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MANOWAR

MANOWAR 1994

´The Loudest And Hardest Metal Band From The World´ weilte in unseren Kreisen, um ihre treuen Fans mit ihren Liveaktivitäten zu erfreuen. Bei ihrem vorletzten Gig in Deutschland konnte ich in Köln, vor ihrem Auftritt, mit Shouter Erik Adams folgendes Interview führen. Er erwies sich im Laufe des Gesprächs als sehr redefreudig und hatte mir einiges zu erzählen.

 

MANOWAR hatten zu dieser ´Secret Of Steele Tour´ kein Album mit neuen Songs im Gepäck. Warum eigentlich nicht?

– Vor zwei Jahren waren wir mit dem Album ´Triumph Of Steele´ auf Tour. Genau zu dieser Zeit wechselten wir unsere Plattenfirma. Die Promotionarbeit unseres alten Labels für Amerika war einfach nicht mehr tragbar für uns. Wir wechselten dann zu GEFFEN. Da wir in England, Skandinavien, Russland und Budapest auf der letzten Tour nicht waren, wollten wir die Kids dort mit unserer Tour überraschen. Das war auch ein Teil vom Vertrag, den wir unterschrieben. Die Plattenfirma gab uns dann die Möglichkeit ein Video zu machen und dieses zusammen, mit unseren alten Alben ´Hail To England´ und ´Into The Gloryride´, die nur als schlechte Bootlegqualitäten zu bekommen waren, als Box-Set ´Secret Of Steele´ zu veröffentlichen.

Zum Thema Russland. Wie war es denn dort für Euch zu spielen?

– Es war sehr depressiv für uns, denn man kann sich gar nicht vorstellen, welche Zustände und Armut dort herrschen. Die Fans waren echt toll, aber wenn hier in unseren Breitengraden jemand meint, dass es ihm schlecht ginge, sollte er sich schleunigst ein Ticket nach Russland besorgen, um zu sehen, wie gut es ihm doch hier geht.

Aber kommen wir wieder zum Label zurück. Da es ja mit dem alten nicht in Amerika geklappt hat, wie sieht es denn jetzt mit GEFFEN aus?

– Für Europa hat ATLANTIC sehr gute Arbeit geleistet. Ich denke, dass es jetzt mit GEFFEN in Amerika besser wird. Wir sind auf jeden Fall voller Hoffnung für die Zukunft, vor allem in amerikanischer Sicht.

Jetzt aber zu etwas anderem. MANOWAR wollte auf dieser Tour den Titel als lauteste Band bekommen. Habt Ihr jetzt den Weltrekord?

– Ja, wir haben den Weltrekord. Aufgestellt wurde er am 08.03. in Hannover. Es war ganz interessant, denn es hatten sich jede Menge Leute der internationalen Presse und de Rundfunk- und Fernsehstationen dort eingefunden. Wir hatten eine ganze Menge von speziellem Equipment auf der Bühne und wir stellten nachmittags um 17.00 Uhr den neuen Weltrekord mit 129 Dezibel auf (der alte Weltrekord lag bei 118 Dezibel). Ich denke, dass dieser Weltrekord lange bestehen bleibt, denn wir wollen auf jeden Fall die lauteste und powervollste Band auf der Welt bleiben.

Was mir bei dieser Tour persönlich besonders gut gefiel, war die Tatsache, dass die Band sich nur auf Soloeinlagen beim 28-minütigem Song ´Achilles´ (sie spielten ihn in einer Länge von 22 Minuten) beschränkte.

– Richtig, dass sind die einzigen Solos, aber sonst geht es Song auf Song. so richtig mit viel Power. Ich weiß, dass das die Fans so wollen.

Genau, bei der letzten Tour ist ja auch die Kürze der Show und vor allem die Solis stark von den Fans bemängelt worden.

– Wir hörten von unserem Fan-Club, dass die Fans sich beklagt hatten. Deshalb haben wir auf dieser Tour einiges anders und besser gemacht.

Dem kann ich nur zustimmen, denn MANOWAR entließen nach 105 Minuten Show ein vollkommen zufriedenes Publikum. Ich habe die Band auf ihrer letzten Tour 1992 in Düsseldorf gesehen und habe mich damals sehr über ihren klaren Sound gewundert.

– Das liegt daran, wir sind zwar laut, aber wir wollen unseren Sound kristallklar an unsere Fans weitergeben (was ihnen in Köln wirklich gelang. Es war einfach genial!). Ich kann dir ein Beispiel nennen. Du sitzt im Auto und hörst im Radio einen Sender mit einem kristallklaren Sound und du empfindest ihn als angenehm. Dann suchst du einen anderen Sender und auf einmal hörst du Musik, die sehr unklar ist und man empfindet sie als sehr laut. Auf jeden Fall lauter als der Sound vom Sender vorhin. Genau das wollen wir, kristallklaren Sound. Wir haben auch jetzt ein brandneues Speakersystem, welches wir vor der Tour in der Wüste von Nevada ausgetestet haben. Dieses System gibt uns noch mehr die Möglichkeit den Sound kristallklar rüberzubringen.

Ich finde es toll, dass es noch Bands gibt, die so großen Wert darauf legen, um ihren Fans den besten Sound zu geben. Aber nun zum Schluss noch eine Frage zu den Plänen, welche die Zukunft betreffen.

– Wir wollen auf jeden Fall nach der Tour erst einmal einen Monat lang relaxen. Aber dann werden wir ins Studio gehen um die Arbeiten zu einem neuen Album zu beginnen. Ich kann aber jetzt noch nicht sagen wann das neue Album veröffentlicht wir, denn wir sind keine Band, die in drei Stunden einen Song fertig hat. Dafür brauchen wir zu viele Einflüsse und vor allem kommen die Songs aus dem Herzen und genau das wissen und merken die Fans von MANOWAR. So viel sei aber gesagt, daß ich gerne nächstes Jahr im Sommer mit der neuen Produktion auf Tour gehen will. Ich war nämlich noch nie auf meinem Geburtstag auf Tour.

Wann hast Du denn Geburtstag?

– Im Juli und dann sehen wir uns auch sicher wieder.

Ich hoffe doch, aber bis dahin vergeht ja leider noch so viel Zeit. Ich finde jetzt ist es an der Zeit, dass Rüdiger euch etwas zum Konzert erzählt. Also ´Letïs go Rüdiger´.

www.manowar.com

Story: Gisela       

Bevor ich über ein wirklich tolles Konzert berichte, einen Dank an MANOWAR und deren Crew für einen offenen Empfang. Auch sollte vorab erwähnt werden, dass für den Support alle technischen Mittel für ein gutes Konzert zur Verfügung gestellt wurden, welches von dem Überraschungssupport „GRAVE DIGGER“ auch gnadenlos ausgenutzt wurde.

Punkt acht Uhr betraten die vier die Bühne und überzeugten die Zuschauer mit einer sehr überzeugenden Leistung in einer sehr gut gefüllten Halle. Sehr schnell hatte Sänger Chris das Publikum im Griff und hielt dieses bis zum letzten Song ´Heavy Metal Breakdown´  fleißig in Bewegung.

Nach einer längeren Umbaupause und endlosen MANOWAR-Rufen war es dann soweit.

LICHT AUS, SPOT AN starteten sie dann mit dem Opener „Manowar“ und blieben auch während des Konzerts überwiegend bei ihren alt bewährten Songs.

Auffallend war eine wahrlich perfekte Lightshow und ein zwar lauter (aber das kennen wir ja) aber dennoch glasklaren Sound worauf die Jungs mit Recht stolz sein können. Sehr intensiv ging MANOWAR auf ihr Publikum ein und Erik fischte sich fünf junge Fans aus den Reihen, um sie für einen Song auf die Bühne zu holen. Dem folgte auch Joey de Majo, der sich allerdings mehr aufs weibliche Geschlecht orientierte. Sodann ging nach 1 3/4 Stunden ein tolles Konzert zu Ende, welches dem Publikum wohl noch lange  in Erinnerung bleiben wird.

Man ist gespannt aufs nächste Jahr.

Story: Rüdiger

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