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LORDI – Monstereophonic (Theaterror vs. Demonarchy)

Veröffentlichung: 16.09.2016

Label: AFM Records

Stil:  Hardrock

Webpage:   http://www.lordi.fi

Facebook:  https://www.facebook.com/LordiOfficial

 

Die finnische Band LORDI ist ja in puncto neuen Alben immer sehr flink. Für ihr achtes Album ließen sie sich aber jetzt fast 2 Jahre Zeit. Vielleicht hat es mit dem neuen Album „Monstereophonic (Theaterror vs. Demonarchy)“ so lange gedauert, weil sie zum ersten Mal ein Konzeptalbum aufgenommen haben. Da bin ich aber jetzt gespannt wie LORDI das bewerkstelligt haben.

Vorab sei schon erwähnt, das der erste Teil des Album „Theaterror“ mehr Hardrocklastig angelegt ist, hingegen der zweite Teil „Demonarchy“ (ein in sich geschlossenen Geschichte) sehr experimentierfreudig ist. Aber starten wir mit dem ersten Teil. Nach dem Intro „SCG8 – One Message Waiting“, auf dem man eine beunruhigende Nachricht auf dem Anrufbeantworter hören kann, startet das Album mit einem LORDI-typischen Hardrocksong mit dem langen Titel „Let’s Go Slaughter He-Man (I Wanna Be The Beast-Man In The Masters Of The Universe)“. Dieses Stück ist von Anfang an ein Ohrwurm, dem es an Mitsing-Passagen nicht mangelt. Zum nächsten Song „Hug You Hardcore“ wurde ein Video gedreht, wovon es jetzt schon eine zensierte Version gibt (am Ende des Reviews könnt ihr es euch ansehen). Ein wahres Kettensägen-Massaker gibt es auf dem unzensierten zu sehen, also nichts für schwache Nerven. „Down With The Devil“ und auch der Song „None For One“ sind Stücke in typischer LORDI-Manier und wissen voll zu begeistern. Als nächstes folgt mit „Mary Is Dead“ eine Ballade und ich muss sagen, hatte ich in der Vergangenheit so meine Probleme mit Songs dieser Art, gefällt mir dieser Song durch seine Melodieführung sehr gut. Da wäre ja noch der Song „Sick Flick“ der mir mit seiner treibenden Kraft sehr gut gefällt. Der erste Teil ist wirklich gut gelungen, weil die Produktion kraftvoll ist und wirklich monstermäßig klingt.

So jetzt zum zweiten Teil des Albums „Demonarchy“. Wer denkt, dass es in typischer Manier weitergeht, liegt falsch, oder doch nicht? Vorweg genommen, der Sound geht auf die Anfangstage von LORDI zurück, genauer gesagt in die Zeit, wo der Sound noch ein wenig anders war. Dazu sollte man erklären, das Mr. Lordi ein Soloprojekt gestartet hat, wo die Sounds im Industrial mit progressiven Sprenkeln lag. Deswegen klingt der zweite Teil auch wesentlich härter. Trotz allem startet der zweite Teil mit dem ruhigen und sphärisch angehauchten Intro „SCG VIII – Opening Scene“. So weit so gut und wenn man jetzt denkt das bleibt so, der hat sich aber schwer getäuscht. „Demonarchy “ ist ein Uptemposong, der mit Hardrock nichts mehr zu tun hat. Knallharter Metal ist der Kern dieses über 6 Minuten langen Song, der aber trotzdem noch mit Tempowechsel überraschen kann. Ich hatte ja schon die Industrial-Wurzeln von Mr. Lordi angesprochen und genau diese bekommt man im Song „The Unholy Gathering“ zu hören. Trotz aller Vielschichtigkeit ist dieser Song doch ein regelrechter Ohrwurm. Der nächste Song ist auch ein Wechselbad der Gefühle, denn „Heaven Sent Hell On Earth“ trumpft mit harten Klängen, aber es kommen auch sanfte Melodien zum Zuge. Eins ist sicher, ich habe Mr. Lordi noch nie so gefühlvoll singen hören. Toller Song der mitten ins Herz trifft. Ein weiteres Highlight auf dem Album ist das Stück „And The Zombie Says“. Dieses Lied kommt dem heutigen Sound sehr nah, aber durch die progressiven Einflüsse und Härte haben LORDI einen tollen Song erschaffen und ich bin sprachlos was die Band mit diesen Songs geschaffen haben. Genauso ergeht es mir beim nächsten Stück „Break Of Dawn“, denn dieser Song ist nichts für schwache Nerven. Ich bin von dem Song, der, der Metal pur ist und ich bin total überwältigt, denn so etwas hätte ich wirklich nicht erwartet. Der letzte Song „The Night The Monsters Died“ ist wieder aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Nach einem leicht sphärischen Start erwartet uns ein 7 Minuten langen Song, der eigentlich auch auf einem „normalen“ Album von LORDI seinen Platz gefunden hätte, vielleicht ohne den metallastigen Passagen. Aber ich sehe es anders – somit schließt sich der Kreis.

Ich weiß nicht wie die True-Fans von LORDI dieses Album aufnehmen werden, aber für mich ist eins klar, dieses Album beinhaltet eine Bandbreite, die ich mir so nicht vorgestellt hätte. Die beiden Teile spiegeln den Unterschied im Konzept ganz klar wieder. Es ist klar das man für den zweiten Teil mehr al einen Durchlauf benötigt, aber genau das macht den Reiz aus. Ich finde das Album super und mehr brauche ich wohl nicht dazu zu sagen. Ich hoffe am Schluss dass es die Songs des zweiten Teils auch auf die Bühne schaffen werden.

 

Tracklist:

01. SCG8 – One Message Waiting
02. Let’s Go Slaughter He-Man (I Wanna Be The Beast-Man In The Masters Of The Universe)
03. Hug You Hardcore
04. Down With The Devil
05. Mary Is Dead
06. Sick Flick
07. None For One
08. SCG VIII – Opening Scene
09. Demonarchy
10. The Unholy Gathering
11. Heaven Sent Hell On Earth
12. And The Zombie Says
13. Break Of Dawn
14. The Night The Monsters Died

 

Line-up:

Mr. Lordi – vocals

Amen – guitars

Ox – bass

Hella – keyboards

Mana – drums

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