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NAZARETH

NAZARETH 1994

Eine Legende lebt. Und wie sie lebt, das beweisen die Schotten NAZARETH auf ihrer neuesten, mittlerweile 20. Album ´Move Me´. In Köln hatte ich Gelegenheit dieser Legende, in Form von Dan McCafferty (vocals), Billy Rankin (guitar) und Steve Agnew (bass) persönlich einige Fragen zu stellen. Eines kann ich vorab schon sagen, dass es eine lockere Plauderrunde wurde.

 

Nach 26 Jahren und 20 Alben ist es da nicht schwierig immer wieder neue Ideen für Songs zu bekommen?

Steve: Eigentlich nicht, zumal da fast gas ganze Songwriting dieses Mal von Billy gekommen ist.

Warum habt Ihr eigentlich 3 Jahre mit einer neuen Veröffentlichung gewartet?

Dan: Da gab es einige Gründe. So gab es z.B. Probleme mit dem Label und wir haben auch noch Touren in Amerika und Südamerika absolviert.

Steve: Wir wollten auch wieder im CAS-Studio in St. Ingbert-Schüren, in welchem wir wie zu Hause sind, das neue Album recorden. Dieses Studio ist einfach toll.

Mit ´Move Me´ legen NAZARETH mal wieder ein toll produziertes Album vor. Aber in der Zwischenzeit hat sich ja musikalisch einiges geändert. Man nehme nur die verschiedenen Richtungen, die sich so entwickelt haben. Wie seht Ihr denn die Zukunft des Rock´n Rolls und des Hardrocks?

Dan: Die Medien bauschen die neuen Richtungen wie Grunge Hardcore und Crossover viel zu sehr auf und ich glaube, dass das nicht richtig ist.

Billy: Schau doch nur, fast alle guten Rockbands kommen aus den 70er Jahren und viele Bands aus der heutigen Zeit beziehen ihre Einflüsse von genau diesen Bands. Nimm nur z.B. GUNS`N`ROSES. Ich denke, dass das alles wieder zur Natürlichkeit, nämlich zu einem Bass und einer Gitarre in der Band zurückgeht.

Genau, GUNS`N`ROSES haben ja eine Coverversion von NAZARETH in ihrem Programm, ebenso Michael Monroe (ex-HANOI ROCKS). Was fühlt Ihr überhaupt, wenn solche Bands Songs von Euch covern?

Dan: Das ist schon ein tolles Gefühl, wenn andere Bands unser Material gut finden und es macht uns auch sehr stolz.

Steve: Es ist gut von anderen Bands zu hören, dass sie ihre Einflüsse von uns bekommen haben.

Ihr seid ja jetzt schon 26 Jahre in diesem Business vertreten. Was war denn die beste und was war die schlechteste Erfahrung, die Ihr in dieser Zeit gemacht habt?

Steve: Die beste Erfahrung war eigentlich die, dass wir überhaupt so viele Platten machen konnten, weil die Nachfrage immer vorhanden war. Ja und die schlechteste Erfahrung war die, dass wir nicht so viel Geld bekommen haben, wie uns eigentlich zustand.

Kommen wir doch noch einmal zum Album zurück. In der letzten Zeit gab es wieder sehr viele Produktionen, die in kürzester Zeit recordet wurden und somit sehr natürlich sind. Bei ´Move Me´ ist es genauso, denn es kommt sehr livemäßig rüber. Ist das wichtig für Euch?

Dan: Ja, das ist sehr wichtig für uns, denn wir wollen auf Platte so klingen, wie wir auch live sind. Also ohne Overdubs oder jeglicher anderer Effekte. Man kann sagen Musik pur.

Steve: Wir nehmen zwar auch im Studio sehr viele Tapes auf, aber im Endeffekt wollen wir nur die erdigsten Aufnahmen auf unserem Album vertreten haben.

Dan: Wir spielen auch bei unseren Gigs lieber in kleinen Hallen oder Clubs. Denn in denen ist das Feeling viel, viel besser.

Da wären wir auch schon bei dem Thema Tour angelangt. Wie sieht es denn damit aus?

Dan: Wir werden von Oktober bis Dezember in Europa auf Tour gehen. Im Gespräch ist eine Tour zusammen mit Joan Jett. Aber das wissen wir noch nicht ganz genau.

So und jetzt meine letzte Frage an Euch. Vor einiger Zeit habe ich gelesen, dass Ihr die erste Band sein wollt, die auf dem Mond spielt. Habt Ihr das noch immer vor?

Billy (lacht): Natürlich haben wir das noch immer vor, aber der Flug….

Steve: Aber es gibt auch noch andere ausgefallene Orte, wo wir aber teilweise schon gespielt haben, wie z.B. in einem Indianerreservat 500 Meile nördlich von Winnipeg. Das war ein großartiges Gefühl dort zu spielen.

Aus meiner Sicht, finde ich es auch besser, wenn so eine tolle Band uns hier auf der Erde erhalten bleibt, denn NAZARETH sind immer für eine gute Rock´n Roll-Show gut.

Story: Gisela

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