mir. Zum aktuellen Album hat aber auch Tino einige Texte beigesteuert. Wir haben allerdings auch gemeinsam im Proberaum an einigen Texten gemeinsam geschrieben. Das ist aber eher selten. In den meisten Fällen stehen die Texte vorher schon zu 100%.

 

Ist es euch wichtig kein Blatt vor dem Mund zu nehmen in Bezug auf die Texte?

– Warum ein Blatt vor den Mund nehmen? Wir als Band nutzen unsere Musik als Sprache und Kommunikationsmittel. Was raus muss, kommt raus. Es gibt doch genug andere Bands und Künstler die sich vorschreiben lassen, was sie sagen dürfen und was nicht. Das ist nicht unser Weg.

 

Der Song „Scheisse (War schon immer braun) ist ja vor etwa 3 Jahren geschrieben worden und hat jetzt einen Bezug zur Gegenwart. Wie seht ihr selber die ganzen Geschehnisse die im Moment so ablaufen?

– Schrecklich. Eigentlich unvorstellbar, wie Menschen sich so viel Mühe geben können, andere Menschen zu hassen. Es macht uns ängstlich und wütend zu gleich. Und da wir, wie oben erwähnt, unsere Musik als Sprache nutzen, ist es uns wichtig zu dieser Thematik Stellung zu nehmen und sich als Band klar zu positionieren. Wir haben für diese Leute null Verständnis.

Larrikins 2016

Für euch ist der Song „Scheiße“ einer der wichtigsten auf dem Album. Denkt ihr, das zum jetzigen Zeitpunkt die Menschlichkeit verloren geht?

– Sie geht leider völlig verloren. Nicht nur was das Thema Fremdenfeindlichkeit betrifft, sondern auch unser Miteinander. Diese Gesellschaft ist kalt geworden. Niemand hat mehr Zeit, alle rennen aneinander vorbei. Niemand nimmt mehr die kleinen Dinge wahr, redet miteinander, alle starren nur noch auf ihre Smartphones. Das ist schon sehr erschreckend und ist sicherlich auch ein Grund, für den Namen unseres Albums.

 

Im Song „Kleine Lichter“ heißt es so schön „Wir sind alle kleine Lichter, nur zusammen sind wir hell“. Ist das auch euer Motto?

– Das Leben ist zu kurz um sich zu streiten und gegeneinander aufzuhetzen. Es kann alles so schnell vorbei sein. Von einem Tag auf den anderen. Es ist wichtig sich gegenseitig aufzubauen, füreinander da zu sein und sich die Hände zu reichen. Nach jedem Hoch kommt wieder ein Tief und andersrum genauso. Bist du für andere Menschen da, sind sie in schlechten Zeiten auch für dich da. Eigentlich ganz einfach.

 

Das Album wurde unter der Regie von Produzent Dirk Burke aufgenommen. Hat er euch noch Wege gezeigt wie man noch intensiver ans Werk geht?

– Auf jeden Fall. Es war toll mit einem Profi wie Dirk zusammen zu arbeiten. Er ist mit uns gemeinsam so tief in die Songs getaucht und hat versucht, 100% aus uns und unseren Liedern heraus zu kitzeln. Wir haben viel experimentiert. Haben Geigen und Trompeten eingesetzt. Das war komplettes Neuland. Wir finden, es ist uns gemeinsam super gelungen. Wir sind sehr stolz auf diese Platte.

 

Hat der Bandname LARRIKINS (australischer Straßenausdruck für jugendliche Rowdys) eine spezielle Bedeutung für euch?

– Eigentlich nicht. Wir brauchten halt einen Bandnamen. Wir waren damals 13 Jahre alt und nicht sonderlich kreativ was das betraf. Wörterbuch sei Dank. Heute finden wir den Namen immer noch ungewöhnlich, aber irgendwie auch cool. Wir haben da schon die verrücktesten Schreibweisen gelesen.

 

Ihr habt ja nach eurem Album „Krisenkirmes“ aus dem Jahre 2011 unzähligen Shows im In- und Ausland, Festivalshows und Clubgigs gespielt. Laufen jetzt schon die Planungen für eine Tour oder Festivalaktivitäten?

– Ja natürlich. Wir versuchen immer präsent zu sein und live spielen macht uns am meisten Spaß. Im Sommer werden wir einige Festivals spielen und im Herbst geht’s dann wieder in die Clubs. Es ist nicht immer einfach Shows an Land zu ziehen, da wir alles allein machen aber mittlerweile haben wir uns ein kleines Netzwerk aufgebaut und haben ein paar feste Kontakte. Mal schauen wo uns die neue Platte noch so hin verschlägt. Wir sind gespannt und freuen uns auf alles was noch kommt.

 

Ich bedanke mich bei euch für die Beantwortung der Fragen und wünsche euch alles Gute für die Zukunft. Bleibt so wie ihr seid denn Ehrlichkeit währt am längsten!

– Wir bedanken uns.

 

Link zum Review:  http://www.hmbreakdown.de/larrikins-am-ende-war-der-mensch

Mehr Infos unter:  https://www.facebook.com/larrikinsband

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