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ONCE HUMAN – Evolution

Veröffentlichung: 10.02.2017

Label:  ear Music/ Edel

Stil:   Melodic Death Metal

Facebook https://www.facebook.com/oncehuman

 

Fleißig , fleißig kann man nur sagen. Erst 2015 schlug das Debütalbum „The Life I Remenber“ von ONCE HUMAN große Wellen. Die Band ließ sich keine Verschnaufpause, um die Metalszene wie ein Tsunami zu überfluten. Der versierte Hörer wird schon bei dem Erstlingswerk der Combo mit 5 Mannen, welche Frontfrau Lauren Hart umringen, erkannt haben, dass der Song der Death Metaler alles andere als leichtverdaulich ist.

Doch kann die Band mit ihren Zweitlingswerk wirklich die Szene überzeigen? Der Kanadier Logan Mader, vielen bekannt als Gitarrist von MACHINE HEAD und SOULFLY, hat hier nicht nur die Klampfe in der Hand sondern gibt seinen Schaffensdrang als Produzent freien Lauf. Erfahrung konnte er ja genug als Produzent für Bands wie GOJIRA, FEAR FACTORY und DEVILDRIVER sammeln. Das Mastern übernahm niemand anderes als Jens Bogren in die Hand. Um ehrlich zu sein dachte ich bei den ersten 3 Liedern, dass sich das Repertoire der Band rein auf treibende Drums, Gitarrenstakkato und tiefe, dröhnende Growls beschränkt. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Lauren Hart singt sich wirklich die Seele aus dem Leib und es an ihre Grenzen gegangen, denn die harten Rhythmenwechsel und sehr komplexen Musikarrangements verlangen einen Sänger wahrlich das letzte ab.

„Flock Of Flesh“ ist düster und bedrohlich, die treibenden Drums gepaart mit Gitarrenstakkato lässt den Kalk aus den Knochen rieseln. „Eye Of Chaos“ steht dem in nichts nach. Hier zieht die sphärische Stimme einen sofort in den Bann. Growls wechseln sich mit glockenhellen Parts ab. „Mass Murder Frenzy“ besticht mit seiner eingängigen Melodie. Auch hier gibt Lauren wieder alles. Schöne Grüße von den Stimmbändern. Es gibt ordentlich aufs Brett. „Gravity“ sticht mit schnellem Tempowechsel hervor. Auch wirkt es etwas heller als die Stücke zuvor. „Dark Matter“ malträtiert mit dem Drumgemetzel die letzten Flimmerhärchen im Ohr. Lasst die Matten fliegen! „Drain“ erinnert zu Beginn eher an ein Hardcore Stück. Es lebt von wilden Arrangements und zeigt das ganze künstlerische Spektrum der Band.

Das zweite Werk der Death Metaler ONCE HUMAN überzeugt auf ganzer Linie. Natürlich gibt es immer wieder Kritiker, die sagen, dass erinnert mich an diese und jene Band. Und wir wissen ja schon von unseren Großeltern, dass früher alles besser war. Man kann das Rad nicht neu erfinden und es gibt  immer wieder Dinge, die schon da waren. Aber nichts desto trotz muss man gute Arbeit honorieren. Und die Band hat mit diesem Album verdammt gute Arbeit abgeliefert. Es ist ein sehr komplexes Album, was nicht sofort zugänglich ist. Aber es lohnt sich mehrmals hinzuhören, denn es zeigt das breite künstlerische Können der Band.

Anspieltipps:

Mass Murder Frenzy, Gravity, Dark Matter, Drain

 

Tracklist:   

  1. Flock of Flesh
  2. Eye of Chaos
  3. Mass Murder Frenzy
  4. Gravity
  5. Dark Matter
  6. Paragon
  7. Drain
  8. Killers for Cure
  9. Passenger

 

Line-up:

Lauren Hart – Vocals

Logan Mader – Guitars

Max Karon – Guitars

Skyler Howren – Guitars

Damien Rainaud – Bass

Dillom Trollop – Drums

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