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RAGE

RAGE 1994

Die deutsche Power-Metal-Band RAGE feierte vor kurzem ihr 10 jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass veröffentlichte die Band das Album ´10 Years In RAGE´, worauf sich Stücke befinden, die entweder noch nie veröffentlicht wurden oder aber auch ganz neue Sachen. Mit Frontmann Peavy hatte ich denn Gelegenheit in Sachen RAGE ein Resumee von 10 Jahren Rage zu ziehen. Ebenso erzählte er mir noch einiges über die nahe Zukunft.

 

Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Eurem Bestehen! Ihr habt ja jetzt ein Album veröffentlicht, auf welchem sich neue oder noch nie veröffentlichte Songs befinden. Wie kamt Ihr eigentlich auf diese Idee ein solches Album auf den Markt zu bringen?

– Eigentlich hätte ich zum 10 jährigen gerne eine Live-Platte veröffentlicht, aber Noise hat uns in der Hinsicht schon vorgegriffen, indem sie Anfang des Jahres die CD ´Power Of Metal´ mit einem fast kompletten Gig von uns veröffentlichten. Deswegen konnte ich auch jetzt nicht, ein knappes Jahr später, denselben Set noch einmal den Fans anbieten. Dann wäre eine ´Best Of…´ in Frage gekommen, aber mit einer solchen Sache zieht man seinen Fans nur unnötig das Geld aus der Tasche. So kam mir denn die Idee, da ich noch unheimlich viel Material zu Hause rumliegen habe, ein Album aufzunehmen mit noch nie veröffentlichten Songs. So schlugen wir dann zwei Fliegen mit einer Klappe, indem wir den Fans einen guten Gegenwert für ihr Geld bieten und die Songs sind auch eine gute Reflektion unserer Arbeit, denn es sind teilweise Songs von 1983 dabei, aber auch Sachen von den letzten Zeit. Man kann auch an dieser CD feststellen, wie wir uns musikalisch mit der Zeit entwickelt haben.

Es ist also ein fanfreundliches Album.

– Richtig, wir wissen auch, dass wir mit diesem Album medienmäßig nicht allzu viel reißen können, aber für unsere Fans ist es wirklich sehr interessant.

Kommen wir aber doch jetzt zur Band. Ihr seid ja jetzt, wie in Euren Anfangszeiten, wieder zu viert. Was versprecht Ihr Euch eigentlich davon, jetzt wieder mit 2 Gitarristen zu arbeiten?

– Wir sind ja jetzt seit Mitte ´87 als Trio unterwegs. Es war in den Anfangszeiten als Trio sehr gut gewesen, aber wir hatten auch viele Schwierigkeiten damit gehabt. Im Studio haben wir unsere Sachen  mit zwei Gitarren eingespielt und danach das Ganze mit nur einer Gitarre auf der Bühne wieder umzusetzen war schon recht schwierig. Wir haben zwar manchmal mit Gastmusikern gearbeitet, die aber nie fest in die Band intrigiert wurden. Ende ´91 kam mir denn die Idee, dass wir uns einen zweiten Gitarristen in die Band holen sollten. Ja und Spyros, der Bruder von unserem Drummer Chris, wollte auch bei uns als Rhythmusgitarrist einsteigen. Manni sträubte sich aber damals dagegen und um des lieben Friedens willen haben wir dann darauf verzichtet. Dadurch, dass Manni jetzt aber bei uns ausgestiegen ist, war der Weg für zwei Gitarristen frei. Wir versprechen uns davon, dass wir live viel mehr Power haben und vor allem kann man so die Songs viel besser arrangieren.

Dann stelle uns doch jetzt einmal die zwei neuen Mitglieder von RAGE kurz vor.

– Ja, der eine heißt Spyros und ist wie schon gesagt der Bruder von Chris. Er hat vorher noch nie in einer Band gespielt. Ist also noch ein ziemlich frischer und unverbrauchter Musiker. Der Zweite hei0t Jens Fischer und kommt aus Koblenz. Beide sind gerade mal 23 Jahre alt, also auch noch ziemlich jung.  Den ersten Auftritt überhaupt mit uns in der Band haben die Beiden in der Siegerlandhalle zu Siegen bestritten und sie waren vielleicht noch etwas unbeholfen. Aber man muss den Beiden immer zugutehalten, dass z.B. Spyros das erste Mal auf einer Bühne gestanden hat.

Welche Aktivitäten entwickelt Ihr eigentlich zurzeit und vor allem in den nächsten Monaten?

– Wir befinden uns im Moment im Studio und arbeiten an unserem Nachfolger des ´Missing Link´- Albums. Wir hatten über 30 Nummern zur Auswahl gehabt, wovon wir jetzt 17 aufnehmen werden. Von diesen 17 werden dann 14 Songs auf unserem neuen Album vertreten sein.. Das Album wird auf einem anderen Label veröffentlicht, wobei ist im Moment noch nicht klar. Ja und in den Läden ist das neue Album Ende April bzw. Anfang Mai. Im Anschluss daran wird es denn wohl eine ausgedehnte Headlinertour geben. Das Album soll auch denn gleichzeitig in Amerika und Japan veröffentlicht werden. Amerika ist nebenbei gesagt auch ein ziemlich schwerer Markt für uns und wir können jetzt nur hoffen, dass wir drüben auch eine gute Promotion bekommen werden.

Kommen wir doch kurz zum neuen Material. Ist es denn jetzt anders als das Vorgängermaterial ausgefallen.

– Im Grunde nein. Aber dadurch, dass wir jetzt zwei Gitarristen in der Band haben, kommen wir mit viel mehr Power und wesentlich druckvoller rüber. Dem ist aber noch hinzuzufügen, dass durch die beiden neuen Gitarristen, die ja ganz andere Einflüsse mitbringen, unsere Sound in ganz andere Dimensionen setzt. Sie haben nun mal Vorbilder, die aus der heutigen Zeit kommen, was natürlich zur Folge hat, dass unser neuer Sound im Stil der 90er Jahre ausfallen wird.

RAGE gibt es jetzt schon 10 Jahre. Peavy bist Du ähnlich wie Rock´n Rolf bei RUNNING WILD der heimliche Chef von RAGE? Ohne Dich würde es RAGE doch sicher nicht mehr geben.

– Ganz bestimmt nicht. Ich bin nicht der heimliche Chef, sondern ich bin der Chef bei RAGE. Das heißt aber jetzt nicht, dass ich die Band alleine mache. Bei RUNNING WILD sieht es ja so aus, dass die Musiker nur für Konzerte und für die Aufnahmen im Studio angestellt werden. Das ist bei RAGE nicht der Fall, denn bei uns wird alles besprochen, aber im Endeffekt liegen alle Entscheidungen bei mir. Ich habe ja auch die Band von Anfang an zusammengehalten.

Und wie sieht es mit dem Songwriting aus. Sind alle mit ins Songwriting intrigiert.

– Ja, auf jeden Fall, denn sie haben wirklich gute Ideen gehabt, die unsere Musik in eine ganz andere und viel modernere Richtung lenken.

Abschließend nun meine letzte Frage an Dich. Was macht eigentlich Deine Totenkopfsammlung, die ja eine mit der größten in Deutschland oder sogar in ganz Europa sein soll?

– Sie wächst, aber ob sie jetzt die größte in Europa ist, wage ich zu bezweifeln. Ich sammle jetzt seit meinem 5. Lebensjahr Totenköpfe und ich habe schon sehr viele zusammengetragen. Aber die Museen und auch die Universitäten, schätze ich, haben auf jeden Fall mehr als ich. Aber ich werde mir Mühe geben aufzuholen.

Wie bist Du denn auf die Idee gekommen Totenköpfe zu sammeln?

– Oh, darüber habe ich mir eigentlich noch keine Gedanken gemacht, denn wie schon gesagt sammle ich solche Totenköpfe schon seit meinem 5. Lebensjahr. Das ist sicher irgendwie angeboren.

Nicht nur das Sammeln von Totenköpfen ist Peavy angeboren, sondern auch die Musik, welche ihm und seine Mannen hoffentlich im Laufe der nächsten Zeit den großen Durchbruch bescheren wird.

http://www.rage-on.de

Story:  Gisela

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